Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Die Toten Hosen – Exklusiv (Heidelberg Halle 02, 08.11.2012)

SWR3 hatte geladen und 700 Glückliche waren gern gekommen. Die Toten Hosen wärmten sich in Heidelberg in sehr kleinem Rahmen für die anstehende Tour auf. Durch Los, mit viel Glück und sicherlich auch einige mit Vitamin B (dazu kannten sich mir in den ersten Reihen einfach zu viele) kam man in den Genuß knapp 2 Stunden Campino und Co. hautnah live zu erleben.

P1050515(1)P1050557(1)

Die Aufregung an diesem Tag wuchs Stunde um Stunde. Was würden sie spielen? Geht es eher steif zu? Geben sie Vollgas? Bringen sie auch alte Lieder? All diese Gedanken waren sicherlich bei allen verflogen als mit „Ballast der Republik“ der erste Song erklang. „Altes Fieber“ wurde dann von 700 Menschen mitgesungen und jetzt schon war klar, dass dieser Abend etwas ganz Besonderes wird.

Den Hosen war anzusehen wie sehr sie Bock hatten und Campino gab die Rampensau wie eh und je. Ob bei Rock am Ring, in großen und kleineren Hallen oder hier vor einem handverlesenen Publikum, Campino gibt einfach Gas. Da machte es auch nichts, das er nicht immer ganz textsicher war bzw. die Band sich auch das eine oder andere mal verzockte. „Die Saison beginnt und ihr seid ja besser vorbereitet als wir“ oder „Ich lass die Jungs später noch zwei Stunden ums Stadion laufen“ waren nur einige von Campinos Reaktionen auf solche Mißgeschicke – alle nahmen es mit Humor. Dazu war die Atmosphäre fast schon freundschaftlich zu nennen und solche Kleinigkeiten machten das ganze eher noch lustiger.

„35 Jahre“, „Reisefieber“, „Sekt oder Selters“ – es tat gut in Erinnerungen zu schwelgen um dann bei „Hier kommt Alex“, „Wünsch dir was“ und „Tage wie diese“ den ersten Teil des Sets nach 21 Liedern lauthals mitgröhlend zu beenden.

P1050571(1)P1050593(1)

Acht weitere Lieder sollte das euphorische, fahnenschwenkende, tanzende Publikum in der Halle02 geboten bekommen. Zugegeben, es war nicht zu 100% ein typisches DTH Publikum. Da waren auch einige darunter, denen man dann doch ansah, dass sie sonst eher andere Locations und vlt. auch Bands bevorzugen. Sicher war es aber auch für sie ein Erlebnis. Die Stimmung war trotzdem phantastisch.

Mit „Schönen Gruß, auf Wiederseh´n“ endete der zweite Zugabeteil, bevor sie, sozusagen als Rausschmeißer, noch die  Fußballhymne „You´ll never walk alone“ anstimmten. Schals wurden in die Luft gereckt, die Fahnenschwenker bestiegen breite Schultern und während das Licht anging sang der Chor in Halle02 dieses wunderbare Lied aus voller Kehle.

Ein unvergeßlicher Abend in Heidelberg, der Stadt in der die Hosen 28 Jahren nicht mehr spielten, fand so ein tolles Ende.

http://www.valve-magazine.net/konzertberichte/25-konzertberichte/4158-die-toten-hosen-8112012-in-heidelberg-in-halle02

MaD

P1050540(1)P1050638(1)P1050644(1)

Und hier noch ein paar Videos:

You´ll never walk alone:

Setlist:

  1. Ballast der Republik
  2. Altes Fieber
  3. Auswärtsspiel
  4. Alles was war
  5. Zwei Drittel Liebe
  6. Du lebst nur einmal (vorher)
  7. Die Moorsoldaten
  8. 35 Jahre
  9. Bonnie & Clyde
  10. Rock Me Amadeus
    (Falco cover)
  11. Das ist der Moment
  12. Das Mädchen aus Rottweil
  13. Europa
  14. Pushed Again
  15. Schrei nach Liebe
    (Die Ärzte cover)
  16. Reisefieber
  17. Steh auf, wenn du am Boden bist
  18. Sekt oder Selters
  19. Hier kommt Alex
  20. Wünsch DIR was
  21. Tage wie diese
  22. Encore:
  23. Draußen vor der Tür
  24. Keine Macht für niemand
    (Rio Reiser cover)
  25. All die ganzen Jahre
  26. Freunde
  27. Encore 2:
  28. Vogelfrei
  29. Schade, wie kann das passieren?
  30. Schönen Gruß, auf Wiederseh’n
  31. You’ll Never Walk Alone
    (Gerry & The Pacemakers cover)

Pipes And Pints – Found And Lost (VÖ 05.11.2012)

Die Jahreszeit für Bands wie Pipes And Pints beginnt gerade erst. Es wird früh dunkel, regnerisch, neblig und die Jungs treffen sich vorm Spiel im Pub auf ein paar Bier bevor es zum Fußball geht.

Was vor dem Spiel noch leise im Hintergrund erklingt, wird nach dem erhofften Heimsieg der Soundtrack siegestrunkener Punkrocker.

„Found And Lost“ liefert den Soundtrack für einen Abend, den man so schnell nicht vergessen wird und von dem man nicht weiß wie er endet.

 

„She´s The One“ macht den Anfang mit einem schönen Dudelsackpart um dann im nächsten Augenblick zu explodieren. Spätestens jetzt weiß jeder wo er bei Pipes And Pints gelandet ist.

Trinkfeste und tanzwütige Jungs und Mädels prosten sich zu, entern Stühle und Tische und singen den Refrain von „One Connection“ aus vollem Herzen.

Singalong Parts gibt s mehr als genug auf dieser Platte, die beim hören Lust auf das Live-Erlebnis machen.

Plätschert ein Song wie „Found and Lost“ anfänglich etwas dahin, so wird spätestens beim Chorus klar, dass auch dieser Song in den Clubs einen mehrstimmigen Besucherchor zum Angriff auf die Mikros der Musiker bewegen wird.

Da heißt es dann für Vojta den Dudelsack in Sicherheit zu bringen, den er auf „Found and Lost“ ansonsten sehr gezielt zum Einsatz bringt. Pipes And Pints verstehen sich als Punkrock Band und so ist der Dudelsack wohl dosiert. „Found And Lost“ macht keine richtige Pause. Ob bei „Her Life And Thougths“, „Blackhearted Douts” oder “Fear Is Just A Feeling” um nur einige exemplarisch zu nennen, spätestens beim Refrain ist Action angesagt.

Rotziger mehrstimmiger Gesang, ein Gitarrenbrett, Singalong Parts ohne Ende, Dudelsack – wem dies gefällt, der ist bei Pipes And Pints richtig und erst recht live.

„Apropos live“: Am 23.11.2012 in Pforzheim im Bottich – seid dabei!

MaD

http://www.valve-magazine.net/reviews/36/4147-pipes-and-pints-found-and-lost-voe-5112012 

Fools Garden – Who Is Jo King (VÖ 12.10.2012)

Da sich bisher niemand unterm Zitronenbaum erhängt hat, dürfen Fools Garden auch 2012 noch Platten machen – sehr gute noch dazu. Klingt nach bösem Scherz? Ach was! Wer will schon Witze über eine der erfolgreichsten deutschen Pop-Rock-Bands machen? Eben. Wir nicht. Stattdessen lieber ein Bericht übers neue Album.

Wer ist diese Band, die man als eine der erfolgreichsten ihres Genres bezeichnen kann und um die es so ruhig geworden ist? Fools Garden aus Pforzheim sind’s, die 1995 mit dem Song „Lemon Tree“ einen echten Welthit gelandet haben. Der Zitronenbaum wurde in den meisten Ländern Europas, aber auch in Asien mehrfach ausgezeichnet und noch heute kann Fools Garden dort wie da auf eine treue Hörerschar zählen.

Dennoch war es längere Zeit ruhig um Peter Freudenthaler und Co. Jetzt präsentieren sie mit „Who Is Jo King“ ein Album, welches zwar nicht ganz typisch für Fools Garden bisheriges Schaffen ist, aber trotzdem ziemlich gut in ihre Vita passt. Frische, eingängige Melodien, gefühlvolle Momente, mitreißende Parts – vor allem bei dem einen oder anderen Refrain -, zeichnen „Who Is Jo King“ nämlich aus.

Die Platte ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, ein Album als Gesamtwerk zu betrachten und sich nicht nur einzelne Songs herauszugreifen. Sonst würden Songs wie „Who Is Jo King“ oder „Don‘t Speak“ (zurecht?!) völlig untergehen. So aber bilden sie den jeweiligen Opener für das nachfolgende Stück.

Mit „Innocence“, „How Do You Feel“ und „Someday“ haben es Fools Garden geschafft, wunderbar eingängige Melodien mit starken Gitarrenparts zu verbinden und so drei rockige Popsongs geschrieben, die in jedem Stadion der Welt funktionieren. Alle drei Songs sind auf den Punkt produziert, ohne Schnick-Schnack. Einfach gute, handgemachte Musik. Von „Innocence“ gibt es sogar eine Version mit dem Filmorchester Babelsberg. Wer auf solch eine Kombination von Pop- und Orchestermusik steht, kommt hier definitiv voll auf seine Kosten.

Die Refrains aller drei eben genannter Lieder gehen einem ziemlich schnell ins Ohr, und nutzen sich dort auch nach vielfachem Hören nicht ab. Im Gegenteil. Was, wenn nicht das, ist es, das Musik dieses Genres auszeichnet? Allerdings bekommen das nicht sehr viele deutsche Bands  hin – Fools Garden auf „Who Is Jo King“ bilden da eine echte Ausnahme.

Und à propos Ausnahmen: Was das Album besonders macht, sind die Ausnahmelieder. „Water“ beispielsweise ist Peter Freudenthalers verstorbenem Vater gewidmet. Das lässt aus einem einfachen, ruhigen Song einen besonderen werden, da ihm diese persönliche Note innewohnt. Bei „She“ hört man Freudenthaler beinahe schreien und Claus Müller an den Drums hat in einigen Sequenzen die Möglichkeit, sich mal so richtig auszutoben. Dann gleitet der Song wieder in ruhiges Fahrwasser, untermalt mit Streichern.

„Who Is Jo King“ ist ein rundum stimmiges Popalbum mit einigen rockigen Elementen aus dem Hause Fools Garden, wie es eigentlich besser nicht sein könnte. Für alle Freunde des Megasellers „Dish Of The Day“ ist dieses Album der legitime Nachfolger.

MaD

Natürlich auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/71-pop/4066-fools-garden-who-is-jo-king-voe-12102012

DFB Pokal 2.Runde: KSC – MSV Duisburg 1:0

Es war einer dieser Abende warum man zum Fußball geht. Siegtore für den eigenen Verein sind immer schön, aber wenn sie in der Schlussminute fallen und dann auch noch im Pokal, dann sind sie umso schöner und werden ausgelassener als sonst gefeiert. Außerdem war der Sieg finanziell für unseren Verein ganz wichtig. So mal schnell 500.000 Euro mitnehmen tut gut. Kempe köpfte nach einer Freistoßflanke in der 89. Minute den Ball zum 1:0 Sieg ins Netz und im Wildpark tobte das Fußballvolk. Knapp 15.000 waren gekommen und sie sollten es nicht bereuen. Selbst Duisburg brachte für ihre Verhältnisse viele Leute mit. Sie standen recht geschlossen im Block und hatten gut geflaggt.

P1050458(1)P1050465(1)

Auf unserer Seite gab es als Intro endlich mal wieder eine Choreo. (Siehe Bilder unten)

Im Vorfeld sprachen alle davon, dass es ein Spiel auf Augenhöhe ist gegen den Zweiligisten und das wir gute Chancen haben. Bei so viel Optimismus bekomme ich immer Bauchweh, da ich meinen KSC kenne.

Nach 20 Spielminuten zogen wir allerdings das erste Fazit und dies war: „Dieses Spiel musst du nicht verlieren“!

Duisburg fand kein Mittel gegen die gute stehende Defensive des KSC, einzig bei einem Seitfallzieher in der 10.Minute wurde es gefährlich, aber er ging knapp drüber. Für uns hatte Hennings das Ding auf dem Fuß, aber Wiedwald parierte.

Das Spiel war umkämpft, Torchancen Mangelware. Lachheb hatte sie für Duisburg in Halbzeit zwei als Orlishausen leider mal wieder auf der Linie kleben blieb und der Duisburger völlig frei vor ihm auftauchte. Das er den Ball mit dem Rücken statt mit dem Kopf in Richtung unserers Tores bugsierte wäre die Schlagzeile gewesen, wenn er getroffen hätte.

Der Schiedsrichter spielte heute auch eine besondere Rolle. Irgendwann stand vor allem auf Seiten des MSV keiner mehr auf dem Platz ohne gelbe Karte. Was kommen musste war klar. Rot für Sukalo nach einem taktischen Foul im Mittelfeld. Am Spiel änderte sich aber nichts, beide Seiten bekämpften sich im Mittelfeld. Der KSC fand gegen 10 Duisburger auch kein Mittel. Es gab einige „Halbchancen“, aber nichts hunderprozentiges.

Erst die Standard in der 89. Minute änderte alles. Flanke, Kopfball, Tor!!! Im Jubel über den Treffer von Kempe ging fast unter, dass der Duisburger Torwart Wiedwald nocht die rote Karte sah. Warum? Die Fernsehbilder zeigten wie er den Ball aus dem Netz holte, seine Mannschaft anfeuerte und den Ball in Richtung Anstoßkreis warf. Der Ball flog relativ knapp am Schiedsrichter vorbei, der dies wohl als „Angriff“ wertete und Rot zeigte. Völlig crazy dieser Schiri, ich hoffe, dass der Verband ihn aus dem Verkehr zieht. Wie dumm und arrogant muss man sein hier die rote Karte zu zücken?

Duisburg schlug den Ball in der Nachspielzeit noch ein paar mal einfach hoch vorne rein, aber es brannte nichts mehr an und der Einzug in das DFB-Pokal Achtelfinale konnte auf unserer Seite gefeiert werden. Die MSV Fans waren eher not amused!

P1050477(1)P1050482(1)P1050484(1)P1050472(1)

An einem Pokalsieg ist doppelt schön, dass man danach träumen darf. Träumen von einem großen Gegener, träumen vom Endspiel in Berlin und natürlich auch ein wenig vom Europapokal.  So war im Clubhaus nach dem Spiel für genügend Gesprächsstoff gesorgt.

MaD

P1050459(1)P1050460(1)

BFV-Pokal Viertelfinale

Gestern wurde das Viertelfinale des Badischen Vereinspokals ausgelost. Der Sieger dieses Wettbewerbs ist automatisch für die 1.Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert.

Und was für ein Spiel haben wir in Aussicht in diesem Veirtelfinale:

Sieger aus Gartenstadt vs. Waldhof Mannheim – Karlsruher SC!!!!

Endlich ist wieder ein Derby gegen den Waldhof in Sicht. Drücken wir ihnen die Daumen, dass sie am 17.11. im Stadtderby gegen den unterklassigen Verein Gartenstadt gewinnen.

Alle Sicherheitsfanatiker haben eh schon Pipi auf der Stirn wegen diesem in Aussicht stehenden Viertelfinale. Es ist noch nicht terminiert wird aber ein Feiertag für alle Pyromanen und Groundhopper – so viel kann man glaube ich vorhersagen ohne ein Prophet zu sein.

Ick freu mir auf ein Derby beim Waldhof!!!

MaD

Der W – III (VÖ 19.10.2012)

Der W holt zum Schlag aus – und trifft. Mit „III“ liefern Weidner und seine Band das, worauf all diejenigen stehen, die harten deutschen Rock zu schätzen wissen. Dabei hat er aus dem Baukasten für erfolgreiche Rockmusik viele gute Einzelteile herausgeholt und zu einem stimmigen Ganzen zusammengebastelt.

Das heißt? Raue Gitarren, keine Experimente, einige düstere Songs, komplex geratene Texte und eine Power, die Weidner schon immer zu eigen war.

Der begnadetste Sänger ist Stephan Weidner sicher nicht, aber in jedem Song hört man, wie sehr er überzeugt ist von dem, was er da tut, wie sehr er sich reinhängt. Mit „Kafkas Träume“ und „Vergißmeindoch“ hat Der W gute Balladen geschrieben, während wiederum bei „Mordballaden“ die Wut in seiner Stimme sehr gut zur Geltung kommt. Wut? Ja, die ungespielte Wut auf unsere Gesellschaft, die Habgier und den überall vorherrschenden Betrug.

„Gespräche mit dem Mond“ ist ein Song, der für Tiefgang und etwas Melancholie sorgt. Dass es auch einfacher geht – und ohne Texte, über die man sich Gedanken machen sollte -, und dass Der W auch gerne live mal eine große Meute vor sich gröhlen sehen will, dafür steht „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“. Dieses Lied kann man sich gut als Opener auf der anstehenden Tour vorstellen, um die erste Energie aus dem Kessel der wartenden Fans zu lassen.

Und à propos live: Mit „Lektion in Wermut“ ist ihm ein absoluter Kracher gelungen, der vor der Bühne sicherlich für viel Bewegung im Publikum sorgen wird. Sobald man „Wermut“ mit „Demut“ ersetzt, wird dann übrigens auch wieder ein Text draus, der nachdenklich macht und in dem gewissermaßen viel Wahrheit steckt.

„Kampf den Kopien“ ist ein typischer „In die Fresse“-Song, wie wir ihn aus der Feder von Weidner schon oft gehört haben. Anscheinend lässt ihn seine ehemalige Band eben doch nicht los – er verteilt beinahe anmutig eine Ansage an diejenigen, die sich daran versuchen wollen noch etwas vom Erfolg früherer Tage abzubekommen.

Wer auf den anderen Frankfurter Bub „Wirtz“ steht, wird „III“ von Der W mögen. Fazit? Rockmusik auf Deutsch, die sich hören lassen kann.

MaD

Natürlich auch hier erschienen: http://www.valve-magazine.net/reviews/44/4042-der-w-iii-voe-19102012

Karlsruher SC – Preußen Münster 2:1 (27.10.2012)

Trotzig ist genau das richtige Wort um die Atmosphäre im Wildparkstadion an diesem Samstag zu beschreiben. Die wenigen hartgesottenen Fans die gekommen waren, ich schätze mal 7.000, trotzten dem plötzlichen Wintereinbruch und diesem Schneeregen bei eiskalten Temperaturen. Sie trotzten aber auch den ganzen sportlichen Widrigkeiten rund um ihren Verein und standen wie ein Mann hinter der Mannschaft des KSC. Ob auf der Gegengeraden, im A4 und A1 oder auf der nur zu einem guten Drittel gefüllten Haupttribüne, alle standen oder saßen sie wie zum Trotz immer noch oder schon wieder da um ihren KSC siegen zu sehen.

Auf den Rängen war es wie das letzte Aufgebot nach einem langen Kampf. Diesen langen Kampf hat der Verein und das Publikum irgendwie auch hinter sich. „Der Nebel lichtet sich und aus dem Hartwald schreiten trotzig die Fans und rufen mit einer Stimme: Immer wieder KSC, von der Elbe bis zur Isar, immer wieder KSC“! Es hatte was von „Braveheart-Atmo“!

Die Mannschaft schien zu spüren, dass bei diesem Wetter und dem Rückhalt der unerschrockenen Anhänger auf den Rängen etwas gehen muss. Sie nahm den Kampf endlich an und stellte sich einer Mannschaft aus Münster, die meines Erachtens die bisher beste Drittligaelf war, die sich im Wildpark vorstellte.

Mit der ersten Chance erzielte Rouwen Hennings gleich das 1:0 und dann hielt man einer spielerisch mindestens ebenbürtigen Mannschaft aus Münster stand. Natürlich wurde es wieder spannend. Ausgleich durch Taylor zu Beginn der zweiten Hälfte und dann die rote Karte für unseren Abwehrmann Gordon.

Just in dieser Minute aber zeigte unsere Mannschaft Charakter und ließ die Preussen nicht ins Spiel kommen. Sie kämpfte und suchte ihrerseits die Entscheidung. Als Hakan sich den Ball zum 2.Freistoß binnen einer Minute kurz vor dem Münsteraner 16er zurechtlegte war jedem klar, dass dies die Szene des Tages sein könnte und sie wurde es. Hakan hämmerte humorlos den Ball unter gütiger Mithilfe eines Münsteraner Abwehrbeins ins Netz und rutschte jubelnd auf den Knien gen Tribüne.

Selten habe ich so einen lauten Torjubel im Wildpark gehört, wenn man bedenkt wie wenig Leute da waren. Der Jubel über den Siegtreffer war laut und trotzig!

Wir werden immer da sein, egal wohin der Weg unseren KSC führt!

Noch ein Wort zu Münster. Ein sehr gut mit Bannern geschmückter Auswärtsblock und sie brachten auch viele Leute mit. Ab und an konnte man sie sogar hören, vor allem natürlich nach dem Ausgleich. Aber was eine Scheiße geht denn da ab? Ich weiß nicht warum und wieso, aber da stehen doch tatsächlich zwei getrennte Lager im selben Block und supporten die gleichen Farben. Puh, ist das mühsam und zum kotzen. Es ist einfach nur lächerlich und dumm und irgendwie auch schade. Vielleicht könnt ihr ja die T-Shirts der Fandemo mit verändertem Spruch anziehen: „Vereint in den Farben, getrennt in der Sache!“

Forza KSC!

MaD

P1050444(1)P1050442(1)P1050441(1)P1050446(1)

Cafe Kairo Pforzheim – Schöne Erinnerungen

Zum Glück hat da jemand gefilmt. Heute gäbe es aus dem Kairo zig verwackelte Handy-Videos. So haben diese Aufnahmen echt Seltenheitswert und sind einfach nur schön für alle die damals auch immer dabei waren.

Wir dachten, die Zeit würde nie zu Ende gehen…..*Träne verdrück*!

Schön war´s im Kairo!

OnkelMad

Ektomorf – Pforzheim, Bottich (21.10.2012)

“Don´t be shy, this is a metal show“! Mit diesen Worten erreichte Zoli genau was er wollte. Die kleine aber feine Meute im Pforzheimer Club Bottich legte ab dem dritten Song los, alle kamen direkt vor die Bühne und die Metalshow von Ektomorf begann.

 

Überraschend wie viele Leute auch beim neuen Material von Ektomorf absolut textsicher waren. „Black Flag“ erwies sich als absoluter Killer. Haare und Fäuste flogen durch die Luft und die ersten Körper durch den Raum.

Jetzt wurde gemosht und jeder Song den Ektomorf rausfeuerten gefeiert. So schnell hatte es selten eine Band geschafft Stimmung in einen Laden zu bekommen, der eher mäßig gefüllt war. Aber direkt an der Bühne war davon nichts zu merken, da ging es derb ab. Es war jetzt ein Gefecht bei dem beide Seiten scharf schossen. Die Energie aus dem Moshpit nahmen Ektomorf auf und feuerten sie in Form fetter Riffs und groovigen Bässen wieder zurück.

Zoli klatschte Hände ab und erfreute sich an diesem Publikum, welches aus dem Nichts einen bis dato (3 Vorbands – nur so war das Gesamtpaket erhältlich!!!) lahmen Abend, ins Gegenteil verkehrte. Ektomorf hatten sichtlich Spaß, ließen es sich aber auch nicht nehmen zu erwähnen, dass sie damit nicht unbedingt gerechnet hätten.

P1050426(1)

Ektomorf haben ihre ganz große Zeit sicherlich hinter sich. Nach einigen Umbesetzungen in der Band ist Zoli nun eigentlich die Band. Live sind sie aber immer noch eine Bank, da sie mit Songs wie „Outcast“, „Last Fight“, das oben erwähnte „Black Flag“ oder „I Know Them“ absolute Metalperlen im Gepäck haben. Wer Sepultura und Soulfly mag, liegt auch 2012 bei Ektomorf genau richtig. Eine tolle Show von Ektomorf und dies hautnah.


P1050427(1)P1050432(1)

Für euch im Bottich war
OnkelMad

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑