Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Killing in the name of…….Yen (Exil, 22.03.2014)

Wieder einmal waren Yen zu Gast im Cafe Exil in Pforzheim. Als ihre 2.musikalische Heimat kann man das Exil mittlerweile bezeichnen. Yen haben sich hier schon eine gute Fanbasis erspielt und sind immer willkommen.
Warum? Die Antwort dazu gab die Band auf der Bühne.
Ein ruhiges Accoustic Set zu Beginn mit tollen Interpretationen ihrer Songs, die man sonst nur rockig kennt. Dazu auch neue Lieder und zwar auf Deutsch.
„Kannst du es auch sehn“ und „Wo willst du hin“ waren zwei dieser neuen Lieder, die richtig viel Applaus erhielten. Texte mit Tiefgang, wie man so schön sagt und ein gewohnt gelungener gefühlvoller Vortrag von Yen, ließen diese Lieder gleich zu einem Höhepunkt des Abends werden.
Lebt „Matchstick Men“ auch eher mal von einer Rockgitarre, so war es auch mal nett diesen Song eher leise zu hören. Schön zu sehen wie die Rhymtmussektion der Band diesen und auch den anderen Songs im Accoustic-Set doch auch den nötigen Groove verpassen konnte.
Mit „Lift me up“ endete der ruhige Teil des Abends. Es wurde nun die Gitarre enger geschnallt und die Drumsticks angespitzt.
P1070246(1)P1070249(1)
„Hello I´m here“ war ein gelungener Auftakt um allen Besuchern zu zeigen, dass es jetzt los geht. Yen gab, trotz Erkältung, alles und holte erstaunliches aus ihrer angeschlagenen Stimme heraus. Immer mal wieder an der heißen Zitrone nippend zwischendurch, war es ihr während den Songs nicht anzumerken, dass sie nicht ganz fit war.
Auf der Welt läuft einiges nicht rund, was die Band mit dem Song „World is going wrong“ eindrucksvoll thematisiert umd dann aber auch gleich eine Liebeserklärung an die Liebe zu machen mit „Love keeps me alive“.
Bei „Stronger“ und „Can´t control“ gab Yen noch mal alles umd dann bei „We are one“ die ca. 60 Besucher im Exil noch mal zum mitsingen und mitklatschen zu animieren. „Seid ihr bei uns“ war die Frage und ja die Leute waren bei Ihnen (wenn auch nach Anlaufschwierigkeiten, aber typisch Exil eben).
P1070258(1)P1070259(1)
Ohne Zugabe kamen Yen nicht davon und mit „Nur du“ folgte ein weiteres Lied auf Deutsch, welches auch prima beim Publikum ankam. Es gibt so viel auszudrücken und zu sagen und manchmal kann man dies dann doch am besten in der Sprache in der man träumt und flucht.
Dieser Basslauf kam mir gleich bekannt vor und tatsächlich es war „Killing in the name of“ von Rage against the machine. Interpretiert von Yen auf ihre Art Musik zu spielen und so was von gut. Gänsehaut pur, als Yen und die Anwesenden gemeinsam den Refrain brüllten. Yen zeigten ihre Wut und auch ihr Gefühl mit der Vortragsweise dieses Songs. Er passt zu ihnen.

„Tonight“ und als Rausschmeisser „Plastic moon“ beendeten den Abend. 27 Songs und zwei Stunden später waren alle zufrieden und werden sich in dieser Besetzung auch in 2015 wieder im Exil treffen, da bin ich mir sicher.

MaD

Setlist:
Noone to hold on to
Real world
Since you´ve been gone
Kannst du es auch sehn
Wo willst du hin
Matchstick Men
Addicted
Sofa so good
Got no love
Deep space night
Lift me up

Hello I´m here
World is going wrong
Love keeps me alive
Sell your soul
Emotion D
The one I need
Nobody loves you (like I do)
Stronger
Black Waterfalls
Can´t control
Fear
We are one

Nur du
Killing in the name of
Tonight
Plastic moon

Rockstüble – Over And Out

Nach 25 Jahren schloss das Rockstüble in Pforzheim zum letzten Mal die Türen auf und vor allem zu. Eine Institution der Subkultur weniger in Pforzheim. Ein kleiner Raum, integriert in das Haus der Jugend, war viele Jahre lang ein Treffpunkt für alle Metalfans der Region. Ob bei Thekenabend zu Konservenmusik, irgendwelchen Parties oder bei Konzerten, es war immer laut und heftig. Zu Zeiten als Nutella noch viele Leute zu seinen DJ-Abenden lockte oder Frank versuchte Wave und Gothic am Donnerstag Abend dem Volk näher zu bringen, da ging auch noch richtig etwas im Rockstüble.
Dann gab es immer wieder Höhen und Tiefen, sehr gut besuchte Konzerte wie z.B. zum 15jährigen Jubiläum (Ektomorf, Betzefer), aber auch Abende an denen so gut wie nichts los war.
In den letzten Jahren fand das Rockstüble kaum noch statt. Zu selten Konzerte, öffentlich fast ohne Präsenz. Selbst als Napalm Death 2012 im Haus der Jugend spielte war nicht das Rockstüble der Veranstalter. Es war am Ende ein schleichender Tod, eigentlich schade, denn dieser Raum hat alles was man braucht für unvergessliche Musikabende.
Ein solcher sollte dieser Freitag dann auch werden, denn die drei zum Abschied geladenen Bands, konnten alle auf ihre Art und Weise überzeugen.

Rockatary aus Pforzheim machten den Anfang. 4 Jungs, die einfach gerne Musik machen, das merkt man ihnen sofort an. Sie sind nett, beherrschen ihre Instrumente gut, immer höflich zum Publikum und mit hübschen Mädels am Bühnenrand die jede Textzeile mitsangen. Rockmusik ohne große Schnörkel, mit eingängigen Melodien, Parts zum Klatschen und Mitsingen. Wer jetzt denkt, dies muss ja furchtbat langweilig gewesen sein der irrt gewaltig. Rockatary überzeugten mit ihrer Art Rockmusik zu spielen voll und ganz. Unermüdlich wurde das Publikum mit einbezogen, es wurde gelacht, die Darbietung als Ganzes machte einfach Spaß. Der Applaus am Ende war ihnen sicher und sie hatten ihn auch redlich verdient. Musik um mit dem Bier in der Hand, etwas mit dem Kopf nickend zuzuhören und zu wissen, das man hier richtig ist.

P1070211(1)

Die nächste Band, kam ebenfalls aus Pforzheim. Fuck Mainstream get Refleshed ist auf ihrer Facebook Seite zu lesen und Refleshed sind wirklich alles andere als Mainstream und vor allem ihr Frontmann brachte des öfteren wieder eindeutig zum Ausdruck was er von allem hält was auch nur im entferntesten nach Mainstream aussieht. Lou war vom ersten Riff weg on fire und fetzte durch den kleinen voll besetzten Raum und schrie in sein Mikro als gäbe es kein Morgen.

P1070215(1)Refleshed

Dazu die schnellen donnernden Riffs von Bötti und Oli, es war ein Soundgewitter, untermalt von einem ständig antreibenden Schlagzeug und dem wummernden Bass von Tina. Man hatte das Gefühl, das Dirk den Jungs an den Gitarren immer im Nacken sitzt und sie versuchen ihm zu entkommen und so noch schneller spielen. In der Zwischenzeit schrie sich Lou alles von der Seele was ihn bedrückt und bewegt und dies ist so einiges. Auch das sterben der Subkultur ist für ihn ein großes Thema, wie er in mehreren Songpausen die Zuhörer wissen ließ. Refleshed waren am Ende alle!

P1070225(1)P1070217(1)

Mit May The Silence Fail hatte die Rockstüble Crew eine mehr als würdige Band geladen um in Sachen Konzerte den endgültigen Abschluss zu begehen. Was eine Wucht, was eine Energie uns hier entgegenschlug. Wie eine Wand stand der Sound von May The Silence Fail im Rockstüble und diese Wand bewegte sich mit jedem Lied immer weiter auf die Meute zu um sie an die Theke zu pressen und mit offenem Mund zurück zu lassen. Staunend über das eben erlebte Konzert. Wer In Flames kennt und mag, wird May The Silence Fail lieben. Nicht zu letzt bzw. gerade wegen Sarina und Janina, den beiden Frontfrauen, die abwechselnd shouten und singen. Die wenigsten im Raum kannten die Band, aber begeistert waren alle, wenn es auch etwas Zeit brauchte um etwas Leben in die Bude zu bekommen. Nur ganz vorne an der Bühne wurde gemoshed. (Wobei im Rockstüble irgendwie alles „ganz vorne an der Bühne“ ist!)

P1070238(1)May The Silence Fail IIP1070237(1)

Da einer der regulären Gitarristen nicht konnte, hatten sie eine Aushilfe dabei, welcher seine Finger so flink über sein Griffbrett fliegen ließ und so in das Bandgefüge passte, dass man hier niemanden vermisste. Eine Soundmaschine sind diese vier Jungs, die dermaßen auf den Punkt dem Zuhörer die musikalische Faust auf die berühmte „12“ hauen. Die Action überließen sie ihren Frauen, die super sympathisch das Publikum im Griff hatten und mit ihrem Gesang die Anwesenden in ihren Bann zogen. Am 04.05. spielen May The Silence Fail mit Ektomorf in Karlsruhe in der Stadtmitte, da sehen wir uns wieder!

P1070241(1)May The Silence Fail

Der Abend klang mit ein paar Bier aus, wobei diese dann irgendwann zur Neige gingen. Als wir gerade schon gehen wollten, kam Nachschub. Geholt aus heimischen Keller, das was oldschool und macht den Abschied von solch einem Laden nur schwerer. Solche Abende werden immer weniger, die Subkultur stirbt.
Ein fettes DANKE an das Team vom Rockstüble für 25 Jahre Metal und Underground und für diesen Abend! Passt auf euch auf und bleibt gesund! 

MaD

(Einmal habe ich auch selbst, mit Hilfe von Freunden, ein Konzert im Rockstüble veranstaltet: http://onkelmad.blog.de/2009/03/15/hardcore-portus-5759805/)

Danke für……

1894 Blog-Besucher im Februar!

Nur der KSC!

MaD

KSC – Paderborn 4:0 oder das weiße Ballett ist zurück

Wenn man aus Niederlagen immer so lernt und dann so zurück kommt, können wir auch gerne öfter mal verlieren. Ok, letzters muss jetzt dann doch nicht unbedingt sein, denn mich wurmen alle 5 Saisoniederlagen, jede auf seine Weise.
Aber als Aufsteiger sind 5 Niederlagen bisher, echt ein Luxusproblem.
Der Gegner an diesem strahlend schönen Sonntag war Paderborn. Eine eingespielte Mannschaft, welche um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielt. Insgesamt ein starkes Kollektiv ohne wirklichen „Star“, sieht man mal von Meha ab, der ein Freistoßschütze der Extraklasse ist.

Endlich über 15.000 Zuschauer im Wildpark und da Paderborn nicht wirklich viel dazu beitrug, waren dies die knapp 3.000, welche schon die ganze Saison fehlten. Ausgerechnet nach diesem Grottenkick in Aalen finden sie wieder den Weg in den Wildpark. Versteh wer will?!
Kaczinski wechselte auf drei Positionen und so wurde Alibaz und Yabo mal eine Pause gegönnt. Beide haben über die ganze Saison gesehen absolut ihre Leistung gebracht und vor allem Yabo ist für mich sowieso der Spieler der Saison.
Dazu kam noch, dass Gulde in der Innenverteidigung Gordon ersetzte.
Schwertfeger und Krebs fügten sich gut ein und jeder machte die paar Schritte mehr, die sie in Aalen vergessen hatten. Wir spielten druckvoll nach vorne, kämpften im Mittelfeld um jeden Ball und hatten dann das Glück früh in Führung zu gehen. Torres schlug mal wieder zu. Überhaupt war er wieder der Torres von den letzten Spielen der Hinrunde.

KSC-Paderborn

Paderborn war bemüht, aber konnte nicht mal unsere wilden Abwehraktionen nutzen. Orle machte den Neuer, aber hatte Glück.
In meinem letzten Blogbeitrag schrieb ich, dass meine Hoffnungen auf Nazarov ruhen. Ich freute mir ein Loch in den Bauch als er zwei wunderschöne Tore erzielte und mit seinem direkt verwandelten Freistoß sogar Meha die Schau stahl. Koen van der Biezen trug sich auch noch in die Torschützenliste ein und so zockten wir Paderborn mit 4:0 ab. Es ist unglaublich schön als Aufsteiger schon jetzt im März nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu habe.

Nach 24 Spieltagen haben wir 10 Siege, 9 Unentschieden und nur 5 Niederlagen auf dem Konto.
Oft genug habe ich jeden Wochentag die Tabelle angeschaut in den vergangen Jahren und wir standen auf Platz 16 oder 17 und ich überlegte woher denn bloß die noch benötigten Punkte kommen könnten um nicht abzusteigen. Es ist eine Wohltat für die Augen die Tabelle anzuschauen – danke an das weiße Ballett!!!

MaD

Kanerval in Aalen

….sieht zumindest aus Karlsruher Sicht anders aus und so blieb dieser Gassenhauer heute ungesungen.
Zu planlos agierten wir heute auf dem Rasen, ideenlos und ohne eine einzige richtige Torchance.
Aus der Winterpause ist nicht die Mannschaft gekommen, die sich mit dem furiosen 0:2 bei St.Pauli dahin verabschiedete.
Woran es liegt – keine Ahnung, aber wir sind der Aufsteiger und haben schon viel mehr erreicht als vor der Saison jeder für möglich hielt. Das zähe 2:1 gegen Sandhausen war noch Gold gegen das was wir auf der Ostalb boten.
Mein Opa hätte zur Leistung von Alibaz gesagt: „Der laaft do drenn rom wie Falschgeld“!
Unser hoch begabter Kreativspieler braucht mal dringend eine Pause. Ich hoffe da etwas auf die Rückkehr von Nazarov.
Bezeichnend auch, dass Rouwen Hennings einen Freistoß direkt am 16er schießt. Dies ist eine 1a Position für Selcuk Alibaz.
Auf den Rängen dominierten die Farben Blau-Weiß. Akkustisch hatten wir klar die Oberhand, aber dies ist jetzt auch kein großes Thema gegen das Dorf Aalen.
Wir präsentierten Fahnen satt, da es hier endlich mal kaum Beschränkungen gab. Leider standen die Gruppen nicht komplett geschlossen, was stimmlich absolut zu merken war. Optisch ein proppenvoller Auswärtsblock, aber da waren eben viele Leute dabei die man sonst nicht sieht und dies merkt man einfach.
Am lautesten war der Block bei einem „Anti-Schwaben“-Gesang, das ist halt nicht was ich unter bestmöglichem Support des eigenen Vereins verstehe.

Am Ende bejubelte dann die landwirtschaftliche Genossenschaft Ostalb an diesem 02.März 2014 ein 1:0 und wir haben gegen dieses Dorf in zwei Partien leider nur einen schäbigen Punkt gemacht.

MaD

P1070199(1)P1070204(1)P1070207(1)

The Porters meets Portus (Irish Pub, 22.02.2014)

Wenn man über The Porters liest, dass ihr Stil am treffendsten mit der Aussage „The Pogues meets Social Distortion“ zu beschreiben ist, dann kann man dies nach einem Konzert der Band durchaus unterstreichen. Am Vorband des geschichtsträchtigsten Tages der Stadt Pforzheim spielten Volker und Irish Pete mit ihren Porters im Irish Pub und begeisterten mit ihrer eigene Art des Folk-Punk.
Man stellt dies immer gerne heraus, dass eine Band ihren ganz eigenen Stil hat und oft trifft es ja nicht unbedingt zu, aber hier kann man dies guten Gewissens sagen. Straighter Punkrock, rockige Elemente und immer wieder Silke´s Violine, welche die Melodien genau richtig in den kräftigen Sound der Band hinein bringt. Bei Andy muss man immer aufpassen, welches Instrument er gerade spielt.
So wechselte er ständig zwischen Keyboard und Mandoline. Gehrke war an diesem Abend eher der „Unsichtbare“. Ist der Mann hinter den Drums eh oft am wenigsten wahr zu nehmen, so war dies im beengten Irish Pub noch mehr als sonst der Fall. „Irish Pete“ mit seinem breiten Kreuz versteckte in quasi hinter sich. Nach dem Konzert hatten Gehrke und ich noch eine kleine Begegnung. Er so: Na…. Ich so: War ganz nett…. Er wieder: Immerhin  ….beide hatten wir ein fettes Grinsen im Gesicht.
 
P1070192(1)

The Porters hatten keinen ganz leichten Stand. So waren extra wegen ihrem Auftritt sicherlich nur knapp 30 Leute gekommen und so galt es das restliche Publikum im Pub für sich zu gewinnen. Dies gelang aber im wahrsten Wortsinn „spielend“. Spätestens ab dem Mike Ness Cover „Cheating at Solitaire“ hatten sie alle auf ihrer Seite. Wenn man die Augen schloss, hörte man Mike Ness. Entweder das Lager tat seine Wirkung oder die Stimmen ähneln sich wirklich so sher. Apropos Lager Beer. Stimmung kam erst so richtig ab Mitte des Sets auf, als dann einige gut geladen waren. Leute, als Fan des vorglühens kann ich euch sagen, das hätte uns an dem Abend alle weiter gebracht. Erst als die Franzosen, welche direkt vor der Bühne standen betrunken waren trauten sie sich auch was. Aber dann richtig! Gleich Mikro geschnappt und selbst gesungen.
Die Laune im Pub stieg und The Porters mussten zur Zugabe mehrmals antreten.
Über zwei Stunden unterhielten sie uns mit Folk-Punk, der im Endeffekt aber zum Glück mehr Punk als Folk ist. Die einprägsame Stimme von Volker, die sympathische Art mit dem Publikum zu kommunizieren von Basser Irish-Pete und selbst der lässig hinterm Mischpult lehnende bandeigene Soundmensch bleiben doch sehr positiv in Erinnerung.

Man hätte sich noch mehr Leute gewünscht, die extra wegen The Porters den Weg in den Irish Pub gefunden hätten und mehr Pogo wäre auch prima gewesen. Aber geschenkt, auch so war es ein toller Abend dank The Porters. Wir sehen uns hoffentlich mal wieder Folks!

MaD
  P1070195(1)

Im Dunkeln ist gut munkeln

An jenem Freitag Nachmittag machten wir uns in mehreren Bussen der Ultragruppen auf den Weg in den Ronhof zu Fürth. Diese traditionelle Spielstätte wurde mittlerweile mit Dach und rundrum Verkleidung versehen und wirkt mittlerweile von außen betrachtet wie ein Einkaufszentrum oder Billig-Baumarkt der Marke B1.
Innen allerdings erste Sahne. Für die SpVgg Greuther Fürth genau richtig. Schön eng und genügend Stehplätze sind auch vorhanden.

Die Fahrt verlief bis auf einige heiße „Quizduelle“ unspektakulär, wie eben Auswärtsfahrten nach Fürth sein sollten. Mehr als rechtzeitg waren alle vor Ort, die Pizza schmeckte auch wieder und die Einlasskontrollen gingen zügig von statten.
Würden die Leute von der Pizzeria statt Warsteiner Dosen besser fränkisches Bier verkaufen, würden sie noch einen höheren Umsatz machen. Mal sehen wann sie dies umsetzen, hingewiesen darauf wurden sie an diesem Abend zur Genüge.

Fürth hatte eine nette kleine Choreo vorbereitet, wie man überhaut sagen muss dass sie das ganze Spiel über optisch überzeugen konnten. Da war immer Bewegung im Block, Fahnen wurden über 90 Minuten geschwenkt, aber akkustisch kam da gar nichts rüber. Typisch Fürth mag der erfahrene Auswärtsfan sagen, aber komisch ist das schon. Warum ist der Heimblock in keiner einzigen Minute des Spiels so laut, dass man ihn in diesem kleinen Stadion auf der anderen Seite hören kann?!
Ansonsten ist es einfach nett in Fürth. Wenn ich als Fan des Sportes Fußball dort leben würde, wäre der Besuch sämtlicher Heimspiele gebucht. Mit dem Fahhrad hin, zwei Tucher getrunken, irgendwo auf der Gegengerade einen Sitzplatz und gut wäre. Meine Leidenschaft würde da sicher nie entbrennen, aber zum Fußball gucken ist es prima.

Wir versuchten von Beginn an so laut als möglich unsere Farben nach vorne zu peitschen, aber schnell wurde klar, dass wir sie eher bei der Verteidigung unterstützen müssen. Fürth war mehr als nur überlegen, sie drängten uns gut hinten rein. Die KSC-Spieler warfen sich allerdings in jeden Schuß und kein Weg war ihnen zu weit. Was unsere Mannschaft läuferisch und kömpferisch abliefert ist Spitzenklasse. Zwei Chancen erwarbeiteten wir uns. Die eine wurde noch kläglich vergeben, weil Torres den Ball nicht quer legte im 16er, sondern es wie auf St.Pauli mit einem strammen Schuß aus spitzem Winkel aufs kurze Eck versuchte. Bei der zweiten Chance, legte Koen schön für Yabo auf und der erzielte per Kopf unser 0:1.

Fürth-KSC III

Danach dann wurde es dunkel. Mit einem vernehmbaren „Klickgeräusch“ ging das Licht im Stadion aus. Nur die VIP in ihrem Container saßen nicht im Dunkeln.
So etwas hatte ich noch nie erlebt in 22 Jahren Fußball. Hätte man doch „Licht“ dabei gehabt, wie nett wäre das gewesen….!
Handy-Taschenlampen gingen an und wir fingen an zu feiern. Alle wurden noch ausgelassener und der Lärmpegel stieg von Minute zu Minute.
Ich hatte nur Sorge, dass der Kick abgebrochen wird, schliesslich waren wir in Führung und auf ein Nachholspiel an einem Dienstag Nachmittag hatte auch keiner von uns Lust.
Nach knapp 15 Minuten gingen die Scheinwerfer dann wieder an und es konnte weiter gehen.
In der Zwischenzeit erreichten einen aus etlichen Teilen der Republik SMS. Alle wollten das selbe wissen. Warum gibts bei euch eine Spielunterbrechung?
Aber ich konnte eure „feuchten Träume“ nicht befriedigen. Keine Pyroshow war „schuld“.

Fürth-KSC IIFürth-KSC IVFürth-KSC

Nach der Pause sahen wir ein Spiel auf ein, unser, Tor. Orle war fantastisch und wieder warfen sich alle 11 Karlsruher in jeden Schuß. Es hätte gut und gerne schon 3 oder 4:1 für Fürth stehen können. In den letzten 20 Minuten hatten wir noch einige Konter, aber wir spielten sie nicht zu Ende. Und dann passierte es doch noch. Fürth glich per Kopf zum 1:1 aus. Kurze Enttäuschung und jetzt begann das Zittern. Die Franken spielten nun auf Sieg und es wurden spannende 10 Minuten. Vor zwei Jahren hätten wir das Ding hier noch verloren mit der damaligen Mannschaft, heute holten wir den Punkt! Der KSC ist weiter dran an den vorderen Plätzen und mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun. Letzteres ist und bleibt eh das primäre Ziel.
(Mittlerweile ist eine Woche vergangen und wir fuhren gestern einen 2:1 Heimsieg gegen Sandhausen ein. Damit steht für mich endgültig fest, dass der Abstiegskampf ohne den KSC statt findet.)

Für euch im Ronhof war euer
MaD

Fürth-KSC V

Bad Manners – Cafe Atlantik Freiburg (19.01.2014)

Während in Berlin gerade der Fankongress zu Ende ging, machte sich eine Pforzheimer Autokarawane auf den Weg nach Freiburg. In Karlsruhe noch einen Ultra alter Schule abgeholt und gemütlich über die Autobahn gen Süden geschippert. Und wie es so ist, wenn sich an Bord Punks, Skins und Ultras befinden, es gehen die Gesprächsthemen nicht aus. So verflog die Zeit und wieder mal reichte es nicht um alle Vorschläge zur Lösung der Weltprobleme auszudiskturien und gleichzeitig noch alle News zu den Themen Konzerte und Fußball auszutauschen.
Letzteres taten wir dann aber ausgiebig im Cafe Atlantik, welches wir schon gegen 17 Uhr betraten um vor dem Konzert dort noch zu essen und ein paar Bier zu uns zu nehmen. Von unserem Ecktisch im Nebenraum konnten wir dann auch beobachten wie sich die Location ab 20 Uhr gut füllte. Aus der näheren und vor allem weiteren Umgebung waren die Leute angereist um die Ska-Legende um Buster Bloodvessel zu sehen.

Kurz nach 22 Uhr ging es dann auch los. Das tanzwütige Volk trat mehrere Schritte vor und es wurde eng vor der Bühne. Bad Manners legten los und im Publikum wurde erst mal schnell geklärt was heute Abend hier geht oder auch nicht. Man einigte sich darauf, dass auf Pogo verzichtet wird und man „nur“ tanzt. Sehr schön zu sehen, dass diese „Diskussion“ ohne großen Ärger ablief und sich alle darauf einigen konnten.
Ein buntes Völkchen hatte sich hier zusammengefunden um Hits wie „Skinhead love affair“, „Lip up fatty“ oder „Special brew“ zu hören.
Bad Manners, gegründet 1976 in England, enttäuschten ihr Publikum nicht. Spielfreude pur legten die Musiker an den Tag und wurde es mal kurz ruhig, forderte vor allem Andy Perris sofort alle auf etwas mehr Stimmung zu machen.
Buster Bloodvessel trat in einem Leopardenmantel auf und ich war überzeugt davon, dass er diesen nach den ersten Songs ausziehen würde, aber weit gefehlt. Zum Glück hielt er starke 1 1/2 Stunden durch und begeisterte durch seine Präsenz und Ausstrahlung vor allem Leute wie mich, die ihm an diesem Abend zum ersten Mal gegenüber standen.
Nach zwei Zugaben ließen die Bad Manners ein zufriedenes und verschwitztes Publikum zurück. Sie hatten leichtes Spiel gehabt, da die knapp 400 Leute eh gekommen waren um sie und ihre Art den Ska zu spielen abzufeiern.
Mein rechtes Knie erinnerte mich noch Tage danach daran, dass dieser Abend denkwürdig war.
In der Hoffnung Bad Manners irgendwann wieder zu sehen, ging der Express wieder gen Heimat, am nächsten Tag war ja wieder Maloche angesagt.
Danke an Tosa, Flo, Nico, Anna und den Skin aus Ersingen.

MaD

P1070170(1)P1070171(1)P1070174(1)

Bad Manners live in concert

Nächste Woche (19.01.) ist es soweit. Bad Manners gastieren in Freiburg im Walfisch. Chartert die Autos, nehmt Bus und Bahn oder lauft schon mal los – es wird großartig!


Ick freu mir!
MaD

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑