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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Nachspielzeit: Der Sechser. Doppelt hält besser!!

Am 12.12.2012 waren auf Einladung der Supporters Karlsruhe unsere beiden „Sechser“ Dominic Peitz und Silvano Varnhagen zur mittlerweile fünften „Nachspielzeit“ zu Gast. Veranstaltungsort war dieses Mal der Fanartikelladen von Walli.
Klamotten raus, Stühle rein, Anlage aufgebaut und los gings.

Mit Peitz und Varnhagen waren auch zwei unterschiedliche Generationen an Fußballer zu Gast. Der eine ist schon viel herumgekommen, der andere kam in jungen Jahren von Erfurt nach Karlsruhe und startet jetzt hier nach dem Abitur auch seine Profikarriere.
So gut sie auf dem Feld miteinander harmonieren müssen, so gut klappte es auch bei dieser 2-stündigen Talkrunde. Immer wieder wurde gescherzt oder sich verbal der Ball zugespielt, z.B. wenn es um das Ball hochhalten im Training mit anschließenden Ohrenschnipsern ging.

Aber nicht nur über solch eher banale Randerscheinungen wurde gesprochen. Der Werdegang von beiden Spielern beleuchteten unsere Moderatoren doch eingehend.
Vor allem natürlich Peitz hatte hier einiges zu erzählen, vor allem natürlich von seinen Erlebnissen in Augsburg. Es kommt ja selbst im Profigeschäft nicht alle Tage vor, dass man sich ins Mannschaftstraining einklagen muss. Ins rechte Licht rückte er dabei aus seiner Sicht seinen Kumpel S.Langkamp, der in Karlsruhe ja nicht so einen guten Ruf genießt.
Nach etlichen Stationen möchte er gerne mal wieder langfristig irgendwo ankommen und sieht hier beim KSC, nicht nur aufgrund der Vertragslaufzeit sehr gute Chancen. Von seiner Berliner Zeit bei Union weiß er was es bedeutet so richtig in einem Verein integriert zu sein.
So fällt das Spiel seines Lebens auch in diese Zeit. Der Auswärtssieg von Union im ausverkauften Berliner Olympiastadion bei der Hertha.
Und bei aller Rivalität zwischen uns und den Unionern, so wirklich verdenken kann es ihm keiner.

Bei Silvano war sein bisher größtes Spiel gegen Jena in der Jugend von Erfurt. Im Pokal erzielte er in einem Spiel drei Tore gegen sie, das alles entscheidende in der Schlussminute.
Solche Tore wünschen wir ihm natürlich auch bei uns.
Als Jugendlicher verließ er Erfurt um alleine in Karlsruhe sein fußballerisches Glück zu finden. Welch ein Schritt für einen jungen Mann. Neue Schule, neues Umfeld, ohne Familie und Freunde. So verlief der Start dann auch etwas holprig, da man in der Schule schon etwas weiter war und er hier auf einmal viel mehr tun musste. Auf dem Platz benötigte er auch etwas Eingewöhnungszeit. Beides wendete sich zum Guten und wir sind froh, dass er sich durchgebissen hat.

Die Atmosphäre in Wallis Laden war wie wenn man zu Hause in Erfurt bei Varnhagens oder in Geseke bei Familie Peitz um den Esstisch sitzen würde. Entspannt plauderte man miteinander. Lustig auch, dass Peitz den Besitzer der Dortmunder Fahne „Gesecke“ persönlich kennt.

Die Ansichten von Dominic Peitz über den Profifußball wussten zu beeindrucken. Die Welt der meisten Profis ist nicht die der Spieler von Bayern, Dortmund, Leverkusen oder Schalke. Viele Profis tingeln in ihrer Karriere zwischen der 2. und 3.Liga hin und her, wenn sie Glück haben reicht es auch mal für ein paar Jahre Bundesliga. Dabei entscheiden nicht immer sie selbst über den Verlauf ihrer Karriere, sondern Berater, Funktionäre oder auch einfach mal das Glück. Deshalb gilt es über den Tellerand hinaus zu schauen, seine alten Freunde aus der Jugendzeit nicht zu vernachlässigen und jeden Tag alles dafür zu tun diesen privilegierten Beruf weiter ausüben zu dürfen.

Hansi und Adriano ließen bei ihren Fragen nichts aus und so kam natürlich auch wieder die Sprache auf die Farbe der Kickschuhe. Dominic konnte hier bei Hansi dann doch schon eher punkten als manch anderer Profi.

Ein launiger Abend klang an diesem kalten Dezembertag mit der Gewissheit aus:

Nigeria oder Jordanien – Hauptsache Afrika!  

MaD

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KSC – SC Freiburg 0:1 (DFB-Pokal 3.Runde, 18.12.2012)

So viel Kampf, so viel Wille, so viel Leidenschaft und so knapp gescheitert. Das Scheitern gehört beim Fußball und speziell beim KSC einfach dazu. Wenn es dann vor 28.200 Zuschauern im ausverkauften Wildpark geschieht, nach zuvor 10 Pflichtspielsiegen in Folge und mit Toni Marschall im Vorprogramm, dann ist es immer noch bitter aber erträglicher.

Der 18.12.2012 sah einen großen Abend in Karlsruhe. Das Derby der beiden badischen Mannschaften lockte die Massen an, irgendwer grub auch Toni Marschall aus und dieser sang live im Stadion das Badnerlied. Nicht dass ich so etwas immer brauche, aber diese Art von Entertainment deutet zumeist große Fußballabende an.

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Wir spielten in Trikots, die man nur mit Sonnenbrille und viel Neurexan ertragen konnte. Unsere Marketingabteilung hatte den glorreichen Einfall unser Team in Trikots mit der Farbe Orange auflaufen zu lassen. Beim spontanen Blick aufs Spielfeld konnte das Auge dem Gehirn nicht sofort signalisieren wer denn nun der KSC sei. Ein paar hundert dieser Exemplare wurden doch tatsächlich verkauft. Da die aktive Szene dieses Trikot natürlich boykottierte ist es doch eine ganz stattliche Zahl. Bedenkt man aber wie viele Trikots verkauft worden wären, hätte unsere Marketingabteilung gemeinsam mit den Supporters ein Traditionstrikot in Blau-Weiß für dieses Spiel auf den Markt gebracht, dann ist es einfach wieder mal zu wenig. Ihr seid komische Leute ihr „Marketingexperten“!

Statt dessen verkaufte die Utraszene locker 3500 Bommelmützen in unseren Farben und hätte 10.000 verkaufen können, so groß war die Nachfrage. Ein schönes Bild gaben die Mützen im Stadion ab, von den Trikots war auf den Rängen zum Glück kaum etwas zu sehen.

Nach dem beide Fanblöcke während der ersten 12 Minuten und 12 Sekunden geschwiegen hatten, zeigte unsere Kurve eine kleine Trikot-Choreo. Dazu hielt die Gegengerade mitgebrachte Trikots in blau und weiß hoch. Dazu noch der Hinweis auf unsere Vereinssatzung in der genau die Vereinsfarben festgelegt sind. Freiburg zündete schön, sie hatten ja auch schon allen Grund zum jubeln. Schmid brachte Freiburg in Minute zwei in Führung und stellte damit schon früh den späteren Endstand her.

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Zwischen dieser zweiten Minute und dem Schlusspfiff lagen starke 90 Minuten, in denen unsere Spieler alles zeigten was sie die letzten Wochen stark machte. Nur mit dem Tore schießen klappte es leider nicht. Weder Gordon noch Hennings konnte gute Chancen nutzen. Am Ende aber Standing Ovations für eine Mannschaft aus Karlsruhe auf die man wieder stolz sein kann. Freiburg kam mit Glück und Geschick hier weiter und dies als Erstligist der sich momentan im oberen Drittel befindet. Christian Streich, der hemdsärmelige Trainer des SCF, kannte die große Leistung des KSC hinterher auch voll an. Er konnte sich bestätigt fühlen da er vorausgesagt hatte, dass dies ein harter Abend für seine Mannschaft werden würde.

Wir sehen uns 2013, dann hoffentlich mit dem krönenden Aufstieg! Danke Jungs für diesen Abend und für zuvor 10 Pflichtspielsiege in Folge!

MaD

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Karlsruher SC – VFB Stuttgart Amateure 3:1 (15.12.2012 – 13113 Zuschauer)

Die Revanche für die Schmach vom Hinspiel ist gelungen. Die „kleinen Sch(w)aben“ wurden mit einem 3:1 nach Hause geschickt.
Für uns, rein aus Prestige, ein absoluter Pflichtsieg. Schaut man auf die Tabelle und den Spieltag war es auch aus diesen Gründen Pflicht zu gewinnen, denn nun überwintern wir als Tabellenzweiter. Ich hätte dies noch im September niemals für möglich gehalten. Wer diese Serie von 9 Siegen in Folge (…also d.h. ja praktisch man hat zwischendrin weder Unentschieden gespielt noch verloren…..unglaublich eigentlich….) in der Liga immer noch nicht fassen kann, der hat nun ein paar Wochen Zeit dies zu realisieren.

Vielen Dank an die Jungs, die da momentan für uns auf dem Platz stehen und unser blau-weißes Trikot tragen!!!

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Im Gästeblock hatten sich sogar einige VFB-Anhänger eingefunden. Was waren dies denn eigentlich für Handlampen???
Ihre erste Mannschaft spielt in Mainz und die kommen in den Wildpark? Oder hat das „CC“ die „Szene E“ (zur Nummer des Auswärtsblocks würd´s ja passen) geschickt zum rumposen?
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Das man bei einer Traueransprache für ein langjähriges Mitglied des anderen Vereins ruhig ist, hat denen bisher wohl auch noch keiner gesagt. Im Stadion gab es sicher genügend Leute, die es ihnen gerne verbal oder non verbal erklärt hätten. Wenigstens gegen Ende der kurzen Ansprache unseres Präsidenten hielten sie dann ihre Klappe!

Das Spiel stand wieder im Zeichen von 12:12. Die Vereine der DFL hatten letzten Mittwoch mit großer Mehrheit das neue Sicherheitspapier abgenickt und den Kniefall vor der Politik vollzogen. Aus diesem Grund kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen als aktive Fanszene. 12 Minuten und 12 Sekunden schwieg die Gegengerade und zeigte statt dessen einige kritische Spruchbänder zum Thema Sicherheit und Stadionerlebnis:

– Das Stadion ist sicher, das Erlebnis stirbt
– DFL: Ihr versprecht uns ein Stadionerlebnis für das WIR sorgen
– Wo der Sicherheitswahn siegt, stirbt die Fankultur

Sehr gute hat mir auch diese Kombination gefallen:

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„Ihr nennt uns Hooligans und Randalierer“ „Ihr seid Bonzen und Kassierer“

Zu den Halbhirnen im Auswärtsblock hat sich wohl auch diese bundesweite Aktion nicht rumgesprochen und so mussten wir uns über 12 Minuten deren Geseier anhören.

In der Winterpause gehen Ultras und aktive Fans in Klausur und es wird beraten wie es 2013 weiter gehen soll.

Der KSC spielte über 90 Minuten wieder sehr engagiert, belohnte sich durch van der Biezen schon nach 3 Minuten und steckte auch den Ausgleich durch einen Elfmeter prima weg. Diese Mannschaft hat Herz und Biss, kommt momentan immer wieder zurück.
Am 12.12. bei der „Nachspielzeit“ in Wallis Fanshop sagte Peitz noch, dass es hier mit dem Tore schießen noch nicht so klappt, aber er arbeite dran. Und wie er dies tat. Nach einer scharfen Flanke von Hakan köpfte Peitzinho den Ball unhaltbar zum 2:1 ein. Minuten später ließ er einen strammen Schuß folgen, der im Winkel einschlug, leider hatte der Schiri vorher schon abgepfiffen.
Das es noch mal spannend wurde lag am Samstag an der Chancenverwertung. Wir waren 1 Mann mehr auf dem Feld (…..es gab kurz vor der Pause gelb-rot gegen einen Stuttgarter, der mal wieder über Gebühr den Schiri zutextete nach einem Foul….gelb-rot – keine guten Farben für die Sch(w)aben….) und hoch überlegen. Trotzdem kam der VFB gegen Ende noch zu 1 1/2 richtig gefährlichen Situationen vor unserem Tor. Das war Nervenkitzel pur.
Blum erlöste alle in der Nachspielzeit und somit baute die Mannschaft diese unglaubliche Siegesserie aus.

Gegen diesen Gegner hätte man sich nur blamieren können, zum Glück zogen sich unsere Jungs prächtig aus der Affäre.

 Am Ende wurde wieder gefeiert im Wildpark. Jetzt noch gegen Freiburg im DFB-Pokal mit Toni Marschall (….wo haben sie denn diesen Vogel ausgegraben….) live im Stadion – vielleicht wird da am Ende auch wieder gefeiert und zwar in Blau-Weiß…..wer weiß…..!

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MaD

The Movement – live (Bottich Pforzheim 08.12.2012)

Ein Feiertag für alle Anhänger des Modpunk. The Movement zu Gast im Pforzheimer Club Bottich.
2010 formierte sich die dänische Band um Sänger und Gründer Lukas Scherfig neu und sie sind nach drei Jahren Pause endlich zurück.
Kein Bein blieb still stehen, als die dreiköpfige Band ihren coolen Endsiebzieger Punk-Sound so straight und direkt unters anwesende Volk brachte. Ein immer treibendes Schlagzeug legte zusammen mit diesem erdigen Bass am Samstag Abend im Bottich den Grundstein für den typische Sound von The Movement.

Kasper Rasmussen am Schlagzeug und Mr.Groove Chandu Chodavaraopu am Bass, dazu die die Stimme von Lukas Scherfig, welche man unter hundert anderen immer klar heraushören wird. 
Alle drei, wie immer, gut gekleidet wie sich dies für diese Szene gehört.Jeder Besucher machte den Eindruck, dass der Roller direkt vor dem Club steht und man gleich nach dem Konzert mit seinem Mädel auf dem Sozius losknattert.
Es herrschte eine beschwingte, fröhliche Atmosphäre, die mehr als die knapp 80 Besucher verdient gehabt hätte.

Bei Songs wie „Set me free“ und „I can hardly live without you“ fühlt man sich in die besten Jahre der 60er zurück versetzt. So lässig kommt dieser Sound daher und malt Bilder aus den Tagen als die Eltern der meisten Leser dieser Zeilen jung waren. 

Vom neuen Album „Fools like you“ wurden etliche Stücke gespielt. Ein Album solcher Qualität, hatte man sicherlich erhofft, aber vielleicht nicht erwartet. Jedes Stück kann einen noch so spärlich gefüllten Saal zum kochen bringen. Was im Bottich auch geschah.
Das großartige „Losing you“ lud herrlich zum mitsingen des Parts „I´m feel i´m losing you“ ein, was auch nach ein paar Bier noch prima bei allen funktionierte.
Trotz lässiger Stimmung, tanzbaren Hymnen und viel guter Laune kommt die Systemkritik bei The Movement nach wie vor nicht zu kurz. Spaß machen darf sie aber auch.

Und noch was zum nachdenken für alle: „Love – don´t wanna go there“.

Euer Mod-Mad

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Mitten im Leben von Ferdich ab – live aus dem Cafe Exil

Der Ralph, sein Bruder, der Christoph und sein Kolleg, sogar der wo bei seiner Geburt den Rahmen rausgerissen hatte, alle waren sie gekommen zur RTL Live Show am Samstag Abend „Mitten im Leben von Ferdich ab“.

 

Dürfen Priester eigentlich heiraten Papa? Ich glaub schon Bub, wenn sie sich lieben.

Hier werden Kinder mit ihren Fragen nicht alleine gelassen und der geneigte Zuschauer kann sich ein Beispiel daran nehmen wie man seine Kinder erzieht.

 

Auch über das Thema Einen auf dicke Hose machen wurde gesprochen. Es sitzen beispielhaft einer aus Bufallo, einer aus Nevada und ein Ukrainer in einer Bar. Sagt der aus Nevada: Schaut mal was ich alles kann. Nimmt zwei Bierdosen wirft sie hoch, zieht seinen Colt und schießt sie ab. Ich bin der Nevada Bill.

Der aus Bufallo wirft zwei kleine Münzen hoch, zieht seinen Colt und schießt sie ab. Ich bin, ihr werdet es auch schon gedacht haben, Bufallo Bill.

Was macht der Ukrainer? Er steht auf, öffnet seine Hose und die beiden anderen starren auf zwei riesige Sch***e! Ich bin Tscherno-Bill!!!

 

Auch sportlich ging es wieder zu. Das Massenphänomen Fußball beherrschte weite Teile dieses Abends. Der gemeine Dorfkicker geht 1x im Jahr  auf eine Musikveranstaltung und verlässt dazu sogar heimische Gefilde. Wenn der Trainer auf der Bühne steht, noch dazu im Elvis-Look, wird das heimische Oktoberfest mit zünftiger Blasmusik geschwänzt und statt dessen in der Stadt den ganzen Abend lautstark irgendein „Achim Zündel(?)“ abgefeiert. Mitten im Leben von Ferdich ab scheint dieser Mensch ein zentrale Rolle zu spielen. „Es gibt nur ein Achim Zündel(?)“ gehört aber vlt. auch zum Standardrepertoire sämtlicher Fußballer der Landesliga abwärts. „Mitten im Leben von Ferdich ab“ wird dies noch eingehend recherchieren.

Diese Lobgesänge konnten erst durch das allseits beliebte Lied „Michel“ gestoppt werden, bei dem sich Menschen aller Gesellschaftsschichten und Altersgruppen in den Armen lagen. Der ausm Maihälden und der aus Remchingen. So etwas gibt es nur hier meine Damen und Herren.

 

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„Der Mann vom Musikladen“ schien mit „Elvis“ persönlich bekannt zu sein, was natürlich durchaus Sinn macht. „Mitten im Leben von Ferdich ab“ stellt hiermit fest, dass die bundesdeutsche Musikindustrie sehr eng miteinander vernetzt ist. Leider gibt es den Musikladen schon länger nicht mehr, was wiederum die Frage warum Elvis nichts dagegen unternommen hat und seine gespielten Witze lieber hier verschenkt? Auch der örtliche Musikalienhändler hielt sich hier sehr bedeckt.

 

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Saiteninstrumente, so lehrt uns dieser Abend, sind per se gefährlich. „Seppl“ musste stark blutend die musikalische Darbietung unterbrechen. Die nächste Innenministerkonferenz wird darüber entscheiden müssen, ob nach Bengalos im Stadion, den Fußballfans im allgemeinen nun auch Gitarrensaiten an Gitarren verboten werden.

Ach ja, wer nicht kegelt und trotzdem lautstark den Keglergruß „Gut Holz“ fordert, der steht wirklich „Mitten im Leben von Ferdich ab“ und wird „Dein langes Haar“ tief in „Käsesahne“ tauchen. Also Vorsicht!

„Mitten im Leben von Ferdich ab“ berichtete live aus dem Cafe Exil in Pforzheim.

Ihr Lausejunge

MaD

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Seeed – Stuttgart (04.12.2012)

Das dicke B schickte am 04.12. eines seiner fettesten Kinder in den Süden. Seeed sind unterwegs um die Republik zu animieren endlich mal wieder die Hüften zu schwingen. Die Hans-Martin-Schleyer Halle in Stuttgart war an diesem Abend der Ort um zu hüpfen, zu tanzen und sich die ungelenke Hüfte auszurenken.

Peter Fox fügte sich wieder nahtlos ein in die Reihen seiner großartigen Band, obwohl er sicherlich der einzige ist den nach seinem Soloausflug jeder in der Halle mit Namen kannte. Wie problemlos dieser Ausflug für Seeed aber wohl war und ist sah man daran, dass mit „Schwarz zu Blau“ und „Alles neu“ zwei seiner Songs performt wurden. Vor allem bei ersterem flippte die Halle komplett aus und der Chor war gefühlt bis in die Weinberge am oberen Talkessel hörbar. Apropos Weinberge. Peter Fox äußerte sich des öfteren sehr positiv über die sehr schöne Landschaft und das er es sich gut vorstellen könnte auch hier zu leben. Wobei sein größeres Anliegen dabei sicherlich immer noch ist den Einheimischen ihre Gegend zu schmackhaft zu machen, dass sie nicht alle nach Berlin ziehen.

Seeed, 1998 in Berlin gegründet, haben mittlerweile so viele gute Songs. Es passen einfach nicht alle in einen Rahmen von knapp 1 3/4 Stunden. Ok, man könnte länger spielen und sich nicht ewig zur Zugabe bitten lassen, aber so what. Der ultimative Dancehall Contest durfte natürlich nicht fehlen und so schüttelten drei Damen aus den vorderen Reihen mächtig ihren Speck auf der Bühne und das Publikum krönte die Siegerin mit tosendem Applaus.

Die Zeit verflog nur so zwischen Songs wie „Dickes B“, „Dancehall Caballeros“ oder „Release“. Überhaupt spielten sie sehr viele ältere Stücke bei denen das Publikum sich als sehr textsicher zeigte. Dazwischen nicht so viel Gelaber, was auch angenehm war und vor allem ein sehr fetter Sound rundeten einen äußerst gelungenen Abend ab. Was hier an Energie freigesetzt wurde von Band und Publikum würde wahrscheinlich ausreichen eine Kleinstadt über den Winter zu bringen.

Für euch bei Seeed war MaD

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Mit Udo Lindenberg auf Tour – Ein Roadmovie von Hannes Rossacher (VÖ 26.10.2012)


Im Jahre 2006 hatte Deutschland sein Sommermärchen, im März 2012 sorgte Udo Lindenberg mit seiner Tour für ein Frühjahrsmärchen. Ein Märchen aus Party und Likörchen!
On the road mit Udo ist eben kein Lehrerausflug mit Stadtführung in Schwäbisch Gmünd. 
Wer das Glück hatte und ein Konzert live miterleben durfte, der wird bestätigen welcher Aufwand betrieben wurde und wie Udo seine Reise durch die Zeit inszenierte. Zeppelingondel, Vampir im Sarg, aufwendige Lasershow, Akrobatik und vieles mehr. Bevor also Zeit für Party und Likörchen war, musste hart gearbeitet werden.

Hannes Rossacher zeigt in seinem Roadmovie „Mit Udo Lindenberg auf Tour – Deutschland im März 2012“ was hinter den Kulissen abging um diese Wochen im März zu musikalischen Festwochen werden zu lassen. Die Tour kann chronologisch mitverfolgt werden und so bekommt jeder einen Eindruck welchen Marathon Udo hier abgeliefert hat.

Wer kennt schon die Stylisten, die Techniker oder den Koch? Hier lernt man sie kennen die helfenden Hände im Hintergrund ohne die so ein Zirkus nicht funktionieren würde. Professionell und äußert akribisch tun sie ihre Arbeit und man merkt mit wie viel Freude sie Udo begleiten.

Hannes Rossacher hat einen äußert unterhaltsamen Film gebastelt, der uns auch Udo näher bringt. Man sieht einen gelösten, lockeren Udo Lindenberg, der bei seiner Crew und allen Mitwirkenden auf der Tour eine unheimliche Achtung genießt. In vielen Statements wird deutlich wie sehr der Künstler und Mensch Udo Lindenberg geschätzt wird. Die Aussagen alter Freunde wie Peter Lohmeyer oder Jan Delay zeigen dies ebenso wie das Interview mit Udos Schwester. Vor allem dies ist eine sehr persönliche Note dieses Films.

Die Party kommt aber bei Udo nicht zu kurz und so lässt der Film erahnen wie viel Spaß alle auf der „Ich mach mein Ding“ Tour hatten und das sicherlich das eine oder andere Likörchen verkostet wurde. Wer Udo Lindenberg liebt, mit ihm mal Backstage einen Likör nehmen möchte und sich an 120 Minuten Rock´n´Roll Tourleben anno 2012 erfreuen kann, dem sei dieser Film von Hannes Rossacher wärmstens empfohlen. 

 MaD

Natürlich auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/61/4224-mit-udo-lindenberg-auf-tour-ein-roadmovie-von-hannes-rossacher-voe-26102012#1

Sie hätten uns nicht reizen sollen…..

Sie hätten uns mit dem 0:1 nicht reizen sollen schrieb jemand auf Facebook und er hatte recht. Danach erwachte der KSC und es entwickelte sich eines der besten Drittligaspiele dieser Saison. Heidenheim ließ nämlich auch nicht locker und so ging es munter hin und her bis van der Biezen im Stile eines weißen Brasilianers den Ausgleich mit der Hacke erzielte. Neben Peitzinho, also schon der zweite Ballkünstler in unseren Reihen.

Das Spiel begann aber auf den Rängen mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitspapier.

12:12 – Ohne Stimme keine Stimmung!!! Beide Fanlager beteiligten sich und so herrschte Dorfplatz Atmosphäre in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden.

Ein Spiel, auf so hohem Niveau und so spannend es auch sein mag, ohne Stimmung aus den Kurven ist es einfach nicht dasselbe.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ohne Stimme keine Stimmung und ohne Stimmung keine Bilder!!! Wer will schon Bilder sehen von Blöcken ohne Fahnen und ohne Action………??? Ich nicht, deshalb:

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Mehr über den Protest und das DFL-Sicherheitspapier gibts hier: http://www.12doppelpunkt12.de/ !

Im Laufe der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann ein verrücktes Spiel, das zeitweise für den KSC Spitz auf Knopf stand und das 5:2 am Ende sicherlich nicht ganz den Spielverlauf wieder gibt. Heidenheim kam durch einen berechtigten Handelfmeter wieder zum Ausgleich, nachdem vdB uns mit seinem achten Saisontor in Führung geschossen hatte.
Jan Mauersberger war es vergönnt kurz nach dem Ausgleich per Kopf das 3:2 für Blau-Weiß zu erzielen. Fast hätte der Schiri das Tor aber nicht anerkannt, da Schnatterer den Ball auf der Linie mit der Hand berührte und er deshalb schon Elfmeter und Rot geben wollte. Rudelbildung Marke Heidenheim war die Folge! Ebenso beim Elfmeter für uns zum 4:2, als die Schwaben beim Schiri reklamierten, dass der KSC einfach weiter gespielt hätte als einer von ihnen verletzt am Boden lag. Calhanoglu entschied die Partie mit einem bombensicher verwandelten Elfmeter schließlich, bevor Alibaz für den Leckerbissen des Spiels sorgte. Lässig mit dem Außenrist erzielte er das 5:2  – das weiße Ballet war von Heidenheim nicht zu stoppen!

10 Spiele – 8 Siege, 2 Unentschieden – ein Traum in Blau und Weiß!!! In Blau und Weiß und nicht in Orange Herr Bathyani!!!!

Äußerst zufrieden seinen Sonntag genießt euer
MaD

P.S. Bilder von der Protestaktion gibts bald hier: http://ultra1894.de/bilder/ 

 

Das weiße Ballet featuring Peitzinho

Zum Abschluss einer denkwürdigen Vorrunde, gab es eine kleine Gala des ganz in weiß spielenden Karlsruher SC.
Wer hätte noch nach dem 0:0 in Babelsberg gedacht, dass wir heute oben dabei sind. Sechs Ligaerfolge später sind wir an den Top4 der Liga dran.

Dies nicht nur aus purem Zufall. Klar hat die Mannschaft jetzt auch einen „Lauf“ und in der einen oder anderen Situation etwas Glück, aber es ist noch mehr passiert. Die Mannschaft hat sich seit Wochen endlich gefunden, nutzt ihre Torchancen, lässt defensiv kaum etwas zu (…was sicher auch den eher oft bescheidenen Mitteln der gegnerischen Offensive zu verdanken ist…) und ist kämpferisch voll da.
Man kann sich auch mal 30 eher schwächere Minuten wie gegen Wehen-Wiesbaden leisten ohne einen Gegentreffer zu kassieren.

Mit Dominic Peitz wurde im Mittelfeld wohl der entscheidende Mann in Sachen Kampf verpflichtet. Seine spielerischen Fähigkeiten sind überschaubar, aber er ist derjenige welcher den Ball erobert, das Kopfballduell gewinnt und auch in der letzten Minuten noch absolut konzentriert den Gegenspieler stellt. Er macht kämpferisch den Unterschied und unser Hakan eben spielerisch. Dazu kommt mit Rouwen Hennings eine Maschine am Angriff.
Nur schwer vom Ball zu trennen, mit viel Übersicht und er macht mittlerweile die Buden.

Diese drei Spieler plus die sehr gute Innenverteidigung sind für mich die Säulen unserer Mannschaft, die nach dem 2:0 am Samstag teilweise wunderbaren Fußball bot und sich als „weißes Ballet“ (….so wie einst Real Madrid…) feiern lassen durfte.

Natürlich sei aber auch allen anderen Kickern gedankt, die absolut ihre Leistung bringen und endlich sichtlich Spaß im Trikot meines KSC haben. Es geht nur gemeinsam und dies leben diese Jungs im Moment! Ich habe das Gefühl, dies ist seit vielen Jahren mal wieder eine richtige Mannschaft.

Wurden zu Beginn der Saison noch Spiele nicht gewonnen in denen wir total überlegen waren (Aachen, Halle, Bielefeld….), so hat sich das Blatt dank aller Akteure gewendet.

Siege machen einfach Spaß, egal in welcher Liga. Noch dazu, wenn sie so herausgespielt werden wie gestern und in solcher Regelmässigkeit erfolgen wie in den letzten Wochen.
Ein Torverhältnis von 29:11 ist einfach geil und spricht für sich. 34 Punkte nach einem miserablen Start zu holen ist aller Ehren wert.
Noch sind wir aber näher an Europa als am Aufstieg zu dritten Liga. Mit drei Siegen im DFB-Pokal spielt der KSC nächsten Jahr Europa-League, zum Aufstieg benötigen wir noch paar mehr, also immer weiter KSC!!!

Danke an die 50 Fans von Wehen-Wiesbaden für diese oldschool schwarze Rauchfahne – herrlich! Der Support der Gegengerade mit „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ war ihnen sicher.
Auf der Gegengeraden wurden schöne Lieder gestern angestimmt. Und bei „Oh wie ist das schön“ stimmte das ganze Stadion mit ein. So ein Gefühl gab es in KA schon eine ganze Weile in der Liga nicht mehr.

Es sind noch 9 Punkte zu vergeben – holen wir sie uns!

Es freut sich sehr über die Entwicklung dieser Mannschaft euer
MaD

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