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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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markus kauczinski

KSC – FSV Frankfurt oder Seepferdchen im Wildpark

Bei strömendem Regen war der FSV Frankfurt am 19.12.2014 zu Gast im Wildpark. Die 57 Gästefans und unsere beiden Jungs auf dem Zaun machten an diesem Abend ihr Seepferdchen. Mindestens bis auf die Knochen waren alle nass.
In der A-Kurve verloren sich noch eine handvoll Leute im Regen, im A1 und A4 drängten man unters Dach.
Die Party zum Jahresabschluss nahm auf dem Rasen ihren Lauf. So überlegen wie der KSC den FSV herspielte, das war schon eine Demonstration. Wir spielten wunderbar Fußball und die Abschlussquote stimmte auch.
Rouwen Hennings nagelte den Ball per Fernschuß zum 1:0 ins gegnerische Tor und Reinhold Yabo erhöhte wenig später auf 2:0.
In unserem Block nahm die Party auch Fahrt auf. Solch eine Feierstimmung war schon lange nicht mehr. Ausgelassen tobte alles durch die Gegend, es wurde laut supportet und überall strahlten die Gesichter. Manchen merkte man auch schon an, dass an diesem Abend noch steil gegangen werden sollte. Schließlich gabs im Fanprojekt noch eine Jahresabschlussparty, andere gingen auch noch auf Kneipentour durch die Stadt.
Vielleicht waren die ChiKAs neben mir gar nicht betrunken, vielleicht waren sie ja Manuel Neuer?!
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Hennings klaute dem Frankfurter Torwart Klandt kurz nach der Pause elegant den Ball und schob lässig zum 3:0 ein. Solch ein Tor sieht man auch nicht alle Tage und die Feierei steuerte unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegen.
Nazarov per Elfmeter zum 4:0 und nun stimmte der Wildpark tausendfach in unser „Europapokal-Lied“ ein. In mehreren Intervallen und mit immenser Laustärke wurde mit diesem Lied unsere Mannschaft für ein tolles Fußballjahr 2014 gefeiert.
Sie fingen sich noch das 4:1, was einige erst nach dem Abpfiff mitbekamen, so vertieft war man im Singen dieses sensationellen Liedes.
Alle die damals schon dabei waren hatten bestimmt wieder die Bilder dieser Schlachten vor Augen. Mir ging es jedenfalls so.
Der KSC ließ sich nicht lumpen. Erst taten die Spieler so als ob sie nur kurz zum winken kommen würden, erste ungläubige Pfiffe ertönten schon. Dann drehten sie um und machten kollektiv den „Diver“ um danach mit der Gegengerade zu feiern!
Im Clubhaus angekommen traute ich meinen Ohren nicht. Siegestrunken und glücklich sangen alle „Oh wie ist das schön“. Ja, so etwas hat man auch im Clubhaus des KSC „lange nicht gesehen“.

Danke an unsere Mannschaft für ein (fast) perfektes Fußballjahr 2014!

MaD

Ich wollte nur kurz Danke sagen…..(KSC-Düsseldorf 2:2, 04.05.2014)

Danke KSC für diese sorgenfreie Saison. Für Platz 5 und die kleine Hoffnung aufzusteigen, die bis kurz vor Schluß klammheimlich immer am Leben blieb. Danke vor allem für eine Mannschaft die Fußball spielen kann. Die Spaß und Freude vermittelt, die Teamgeist hat und die kämpft. Ihr macht unseren Farben alle Ehre – Danke!
Danke an das Team an der Seitenlinie für diesen Kader, die Spielweise, die Entwicklung dieser Mannschaft und die realistische Einschätzung der eigenen Stärke. KSC 2014 macht richtig Spaß und setzte der überragenden Saison in Liga 3 die Krone auf. Eigentlich dachte ich, das diese nicht zu toppen wäre, aber wer nach dem Aufstieg sofort Platz 5 erreicht, der hat sich noch mal gesteigert.

Danke für viele Nächte in denen ich ruhig schlafen konnte ohne Angst um meinen verein haben zu müssen. Danke für mehr Konzentration bei der täglichen Arbeit und einer enormen Verbesserung meiner Lebensqualität durch eure Leistung!

Danke dass ihr wirklich eine Mannschaft seid, ein Team. Beim Torjubel zum 1:1 hatte ich Gänsehaut als ihr das Trikot von Orle in euren Händen gehalten habt. Ihr stärkt eurem Kapitän in dieser schwierigen Zeit den Rücken, so soll es sein.
Gute Besserung und viel Kraft Dirk“Orle“Orlishausen – komm gesund auf den Platz zurück!

Mehr Zuschauer hättet ihr wirklich verdient gehabt, denn ihr habt immer abgeliefert. Nächste Saison werden sie kommen, die meisten haben dem „Braten“ nicht ganz getraut nach den vielen Rückschlägen.

Zum letzten Heimspiel kamen aber viele Zuschauer, dies lag natürlich an der tollen leistung des KSC, aber auch am attraktiven Gegner. Fortuna Düsseldorf war gekommen um mit uns ein Fußballfest zu feiern. Dieses Spiel hatte alles was das Fußballherz begehrt. Choreo und Pyro auf den Rängen, leidenschaftlicher Fußball mit vielen Toren auf dem Rasen. Dazu Partystimmung im weiten Rund. Ein freidliches Fest von knapp 22.000 Zuschauern.

Das Spiel wogte hin und her. Beide Mannschaften hatten mehrfach die Chance zum Sieg. Zugegeben, unser Gast hatte in Halbzeit 2 davon einige sog. „todsichere“, aber machte diese eben nicht. Rouwen Hennings schoß per Elfmeter und seinem zweiten Tor des Tages den verdienten 2:2 Ausgleich. Danach dominierte der KSC und war nah dran am Sieg.

Beim Abpfiff tosender Applaus im weiten Rund. Applaus für dieses Spiel und für eine ganze Saison. Vielleicht auch für zwei überragende Spielzeiten hintereinander.
Unsere Spieler und das ganze Team mit Trainern und Manager lief eine schöne Ehrenrunde und den Leuten machte es viel Freude ihnen zu zeigen wie sehr sie die Leistung schätzen.

Danke KSC für die Spielzeit 2013/2014!

MaD

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SV Darmstadt 98 – KSC 0:1 oder dreckige Siege sind die schönsten

Das gute alte Böllenfalltor. Die einen mögen es eine Bruchbude nennen, für mich hat es Charme. Diesen „alten Charme“ den nur ein Stadion wie unseres oder eben jenes der Lilien versprüht. Das muss man nicht mögen, aber ich mag es. Die alten Schlachten, die hier über Jahrzehnte in und auch um das Stadion geschlagen wurden sind praktisch allgegenwärtig. Doch zu rosa will ich die Vergangenheit auch nicht malen und wenn man über die Jahre am Stadion immer mal wieder was gemacht hätte wäre es auch nicht schlecht gewesen. In Darmstadt wird man wahrscheinlich auch irgendwann vor der Entscheidung stehen ob man die Hütte abreißt oder doch noch saniert. Wieder eine Parallele zu unserem Wildparkstadion.

Über 10.000 Zuschauer waren an diesem Sonntag Nachmittag gekommen. Fast die Hälfte drückten dem KSC die Daumen. Über zwei Stunden in der prallen Sonne zu stehen tut aber keinem gut und so plätscherte der Support auf KSC Seite vor allem gegen Ende des Spiels auch nur müde demselben entgegen. Trotz vieler Auswärtsfahrer beteiligen sich bei eher mageren Spielen wie diesen eben nur die üblichen Verdächtigen am Support. Darmstadt hatte auf der Haupttribühne zwei Gruppen am Start. Links von mir der oldschool Mob, rechts die jüngeren Ultras. Wenn sie es mal schafften ihre Gesänge aufeinander abzustimmen war es richtig fett laut. Die Lielen sollten sich trotzdem mal überlegen ob sie nicht besser irgendwie zusammen stehen sollten. Vor allem jetzt wo sie doch wieder ein Stück weit der Regionalliga näher gekommen sind.

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89 Minuten plätscherte eine niveauarme Begegenung so dahin. Es gab kaum Chancen, dafür unzähliche Ballverluste, zähe Zweikämpfe und rustikale Abwehraktionen. Dann dribbelte sich Hakan Richtung 16er und wurde gefoult. Ein strammer Schuß in die Torwartecke aus gut 20 Metern ließ den sonnenüberfluteten Auswärtsblock explodieren. Hakan rannte mit über dem Kopf schwenkendem Trikot über das ganze Feld der Kurve entgegen. Die Mannschaft lag sich in den Armen, hier würde nichts mehr schief gehen. Der ersehnte 3er war eingefahren, das Tor zum Aufstieg weit offen.

Auf der Haupttribühne freuten wir uns eher still. Die Einheimischen hatten uns beim Torjubel anlässlich des nicht anerkannten Abseitstreffers Minuten zuvor schon fast gefressen.

Kurz darauf war Schluß und unsere Mannschaft ließ sich zurecht lange von der Auswärtskurve feiern. Noch 1 Punkt muss her, dann ist diese lange Saison endlich erfolgreich mit dem Aufstieg in die 2.Bundesliga beendet. Gegen Hansa Rostock zu Hause wollen wir es also machen. Ausgerechnet gegen die Kogge. Wieder mal stehen uns die Hansestädter gegenüber wenn es darum geht die Spielklasse zu wechseln. Vor ausverkauftem Haus bin ich da aber guter Dinge! Habe (fahrlässigerweise?) eh schon Glückwünsche entgegengenommen.

Am Ende gab die KSC-Legende Dirk Schuster neben unserem Trainer Markus Kauczinski ein Fernsehinterview. Irgendwie wurden da auch wieder Erinnerungen wach…..!

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MaD

Öffentliche Demütigung erster Klasse anno 2012

Als Demütigung bezeichnet man eine Handlung, welche den Anderen in seiner Würde verletzt.  Eine beschämende oder verächtliche Behandlung, oft auch öffentlich.

Ohne nun schaurige Geschichten aus dem Mittelalter aufzuwärmen, wo man Menschen auf Marktplätzen öffentlich zur Schau stellte, kann man doch ohne weiteres sagen, dass wir als KSC Fans gestern öffentlich gedemütigt wurden.

Öffentlich schon alleine deshalb, weil knapp 20.000 Besucher ins Neckarstadion kamen um das Drittligaspiel zwischen den Amateuren (sind sie ja eigentlich gar nicht) des VFB Stuttgart und der ersten Mannschaft des Karlsruher SC zu sehen.

Diese Konstellation alleine zeigt, dass hier viel Spielraum für eine Demütigung war, wenn man als KSC dieses Spiel verliert.
Es ging natürlich verloren und dies auf eine Art und Weise, welche uns echt beschämt.

Wir wurden nicht von einer heißen Truppe des VFB gedemütigt, die um jeden Meter Boden kämpfte, schnell nach vorne spielte und wirklich guten Fußball bot.
Uns, die wir mit viel Hoffnung in den Talkessel gefahren waren, demütigte unsere eigene Mannschaft.

Diese lustlose, langsame und überaus unfähige Truppe gab 4.000 Fans des Karlsruher Sportclub öffentlich der Lächerlichkeit preis.

Nicht nur, dass die Sache nach 3 Minuten eigentlich schon gelaufen war, sondern auch die Tatsache dass wir es in Halbzeit zwei nicht schafften drei hundertprozentige Chancen zu verwerten und vielleicht mit Glück noch einen Punkt mitzunehmen, ist depremierend.

Da machen wir denen auch noch den „Gomez“ und schießen den Ball aus 2m Entfernung 10m übers Tor. Unfassbar!

Das Tor zum 2:0 offenbarte die ganze Dummheit unserer Mannschaft. Da wird aus einer Standardsituation vor dem Stuttgarter Strafraum für uns ein Gegentreffer. Dabei lassen wir den Torschützen übers ganze Feld laufen und mit Ankündigung den Ball im langen Eck versenken. Und unser Torwart hält einfach gar nichts – saisonübergreifend zuverlässig.

Ich bleibe dabei, dass „Geduld und Spucke“ weiterhin gefragt sind und wir jetzt nicht alles in Frage stellen dürfen, ABER dieser Samstag Nachmittag hat bei mir einiges verändert was die Einstellung zu dieser Mannschaft und die Lust auf Fußball in Blau-Weiß betrifft.
Zu viel wurde uns allen in den letzten Jahren zugemutet. Zu viele unfähige Funktionäre, zu viele leidenschafts- und einfallslose, dafür aber arrogante hauptamtlich Beschäftigte bei unserem Verein, zu viele schlechte Spieler, zu viele sportliche Mißerfolge, zu viele Abstiege, zu viele Stadiondebatten ohne Ergebnis, zu viele Spiele ohne Alkoholausschank, zu viele……!!!

War Kauczinski, Kreuzer und Co. nicht klar, was da gestern auf dem Spiel stand? War diese Mannschaft nicht richtig eingestellt oder wie ist es zu erklären, dass man sich so hat vorführen lassen wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz?
Fehlte nur noch, dass sie sich auch noch mit altem Obst und Gemüse bewerfen lassen beim nächsten Mal.

Da bietet man auf den Rängen alles auf was möglich ist, liefert sich mit einem vollbesetzten Block der Heimmanschaft vor dem Spiel ein nettes oldschool Gesangsduell und wird dann schmählich im Stich gelassen.

Das einzig Positive ist, dass wir für die Schwaben immer noch der Derbygegner Nummer 1 sind. Egal in welcher Liga wir spielen. Die boten auch alles auf, machten Stimmung als gäbe es dieses Jahr keine Bundesligasaison und feierten den Sieg wie eine Meisterschaft.

Ich freue mich auf das „Geisterspiel“ am Mittwoch gegen Osnabrück, dann muss ich unsere Mannschaft nicht sehen und kann mit Gleichgesinnten auf dem Adenauerring einen schönen Abend verbringen.

Für euch ließ sich öffentlich demütigen
OnkelMad

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Dem Christian Timm sein rechter Fuß

Christian Timm ist ja so etwas wie das personifizierte Verletzungsproblem. Sein letztes gutes Spiel machte er anno Erste Liga auf Schalke für uns, seitdem war er mehr oder weniger soweit von der Startaufstellung des KSC weg wie ich.

Als er aber am gestrigen Sonntag plötzlich da war, spielte und dann wie die Feuerwehr im Laufduell mit einem Unioner auf deren Tor zu lief, traute ich meinen Augen nicht. Wer ist das? Der Timm kam es von allen Seiten.
Hat der einen rechten Fuß schoß es mir durch den Kopf, mittlerweile in Unwissenheit darüber welches sein stärkerer wohl sei.
Als er aber mit diesem ausholte und den Ball sowas von trocken oben ins kurze Eck pflogte, wurde mir wieder klar, dass dem Christian Timm sein rechter Fuß kein schlechter war bzw. ist.

Da leck doch die Katz am Buckel. Kommt da Markus Kauczinski, zaubert den Timm aus dem Lazarett und der legt den Unionern so ein Ding rein. Wohlgemerkt es war der 1.April, hätte ich dies nur erzählt bekommen, ich hätte es wahrscheinlich für einen Scherz gehalten.

Die Köpenicker hatten nach 30 Sekunden ürbigens schon den Ball an den Pfosten gebolzt und sollten in Halbzeit zwei noch mal knapp an Verteidiger und Pfosten scheitern. Das Glück war uns heute hold und eine gut kämpfende Elf in meinen Farben hatte es sich auch verdient.

Keiner fiel so richtig ab, sie rannten und versuchten es, vieles ging schief aber wir sind eben auch unter den letzten drei der Liga und nicht unter den ersten.
Lavric kam dann für Timm und vollendete dessen Werk zum 2:0 Endstand.

Erleichterung pur, denn nun ist der Relegationsplatz aus eigener Kraft machbar, über mehr mag ich nicht nachdenken. Zu oft hat mich die Mannschaft nach einigermaßen passablen Leistungen wieder enttäuscht. Der 16.Platz ist aber Pflicht und dann können wir gemeinsam in Chemnitz, Aalen oder Heidenheim ums Überleben des KSC kämpfen.

Schöner Support heute mit einigen älteren Liedern, meist sehr laut. Selbst unser alter Capo neben mir im Block, sang die ganze Zeit vor sich hin und hatte sogar mal Gänsehaut „…..scheißegal was passiert, scheißegal was passiert auf der Achterbahn“!

Block der Unioner sehr schön beflaggt und nach der Pause stellten sich alle hinter die Szene Köpenick Fahne. Konnte man gut anschauen.

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Für euch im Wildpark war
OnkelMad

Tschüss Jörn – Tach Markus

Und wieder war es mal soweit im Wildpark. Eine Pressekonferenz wurde gestern für 13 Uhr angesetzt. Dort wurde dann verkündet was schon jeder wusste, als die Mitteilung über die Pressekonferenz durchs Netz strömte und im Radio verkündet wurde.
Markus Kauczinski beerbt den glücklosen Jörn Andersen auf der Trainerbank des Karlsruher SC.

Noch sieben Spiele stehen an und der 14.Trainer in 14 Jahren, der 4. in der Amtszeit des CDU-OB Kandidaten Ingo W., soll es nun richten. Warum gerade er?

Sicherlich nicht weil er dem Verein schon viele Jahre angehört, die Mannschaft kennt, als Trainer der 2.Mannschaft eine sehr gute Arbeit gemacht hat, endlich im Besitz der Trainerlizenz des DFB ist und als ständige Interimslösung der letzten Jahre überzeugte.
Markus Kauczinski ist einfach die kostengünstigste Lösung für die letzte Zuckung einer planlosen Vereinsführung und eines Clubs der am Ende ist.

Kauczinski ist ein Guter und ich gönne ihm jeden Punkt und jeden Sieg und vielleicht schafft er auch das Wunder und hält mit dieser unsäglichen Truppe über die Relegation doch noch die Klasse. Ihm und uns allen wäre es zu wünschen.
Es ist seine erste richtige Trainerstation im Profifußball und dann gleich ein Himmelfahrtskommando. Er hat Ideen, jetzt sicherlich auch viel gelernt beim Trainerlehrgang und ist heiß – prima!

Sein Vertrag gilt auch bei Abstieg weiter und für diesen Fall vertraut man ihm in Sachen Neuaufbau. Tolle Sache und aller Ehren wert. Die ganze Sache hat nur einen Haken.
Das mit dem Neuaufbau in einer 3.Liga ist gar nicht so einfach. Die Beispiele Bielefeld und Oberhausen sprechen da eine klare Sprache. Sie dümpel im unteren Mittelfeld bzw. der Abstiegszone rum und haben auch schon beide den Trainer gewechselt. Es läuft alles andere als rund. Und wir haben eben auch keine Kohle, außer Pilarsky öffnet die Schatulle.

Ambitionierte und gestandene 3.Liga Mannschaften werden auch uns nächste Saison das Leben schwer machen, wenn es zum schlimmsten aller Fälle, dem Abstieg kommen sollte.
Der Neuaufbau, den Markus Kauczinski dann angehen soll, wird alles andere als ein Selbstläufer werden. Für ihn kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen im Verein (und auch wir Fans) ihm dann auch die Zeit geben und nicht (wieder) auf den schnellen Erfolg aus sind und ihn feuern. Dann nämlich hätte er gestern mit seiner Unterschrift praktisch auch schon seinen Abschied vom KSC unterschrieben.

Nun ist dies aber hier und heute nicht unsere größte Sorge, denn noch kann der Abstieg vermieden werden. Kauczinski ist da ganz optimistisch und meinte sinngemäß lt. BNN, dass eigentlich mit dieser Mannschaft jede andere der 2.Liga schlagbar sein müsste.
Puh – durchatmen, so etwas liegt mir schwer im Magen wenn ich mir die letzten Auftritte dieser Trottel anschaue die unser Trikot da spazieren tragen.
Aber klar, wenn er recht hat und wir das Ding noch wuppen, bin ich der glücklichste Mensch der Welt.
Kauczinski hat ganz viel Bonus bei mir, denn er kann für die jetzige Situation gar nix und muss nun damit umgehen.

Die Planlosigkeit und naive Zusammenstellung dieser Mannschaft haben andere zu verantworten. Die verlorenen Trainermonate unter Rapolder ebenso und dass man Rainer Scharinger mit einer nicht Zweitligatauglichen Defensive in die Saison starten ließ auch.
Dies wurde mittlerweile behoben. Alle in der Winterpause geholten Leute können was und wenn sie schon zu Beginn der Runde da gewesen wären, stünden wir nicht so schlecht da. (Dafür geht nun ab der Doppelsechs nach vorne gar nichts mehr).
Vor Rundenbeginn wollte man dieses Geld aber nicht ausgeben, auch Olivier Occean wollte man nicht für eine überschaubare Ablösesumme holen. Der Kader durfte nichts kosten. Dieses damals nicht ausgegebene Geld kann uns sehr teuer zu stehen kommen.
Scharinger war damals schon nicht ganz so euphorisch was das Leistungsvermögen der Mannschaft angeht, aber dies wollte niemand hören.
Die ersten 4 Pflichtspiele streuten alle Sand in die Augen und ab dann ging es bergab.

Jörn Andersen übernahm, gab alles und war mit Feuereifer dabei. Wer viel macht, macht auch Fehler. Die passierten ihm auch in Sachen Aufstellung, Auswechslungen oder mediale Darstellung. Alles bums, er hat es versucht, kam sympathisch rüber und scheiterte letztlich an den Umständen. Schade eigentlich, er wäre glaub kein schlechter Mann gewesen um eine Mannschaft längerfristig zu formen. Dazu ist und war in den letzten Jahren beim KSC aber keine Zeit.

Alles erdenklich Gute für dich Jörn, mal sehen wann ich deinen Namen mit Markus ersetzen muss…..!

Zum jetzigen Zeitpunkt wünsche und hoffe ich, dass ich Anfang Mai in einem Bus nach Karl-Marx Stadt, Burghausen, Heidenheim oder Regensburg sitze und wir den Relegationsplatz noch erreicht haben. Mehr ist wohl nicht mehr drin, auch wenn unser neuer Trainer da optimistischer ist als ich.

Mach den Spielern Beine Markus und rock das Ding für uns!!!

OnkelMad

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