Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Schlagwort

bottich

Song der Woche: Ferdich Ab – Michel

Heute kann es nur den einen Song als „Song der Woche“ geben. Video ist etwas pixelig, der Ton dafür 1A:

Homepage: http://www.ferdichab.de/
Stadtwiki: http://www.pfenz.de/wiki/Ferdich_ab

Bis gleich dann im Bus Jungs. MaD

Cherry Bomb & 4Promille (Bottich, 15.03.2013)

Wenn ich gerade schon dabei bin den ereignissreichen März aufzuarbeiten, dieser Konzertabend war bisher der Höhepunkt im Musikjahr 2013.
Party pur im ausverkauften Bottich in Pforzheim. Mit Cherry Bomb aus Potsdam und den Düsseldorfern 4Promille hatte Subkultura ein Knallbonbon gebucht.
Kurzhaarige, Langhaarige und Bunthaarige hatten sich versammelt um einen legendären Clubabend zu erleben.
Punk´n´Roll aus Potsdam war angesagt und ich muss zugeben dass Cherry Bomb mich einfach umhauten.
Ich wartete an diesem Abend im März 2013 eigentlich gespannt auf die Hauptband, da ließen es die so Potsdamer mächtig knallen und hauten mir Songs wie „Lovers“ oder „Part Of Me“ um die Ohren. Ich wollte mitsingen, dem Sänger das Mikro entreißen und gröhlend durch die verdutzte Menge toben, aber ich kannte den Text nicht. Shit!
Bei „Teenage Kicks“ (Coverversion; Original von The Undertones) war es dann endgültig aus, es musste getanzt werden.
So begeistert hat mich selten eine Band von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Kompliment nach Potsdam!

P1050873(1)P1050879(1)

Nach einer kurzen Pause betraten  4Promille die kleine Bühne und das Publikum drängte sich dicht an dicht davor. Die nächsten knapp 1 1/2 Stunden sollten wenige Wünsche offen lassen. Die wieder vereinigte Combo (ohne Gründer Volker Grüner) spielte einen schönen Mix aus ihrer Bandgeschichte. Viele englische Songs waren auch darunter, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Welche Songs alle hören wollten war ja klar und 4Promille verstanden es gut diese wohl dosiert in ihrem Set zu platzieren um immer wieder Stimmungshöhepunkte zu erzeugen. Melly hatte den Laden eh im Griff und die Jungs hingen an ihren Lippen.
„Träume sterben“, „Jeder hat sein Kreuz zu tragen“, „Popeye der Seemann“, „Jenny“, „Rob A Bank“ waren nur einige der Songs, die euphorisch abgefeiert wurden und gefühlt wollte jeder mal ans Mikro.
Eine friedliche ausgelassene Party war es im Bottich, welche dann bei „Ich werd mich ändern“ ihren absoluten Siedepunkt erreichte, wer hätte es gedacht.
Mit „Qualle“ und einem fetten Pogo beendeten 4Promille nach mehreren Zugaben ihr Set. Was folgte war eine feucht-fröhliche Party mit DJ Beschallung und beiden Bands an der Bar und etwas zu viel Pfeffi.
Eine denkwürdige Nacht ging im Morgengrauen in einem Taxi gen Heimat zu Ende.

P1050889(1)P1050885(1)P1050892(1)

MaD

 

Gehobene Abendunterhaltung im Bottich

Im November 2012 als letztes Konzert im Bottich zu Pforzheim angekündigt war es gestern dann schliesslich das vorletzte. Nächsten Samstag spielen noch Tieflader und dann macht der Bottich bzw. Subkultura als Veranstalter dicht. Für manchen Pforzheimer wäre es auch das Allerletzte gewesen, hätte er sich gestern Abend zufällig in den Keller unterm Rathaus verirrt.

Nach einem Zwischenstopp im neuen Biergarten vor dem Sägewerk ging es die paar Meter zum Konzert um ja nicht die erste Band des Abends zu verpassen. Die Fürtter Prolls, an diesem Abend eigentlich die wahren Lokalmatadore. Und sie hatten sich wieder so einiges einfallen lassen. Wer sich fragte was die Kloschüssel auf der Bühne zu suchen hatte und schon Bedenken hochkamen was da wohl geboten wird, den konnte man beruhigen. So sieht eben mit einer Verlängerung aus Rohren das moderne Oi-Alphorn aus und die Töne hören sich dann doch etwas besser an als so manch andere.
Dass sich ein gewisser haariger Mensch auf der Bühne dann doch immer wieder nackig machen muss ist man ja fast schon gewohnt. Auch bei den Fürtter Prolls ließ er es sich nicht nehmen – oh diese Bilder in meinem Kopf……!!!

P1060301(1)P1060304(1)P1060302(1)

Ferdich ab freuten sich schon Monate auf diesen Gig. Joker dem alten Schalker schien an diesem Tag als ehemaligem Spielführer von Nöttingen eh die Sonne aus dem Allerwertesten. Just kurz vor 18.30 Uhr zog Schalke den Oberligisten Nöttingen als Los in der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal. Aller Wahrscheinlichkeit nach könnte auch der Karlsruher Wildpark Austragungsstätte dieses Spiels werden. Da könnte man ja hinterher in KA etwas gemeinsam mit den Typen aus Mühlheim an der Ruhr starten. Warten wir das mal ab.
Von so einem Abend erwartet man sich als Band und Besucher immer etwas besonderes. Ob dies immer so klappt ist dann fraglich. Gewohnt gut spielten Ferdich ab ihre Lieder, aber so richtig knallte es halt nicht. Dem durchschnittlichen Ferdich ab Fan war der Bottich und die Bühne wohl zu groß. Die meisten hielten sich schwer im Hintergrund, zwar textsicher aber an tanzen war kaum zu denken. So richtig Stimmung war leider nicht, dabei wäre genug dörfliches Ferdich ab Potential am Start gewesen, aber dann traut man sich halt nicht so ganz wenn man die Gegend nicht so kennt…..!

P1060307(1)P1060310(1)Anhang 3

Onkel Micha lässt hier ausrichten, dass er sich eigentlich wie Bolle auf Ferdich ab gefreut hatte und ob der Nichtstimmung unter der Anhängerschaft etwas enttäuscht war. Trotzdem feierte er für sich jedes Lied, es war ja auch nach 15 Jahren wieder das erste mal, dass er die Combo live erlebte.
Video auch dementsprechend nur halb gut – Bild etwas verpixelt, Ton 1A:

Ob die Gegend bekannt ist oder nicht juckte dann aber keinen mehr als Die Lokalmatadore die Bühne betraten. Kaum zu beschreiben was dann passierte. Ein Chor mit über 150 Mitgliedern (….Mädchen waren auch darunter….haha) stimmte Lieder über dickte Titten und andere Körperteile im Intimbereich an, die Band fungierte praktisch nur als Dirigent und ließ die Seiten umblättern. Eine wogende und gröhlende Masse schob sich im Bottich vor und zurück, T-Shirts wurden ausgezogen, Bier übereinander geschüttet und viel Körperkontakt gesucht. König Alkohol wurde in verschiendensten Formen und Härtegraden besungen und auch live genügend (hoffe nur) oral zu sich genommen.
Eine Band die aber auch praktisch nur Hits hat, muss man eben auch gebührend abfeiern. Mit dem Steigerlied gings los mit dem Spruch „Schicht ist“ endeten 1 1/2 Stunden gehobene Abendunterhaltung Marke Mühlheim an der Ruhr.

P1060319(1)P1060313(1)P1060321(1)

Und hier noch ein schönes „Vorher – Nachher“ Bild:

Anhang 1Anhang 2
Auch bezeichnend, dass der „Aufkleberkleber“ das Ding direkt auf die Klospülung gemacht hat.

Für euch im Smoking in der Oper war

MaD

Lecker Feine Sahne Fischfilet @Bottich Pforzheim

Geht doch nichts über ein gutes Menü am Samstag Abend. Im Pforzheimer Bottich bestand dies aus paDDELNoHNEkANU und eben Feine Sahne Fischfilet.
Die Vorspeise verpasste ich leider und kam erst zum Hauptgang. Ich war total gespannt auf „Feine Sahne Fischfilet“, die ich wirklich erst richtig wahrgenommen habe, seit sie im Bericht des Verfassungsschutzes vom McPomm (…kann eine Band mit solch lustigem Namen so gefährlich sein – gleich mal hören was die für Mucke machen…*g) auftauchten und so auf einmal auch medial mehr präsent waren.
Mittels Youtube hörte ich mich durch einige Lieder und war begeistert. Auch in meinem Umfeld kamen nun immer mehr Leute, die mit der Band aus Rostock etwas anfangen konnten.
Ska, Streetpunk, Punkrock, egal wie man es nennen mag. Die Musik von Feine Sahne Fischfilet macht Spaß, geht in die Beine, wird mit Herz und Verstand gespielt und bleibt einem einfach im Ohr. Für mich textlich der legitime Nachfolger von …but Alive.

Es ist immer wieder erstaunlich wie man mit einer einzigen Trompete es schafft eine ganze Meute zum tanzen zu bringen. Kaum blies „Köbi“ in diese, fing der Bottich an sich zu bewegen. Nicht selten endete dies in herzhaftem Pogo, „Monchi“ mittendrin. Sein Mikro musste er dann mit einigen sangeswilligen teilen, die sich textsicher fühlten.

Anhang 2Anhang 1

Feine Sahne Fischfilet bieten ein breites Repertoire aus Songs, die nicht nur laut und schnell sind, sondern auch mal leisere, nachdenkliche Töne anschlagen.
An diesem Abend im Bottich regierte aber eher der Spaß und spätestens bei „Komplett im Arsch“ tobte der Mob vor der Bühne und sicherlich wippte dann auch der letzte hinten in der Ecke mit dem kleinen Zeh.
„Mit dir“, „Riot in my heart“ und „Geschichten aus Jarmen“ waren für mich die absoluten Höhepunkte einer gelungenen Show.

Danke an die Crew von Subkultura Pforzheim, die immer alles gibt um solch tolle Bands auf die Bühne zu bringen. Lasst euch nicht unterkriegen!

MaD

P.S. Im Anschluss traten noch Heiter bis Wolkig mit einem Playbackprogramm auf. Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, für die Kölner wäre es an der Zeit ganz aufzuhören!

The Movement – live (Bottich Pforzheim 08.12.2012)

Ein Feiertag für alle Anhänger des Modpunk. The Movement zu Gast im Pforzheimer Club Bottich.
2010 formierte sich die dänische Band um Sänger und Gründer Lukas Scherfig neu und sie sind nach drei Jahren Pause endlich zurück.
Kein Bein blieb still stehen, als die dreiköpfige Band ihren coolen Endsiebzieger Punk-Sound so straight und direkt unters anwesende Volk brachte. Ein immer treibendes Schlagzeug legte zusammen mit diesem erdigen Bass am Samstag Abend im Bottich den Grundstein für den typische Sound von The Movement.

Kasper Rasmussen am Schlagzeug und Mr.Groove Chandu Chodavaraopu am Bass, dazu die die Stimme von Lukas Scherfig, welche man unter hundert anderen immer klar heraushören wird. 
Alle drei, wie immer, gut gekleidet wie sich dies für diese Szene gehört.Jeder Besucher machte den Eindruck, dass der Roller direkt vor dem Club steht und man gleich nach dem Konzert mit seinem Mädel auf dem Sozius losknattert.
Es herrschte eine beschwingte, fröhliche Atmosphäre, die mehr als die knapp 80 Besucher verdient gehabt hätte.

Bei Songs wie „Set me free“ und „I can hardly live without you“ fühlt man sich in die besten Jahre der 60er zurück versetzt. So lässig kommt dieser Sound daher und malt Bilder aus den Tagen als die Eltern der meisten Leser dieser Zeilen jung waren. 

Vom neuen Album „Fools like you“ wurden etliche Stücke gespielt. Ein Album solcher Qualität, hatte man sicherlich erhofft, aber vielleicht nicht erwartet. Jedes Stück kann einen noch so spärlich gefüllten Saal zum kochen bringen. Was im Bottich auch geschah.
Das großartige „Losing you“ lud herrlich zum mitsingen des Parts „I´m feel i´m losing you“ ein, was auch nach ein paar Bier noch prima bei allen funktionierte.
Trotz lässiger Stimmung, tanzbaren Hymnen und viel guter Laune kommt die Systemkritik bei The Movement nach wie vor nicht zu kurz. Spaß machen darf sie aber auch.

Und noch was zum nachdenken für alle: „Love – don´t wanna go there“.

Euer Mod-Mad

P1050698(1)

Pipes And Pints – Found And Lost (VÖ 05.11.2012)

Die Jahreszeit für Bands wie Pipes And Pints beginnt gerade erst. Es wird früh dunkel, regnerisch, neblig und die Jungs treffen sich vorm Spiel im Pub auf ein paar Bier bevor es zum Fußball geht.

Was vor dem Spiel noch leise im Hintergrund erklingt, wird nach dem erhofften Heimsieg der Soundtrack siegestrunkener Punkrocker.

„Found And Lost“ liefert den Soundtrack für einen Abend, den man so schnell nicht vergessen wird und von dem man nicht weiß wie er endet.

 

„She´s The One“ macht den Anfang mit einem schönen Dudelsackpart um dann im nächsten Augenblick zu explodieren. Spätestens jetzt weiß jeder wo er bei Pipes And Pints gelandet ist.

Trinkfeste und tanzwütige Jungs und Mädels prosten sich zu, entern Stühle und Tische und singen den Refrain von „One Connection“ aus vollem Herzen.

Singalong Parts gibt s mehr als genug auf dieser Platte, die beim hören Lust auf das Live-Erlebnis machen.

Plätschert ein Song wie „Found and Lost“ anfänglich etwas dahin, so wird spätestens beim Chorus klar, dass auch dieser Song in den Clubs einen mehrstimmigen Besucherchor zum Angriff auf die Mikros der Musiker bewegen wird.

Da heißt es dann für Vojta den Dudelsack in Sicherheit zu bringen, den er auf „Found and Lost“ ansonsten sehr gezielt zum Einsatz bringt. Pipes And Pints verstehen sich als Punkrock Band und so ist der Dudelsack wohl dosiert. „Found And Lost“ macht keine richtige Pause. Ob bei „Her Life And Thougths“, „Blackhearted Douts” oder “Fear Is Just A Feeling” um nur einige exemplarisch zu nennen, spätestens beim Refrain ist Action angesagt.

Rotziger mehrstimmiger Gesang, ein Gitarrenbrett, Singalong Parts ohne Ende, Dudelsack – wem dies gefällt, der ist bei Pipes And Pints richtig und erst recht live.

„Apropos live“: Am 23.11.2012 in Pforzheim im Bottich – seid dabei!

MaD

http://www.valve-magazine.net/reviews/36/4147-pipes-and-pints-found-and-lost-voe-5112012 

Ektomorf – Pforzheim, Bottich (21.10.2012)

“Don´t be shy, this is a metal show“! Mit diesen Worten erreichte Zoli genau was er wollte. Die kleine aber feine Meute im Pforzheimer Club Bottich legte ab dem dritten Song los, alle kamen direkt vor die Bühne und die Metalshow von Ektomorf begann.

 

Überraschend wie viele Leute auch beim neuen Material von Ektomorf absolut textsicher waren. „Black Flag“ erwies sich als absoluter Killer. Haare und Fäuste flogen durch die Luft und die ersten Körper durch den Raum.

Jetzt wurde gemosht und jeder Song den Ektomorf rausfeuerten gefeiert. So schnell hatte es selten eine Band geschafft Stimmung in einen Laden zu bekommen, der eher mäßig gefüllt war. Aber direkt an der Bühne war davon nichts zu merken, da ging es derb ab. Es war jetzt ein Gefecht bei dem beide Seiten scharf schossen. Die Energie aus dem Moshpit nahmen Ektomorf auf und feuerten sie in Form fetter Riffs und groovigen Bässen wieder zurück.

Zoli klatschte Hände ab und erfreute sich an diesem Publikum, welches aus dem Nichts einen bis dato (3 Vorbands – nur so war das Gesamtpaket erhältlich!!!) lahmen Abend, ins Gegenteil verkehrte. Ektomorf hatten sichtlich Spaß, ließen es sich aber auch nicht nehmen zu erwähnen, dass sie damit nicht unbedingt gerechnet hätten.

P1050426(1)

Ektomorf haben ihre ganz große Zeit sicherlich hinter sich. Nach einigen Umbesetzungen in der Band ist Zoli nun eigentlich die Band. Live sind sie aber immer noch eine Bank, da sie mit Songs wie „Outcast“, „Last Fight“, das oben erwähnte „Black Flag“ oder „I Know Them“ absolute Metalperlen im Gepäck haben. Wer Sepultura und Soulfly mag, liegt auch 2012 bei Ektomorf genau richtig. Eine tolle Show von Ektomorf und dies hautnah.


P1050427(1)P1050432(1)

Für euch im Bottich war
OnkelMad

7 Jahre Subkultura – Oi, Oi, Oi

Gut Ding will manchmal Weile haben. So fingen Subkultura auch nicht mit Konzerten von Bands wie Dritte Wahl, Napalm Death oder UK Subs an, sondern ein paar Nummern kleiner. Geduld und sicherlich viel Arbeit ist es aber zu verdanken, dass nach
 7 Jahren eben solche Bands nun unter der Flagge von Subkultura in Pforzheim Konzerte geben und mit dem Bottich eine lange brach liegende Location reaktiviert wurde.

Danke dafür kann man nicht genug sagen!

Zum Jubiläum kam niemand geringeres als Pöbel&Gesocks, also war Assi Party fast Pflicht und so wurde es schließlich auch.
Mit Bildern wird man dieser Band eh nicht gerecht, deshalb hier ein Video um die Stimmung etwas besser einzufangen:

Unterstützt weiterhin unseren lokalen Veranstalter Nummer Eins – Subkultura!!! Geht zu Konzerten, fragt vlt. auch mal ob ihr was helfen könnt und plündert ordentlich die Bar!

Tickets und mehr Infos gibts hier:

http://subkultura-pforzheim.de/

Auf die nächsten Konzerte freut sich schon euer
OnkelMad

Punkrock Championsleague in Pforzheim

Am selben Abend wie sich die Münchner Bayern gegen den FC Basel mit 7:0 ins diesjährige Championsleague Viertelfinale bolzten war in Pforzheim die Creme de la Creme des Punkrock zu Gast.
Über UK Subs und TV Smith muss man Punkrockfans nicht viel erzählen. Über viele Dekaden prägten sie einen ganzen Musikstil mit.
Was man auch am Publikum ablesen konnte. Da haben viele schon die Enkelkinder übers Wochenende zum Topf schlagen im Haus gehabt. Bei einigen werden die eigenen Kinder den Kopf geschüttelt haben als Papa und Mama (…ok, es waren wohl mehr Daddys am Start…) ihnen offenbarten, dass sie an diesem Abend zum Punkrock ins Haus der Jugend pilgern werden. Eine Huldigung an ihre Jugend und sicherlich eine sehr gute Zeit.

Mehr als eine Art Vorband waren natürlich The Lennons. Oftmals wird man ihnen vielleicht nicht ganz gerecht, da sie eine hiesige Band sind. Wenn mich aber nicht alles täuscht, sind The Lennons die Punkband in Deutschland, welche die meisten Jahre zusammen auf dem Buckel hat ohne Unterbrechung.  31 Jahre Punkrock, ebenfalls aller Ehren wert!!!

Lennons eröffneten  mit einem knackigen 30minütigen Set. mehr war heute nicht drin, dazu war der Sound auch nicht wirklich deluxe. Dies war den Leuten aber egal, es wurde schon fleissig mitgesungen und jeder Hit wurde bejubelt.

TV Smith, als Sänger der selbsgegründeten Band The Adverts bekannt geworden, nahm sich seine Gitarre und zog Jung und Alt in seinen Bann. Der 1956 geborene Brite ist mittlerweile Solo mit seiner Klampfe unterwegs, passt aber trotzdem nicht in das gängige Singer/Songwriter Klischee. Da ist so viel Power, so viel Protest, so viel Energie, so viel Wille, so viel Botschaft, so viel Trotz und kein bißchen leise.
Er besingt eine bessere, eine gerechtere Welt. Eine Welt die uns alle zufriedener machen würde. Dies tut er mal anklagend an das Establishment, mal mutmachend für uns alle. Dabei versprüht er Lebensfreude und Spaß.

Sein einziger „Hit“ (…dies sagte er selbst…) – Gary Gilmore´s Eyes, kam zum richtigen zeitpunkt. Die Stimmung war eh schon sagenhaft und wurde durch dieses Lied noch getopt. Ein super Abend mit ihm.
Hat er eigentlich „Immortal Rich“ gespielt? Ich weiss es schon nicht mehr. Wer kann helfen?

UK Subs krachten dann los wie die Feuerwehr und die vielen grauen Haare im Publikum wackelten heftig. Super wie die Leute die meisten Songs mitsangen und sichtlich Spaß hatten. Pogo war nun auch angesagt und alle drängten sich schön vorne an der Bühne.
Außer dem Sänger ist niemand mehr aus den Anfangsjahren der Band am Start, aber so ist das eben bei vielen in die Jahre gekommenen Gruppen.
Die Lieder sind ja noch dieselben und die Stimme auch und so lauschten wir alle eine Legende am Mikro. Nach einer Stunde und paar Zugaben später gingen alle zufrieden nach Haus eund ganz ehrlich, es war zigmal geiler als ein langweiliges 7:0 der Bayern auf der Couch.

Der Abend in Bildern und Videos:

The Lennons:

P1030688(1)P1030691(1)

TV Smith:

P1030693(1)P1030696(1)

UK Subs:

P1030708(1)P1030715(1)P1030724(1)

Video dazu muss leider noch gebastelt werden.

Für euch bei der Championsleague des Punkrock war
OnkelMad

…und jetzt gehts zu 7 Jahre Subkultura in den Bottich – bis gleich!

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑