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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Konzerte

Born From Pain & First Blood (Alte Hackerei 10.04.2014)

Hardcore deluxe an diesem Donnerstag Abend im Alten Schlachthof. Dabei passt der Bandname First Blood wie fast kein Zweiter zu diesem Gelände und der Bar in der das Konzert statt fand.
Ausverkauftes Haus kündigte ein klitzekleines Schild am Eingang an und viele verwunderte Gesichter mussten unverrichteter Dinge wieder umdrehen. 150 Tickets waren verkauft und die Alte Hackerei platzte aus allen Nähten. Zum Glück konnte man sich auch zwischen den Gigs draussen aufhalten.
Carl Schwartz, Sänger und verbliebenes Gründungsmitglied von First Blood half vor Jahren auch schon mal bei Born from pain aus, so dass dieser Abend sicher das eine oder andere Deja vu bereit hielt.
Musikalisch ließen First Blood nichts anbrennen. Ihr Hardcore-Punk aus dem sonnigen Kalifornien bretterte zügig durch die Hackerei, aber mehr als kräftigen Beifall nach jedem Song gab es nicht. Nur ein paar wenige tobten direkt vor der kleinen Bühne rum.
Die Mütze von Carl blieb fest und tief ins Gesicht gezogen, er sprühte vor Energie, animierte immer wieder und fetzte über die Bühne. Das er auch mal bei Terror aktiv war, kann man verstehen.
Zufrieden waren nach der 3/4 Stunde aber trotzdem alle, der Merchandise Stand von First Blood wurde richtig gestürmt.

Ob Born from Pain bzw. ihr Sänger Rob aus „Scheisse Gold“ machen können wie der Doc in der Pause vor ihrem Auftritt vermutete blieb zu hoffen.
Die Hardcore Band aus den Niederladen hatten wahrscheinlich den großen Vorteil, dass Rob einfach Deutsch spricht und gleich die Leute richtig einbezog und sie an ihrer „Moshpit-Ehre“ packte.
Die Liste der Mitglieder, vor allem der ehemaligen bei Born from Pain ist lang. Rob ist eine der Konstanten. Fing er am Bass an, so singt er heute und ist wie dafür geschaffen.
In die Hackerei kam nun Bewegung. Rob ließ die Meute mitsingen, klatschte nach den Songs ab und hielt auch das eine oder andere politische Statement.
Immer wieder wurden die Leute aufgefordert nach vorne zu kommen und es bildete sich dann auch ein schöner Pit. Musikalisch sind sie einfach ein Brett, spielten ihr Best of auf den Punkt runter, vor allem der fette Bass stach oft schön heraus.
Rundum ein gelungener Gig, der nach 1 Stunde mit zwei Zugaben und viel Applaus endete.

MaD

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Grüße an die Crew: Diesel, Doc, Flo und Freddy die wütende Kugel im Pit

Broilers & 4 Promille live im Zenith München (05.04.2014)

Vor ausverkauftem Haus traten die Broilers im Münchner Zenith an. Die Band geht seit einer Weile mächtig durch die Decke, was sich an einer komplett ausverkauften Tour und einem Album (Noir) mit Bestplatzierung zeigte.
Vom Oi-Punk vergangener Tage ist wenig übrig geblieben, wir bewegen uns nun schon eher im Bereich Deutschrock, wenn auch mit mehr Punk als so manch andere Combo, die unter dieses Genre fallen würde.
Noch immer sind die Broilers aber live eine Bank und mit über 30 Songs und 2 1/2 Stunden Spielzeit kamen alle auf ihre Kosten an diesem Abend.
Sammy hat sichtlich Spaß an großen Hallen und gibt gerne den Entertainer. Spielfreudig, aber verbal etwas zurückhaltender präsentierten sich Ron und Ines, die beide aber auch auf der mittlerweile großen Bühne routiniert agieren.
Mit der Größe der Hallen und der Veränderung der Musik, wechselt auch etwas das Publikum. Man sah an diesem Abend im Zenith wenige „Rude-Boys“ oder „Skins“, eher „normales“ Publikum (….viele mehr als nur angetrunken und aggresiv….) und einige T-Shirts einer Band aus Südtirol.
Songs wie „Paul der Hooligan“ passen nicht mehr, obwohl viele mitsangen. Als Ines ins Mikro rief „wo sind die Hooligans?“ erhielt sie natürlich kein wirkliches Echo, ausser ein bierseeliges „Ööööhhhh“ aus vielen Kehlen, die aber diese Art Freizeitbeschäftigung nur aus den Medien kennen. Wenn man die große Bühne rocken will, dann muss man sich von einigen Dingen trennen und Szene eben Szene sein lassen.
Die Lieder der Broilers, vor allem die älteren, machen aber nach wie vor Spaß und die Band rockte das Haus gewaltig.
„Tanzt du noch einmal mit mir“, „An all den Schmutz“ oder „Nur die Nacht weiß“ waren Höhepunkte an diesem Abend.
Zwei Zugabeparts gab es mit jeweils vier Songs. „Meine Sache“ und „Blume“ hatten im Hauptteil noch gefehlt und wurden hier unter tosendem Beifall präsentiert.
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Die Broilers positionierten sich auch mehr als deutlich gegen Nazis an diesem Abend. Sogar 2x stellten sie klar wo sie stehen. Ein Verkaufsstand mit Anti-Nazi Klamotten rundete hier das Bild ab.
Sammy sprach auch über die sehr gespaltene Meinung der gewachsenen Fangemeinde zum neuen Album Noir. Aber hier wird man wohl nicht mehr so richtig zueiander kommen denke ich. Die Broilers haben sich durch die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Düsseldorf auf die großen Bühnen gespielt und sollen dies nun auch genießen. Gönnen wir es ihnen, denn wie viele Szene bzw. Underground Bands spielen sich den Hintern wund und haben nie die Chance von ihrer Musik zu leben. Die Broilers werden dies können.
Einige der alten Fans werden diesen Weg nicht mitgehen, aber das „Deutschrockpublikum“ fängt die Düsseldorfer sanft auf, man muss sich also keine Sorgen machen.
Leider verpassten wir 4Promille fast komplett, da wir im Augustiner Biergarten etwas zu lange verweilten bei Haxe, Schweinebraten und ein paar Bier. Aber „Ich werd mich ändern“ konnten wir gerade noch abfeiern. Immerhin!
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MaD

Killing in the name of…….Yen (Exil, 22.03.2014)

Wieder einmal waren Yen zu Gast im Cafe Exil in Pforzheim. Als ihre 2.musikalische Heimat kann man das Exil mittlerweile bezeichnen. Yen haben sich hier schon eine gute Fanbasis erspielt und sind immer willkommen.
Warum? Die Antwort dazu gab die Band auf der Bühne.
Ein ruhiges Accoustic Set zu Beginn mit tollen Interpretationen ihrer Songs, die man sonst nur rockig kennt. Dazu auch neue Lieder und zwar auf Deutsch.
„Kannst du es auch sehn“ und „Wo willst du hin“ waren zwei dieser neuen Lieder, die richtig viel Applaus erhielten. Texte mit Tiefgang, wie man so schön sagt und ein gewohnt gelungener gefühlvoller Vortrag von Yen, ließen diese Lieder gleich zu einem Höhepunkt des Abends werden.
Lebt „Matchstick Men“ auch eher mal von einer Rockgitarre, so war es auch mal nett diesen Song eher leise zu hören. Schön zu sehen wie die Rhymtmussektion der Band diesen und auch den anderen Songs im Accoustic-Set doch auch den nötigen Groove verpassen konnte.
Mit „Lift me up“ endete der ruhige Teil des Abends. Es wurde nun die Gitarre enger geschnallt und die Drumsticks angespitzt.
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„Hello I´m here“ war ein gelungener Auftakt um allen Besuchern zu zeigen, dass es jetzt los geht. Yen gab, trotz Erkältung, alles und holte erstaunliches aus ihrer angeschlagenen Stimme heraus. Immer mal wieder an der heißen Zitrone nippend zwischendurch, war es ihr während den Songs nicht anzumerken, dass sie nicht ganz fit war.
Auf der Welt läuft einiges nicht rund, was die Band mit dem Song „World is going wrong“ eindrucksvoll thematisiert umd dann aber auch gleich eine Liebeserklärung an die Liebe zu machen mit „Love keeps me alive“.
Bei „Stronger“ und „Can´t control“ gab Yen noch mal alles umd dann bei „We are one“ die ca. 60 Besucher im Exil noch mal zum mitsingen und mitklatschen zu animieren. „Seid ihr bei uns“ war die Frage und ja die Leute waren bei Ihnen (wenn auch nach Anlaufschwierigkeiten, aber typisch Exil eben).
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Ohne Zugabe kamen Yen nicht davon und mit „Nur du“ folgte ein weiteres Lied auf Deutsch, welches auch prima beim Publikum ankam. Es gibt so viel auszudrücken und zu sagen und manchmal kann man dies dann doch am besten in der Sprache in der man träumt und flucht.
Dieser Basslauf kam mir gleich bekannt vor und tatsächlich es war „Killing in the name of“ von Rage against the machine. Interpretiert von Yen auf ihre Art Musik zu spielen und so was von gut. Gänsehaut pur, als Yen und die Anwesenden gemeinsam den Refrain brüllten. Yen zeigten ihre Wut und auch ihr Gefühl mit der Vortragsweise dieses Songs. Er passt zu ihnen.

„Tonight“ und als Rausschmeisser „Plastic moon“ beendeten den Abend. 27 Songs und zwei Stunden später waren alle zufrieden und werden sich in dieser Besetzung auch in 2015 wieder im Exil treffen, da bin ich mir sicher.

MaD

Setlist:
Noone to hold on to
Real world
Since you´ve been gone
Kannst du es auch sehn
Wo willst du hin
Matchstick Men
Addicted
Sofa so good
Got no love
Deep space night
Lift me up

Hello I´m here
World is going wrong
Love keeps me alive
Sell your soul
Emotion D
The one I need
Nobody loves you (like I do)
Stronger
Black Waterfalls
Can´t control
Fear
We are one

Nur du
Killing in the name of
Tonight
Plastic moon

Rockstüble – Over And Out

Nach 25 Jahren schloss das Rockstüble in Pforzheim zum letzten Mal die Türen auf und vor allem zu. Eine Institution der Subkultur weniger in Pforzheim. Ein kleiner Raum, integriert in das Haus der Jugend, war viele Jahre lang ein Treffpunkt für alle Metalfans der Region. Ob bei Thekenabend zu Konservenmusik, irgendwelchen Parties oder bei Konzerten, es war immer laut und heftig. Zu Zeiten als Nutella noch viele Leute zu seinen DJ-Abenden lockte oder Frank versuchte Wave und Gothic am Donnerstag Abend dem Volk näher zu bringen, da ging auch noch richtig etwas im Rockstüble.
Dann gab es immer wieder Höhen und Tiefen, sehr gut besuchte Konzerte wie z.B. zum 15jährigen Jubiläum (Ektomorf, Betzefer), aber auch Abende an denen so gut wie nichts los war.
In den letzten Jahren fand das Rockstüble kaum noch statt. Zu selten Konzerte, öffentlich fast ohne Präsenz. Selbst als Napalm Death 2012 im Haus der Jugend spielte war nicht das Rockstüble der Veranstalter. Es war am Ende ein schleichender Tod, eigentlich schade, denn dieser Raum hat alles was man braucht für unvergessliche Musikabende.
Ein solcher sollte dieser Freitag dann auch werden, denn die drei zum Abschied geladenen Bands, konnten alle auf ihre Art und Weise überzeugen.

Rockatary aus Pforzheim machten den Anfang. 4 Jungs, die einfach gerne Musik machen, das merkt man ihnen sofort an. Sie sind nett, beherrschen ihre Instrumente gut, immer höflich zum Publikum und mit hübschen Mädels am Bühnenrand die jede Textzeile mitsangen. Rockmusik ohne große Schnörkel, mit eingängigen Melodien, Parts zum Klatschen und Mitsingen. Wer jetzt denkt, dies muss ja furchtbat langweilig gewesen sein der irrt gewaltig. Rockatary überzeugten mit ihrer Art Rockmusik zu spielen voll und ganz. Unermüdlich wurde das Publikum mit einbezogen, es wurde gelacht, die Darbietung als Ganzes machte einfach Spaß. Der Applaus am Ende war ihnen sicher und sie hatten ihn auch redlich verdient. Musik um mit dem Bier in der Hand, etwas mit dem Kopf nickend zuzuhören und zu wissen, das man hier richtig ist.

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Die nächste Band, kam ebenfalls aus Pforzheim. Fuck Mainstream get Refleshed ist auf ihrer Facebook Seite zu lesen und Refleshed sind wirklich alles andere als Mainstream und vor allem ihr Frontmann brachte des öfteren wieder eindeutig zum Ausdruck was er von allem hält was auch nur im entferntesten nach Mainstream aussieht. Lou war vom ersten Riff weg on fire und fetzte durch den kleinen voll besetzten Raum und schrie in sein Mikro als gäbe es kein Morgen.

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Dazu die schnellen donnernden Riffs von Bötti und Oli, es war ein Soundgewitter, untermalt von einem ständig antreibenden Schlagzeug und dem wummernden Bass von Tina. Man hatte das Gefühl, das Dirk den Jungs an den Gitarren immer im Nacken sitzt und sie versuchen ihm zu entkommen und so noch schneller spielen. In der Zwischenzeit schrie sich Lou alles von der Seele was ihn bedrückt und bewegt und dies ist so einiges. Auch das sterben der Subkultur ist für ihn ein großes Thema, wie er in mehreren Songpausen die Zuhörer wissen ließ. Refleshed waren am Ende alle!

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Mit May The Silence Fail hatte die Rockstüble Crew eine mehr als würdige Band geladen um in Sachen Konzerte den endgültigen Abschluss zu begehen. Was eine Wucht, was eine Energie uns hier entgegenschlug. Wie eine Wand stand der Sound von May The Silence Fail im Rockstüble und diese Wand bewegte sich mit jedem Lied immer weiter auf die Meute zu um sie an die Theke zu pressen und mit offenem Mund zurück zu lassen. Staunend über das eben erlebte Konzert. Wer In Flames kennt und mag, wird May The Silence Fail lieben. Nicht zu letzt bzw. gerade wegen Sarina und Janina, den beiden Frontfrauen, die abwechselnd shouten und singen. Die wenigsten im Raum kannten die Band, aber begeistert waren alle, wenn es auch etwas Zeit brauchte um etwas Leben in die Bude zu bekommen. Nur ganz vorne an der Bühne wurde gemoshed. (Wobei im Rockstüble irgendwie alles „ganz vorne an der Bühne“ ist!)

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Da einer der regulären Gitarristen nicht konnte, hatten sie eine Aushilfe dabei, welcher seine Finger so flink über sein Griffbrett fliegen ließ und so in das Bandgefüge passte, dass man hier niemanden vermisste. Eine Soundmaschine sind diese vier Jungs, die dermaßen auf den Punkt dem Zuhörer die musikalische Faust auf die berühmte „12“ hauen. Die Action überließen sie ihren Frauen, die super sympathisch das Publikum im Griff hatten und mit ihrem Gesang die Anwesenden in ihren Bann zogen. Am 04.05. spielen May The Silence Fail mit Ektomorf in Karlsruhe in der Stadtmitte, da sehen wir uns wieder!

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Der Abend klang mit ein paar Bier aus, wobei diese dann irgendwann zur Neige gingen. Als wir gerade schon gehen wollten, kam Nachschub. Geholt aus heimischen Keller, das was oldschool und macht den Abschied von solch einem Laden nur schwerer. Solche Abende werden immer weniger, die Subkultur stirbt.
Ein fettes DANKE an das Team vom Rockstüble für 25 Jahre Metal und Underground und für diesen Abend! Passt auf euch auf und bleibt gesund! 

MaD

(Einmal habe ich auch selbst, mit Hilfe von Freunden, ein Konzert im Rockstüble veranstaltet: http://onkelmad.blog.de/2009/03/15/hardcore-portus-5759805/)

The Porters meets Portus (Irish Pub, 22.02.2014)

Wenn man über The Porters liest, dass ihr Stil am treffendsten mit der Aussage „The Pogues meets Social Distortion“ zu beschreiben ist, dann kann man dies nach einem Konzert der Band durchaus unterstreichen. Am Vorband des geschichtsträchtigsten Tages der Stadt Pforzheim spielten Volker und Irish Pete mit ihren Porters im Irish Pub und begeisterten mit ihrer eigene Art des Folk-Punk.
Man stellt dies immer gerne heraus, dass eine Band ihren ganz eigenen Stil hat und oft trifft es ja nicht unbedingt zu, aber hier kann man dies guten Gewissens sagen. Straighter Punkrock, rockige Elemente und immer wieder Silke´s Violine, welche die Melodien genau richtig in den kräftigen Sound der Band hinein bringt. Bei Andy muss man immer aufpassen, welches Instrument er gerade spielt.
So wechselte er ständig zwischen Keyboard und Mandoline. Gehrke war an diesem Abend eher der „Unsichtbare“. Ist der Mann hinter den Drums eh oft am wenigsten wahr zu nehmen, so war dies im beengten Irish Pub noch mehr als sonst der Fall. „Irish Pete“ mit seinem breiten Kreuz versteckte in quasi hinter sich. Nach dem Konzert hatten Gehrke und ich noch eine kleine Begegnung. Er so: Na…. Ich so: War ganz nett…. Er wieder: Immerhin  ….beide hatten wir ein fettes Grinsen im Gesicht.
 
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The Porters hatten keinen ganz leichten Stand. So waren extra wegen ihrem Auftritt sicherlich nur knapp 30 Leute gekommen und so galt es das restliche Publikum im Pub für sich zu gewinnen. Dies gelang aber im wahrsten Wortsinn „spielend“. Spätestens ab dem Mike Ness Cover „Cheating at Solitaire“ hatten sie alle auf ihrer Seite. Wenn man die Augen schloss, hörte man Mike Ness. Entweder das Lager tat seine Wirkung oder die Stimmen ähneln sich wirklich so sher. Apropos Lager Beer. Stimmung kam erst so richtig ab Mitte des Sets auf, als dann einige gut geladen waren. Leute, als Fan des vorglühens kann ich euch sagen, das hätte uns an dem Abend alle weiter gebracht. Erst als die Franzosen, welche direkt vor der Bühne standen betrunken waren trauten sie sich auch was. Aber dann richtig! Gleich Mikro geschnappt und selbst gesungen.
Die Laune im Pub stieg und The Porters mussten zur Zugabe mehrmals antreten.
Über zwei Stunden unterhielten sie uns mit Folk-Punk, der im Endeffekt aber zum Glück mehr Punk als Folk ist. Die einprägsame Stimme von Volker, die sympathische Art mit dem Publikum zu kommunizieren von Basser Irish-Pete und selbst der lässig hinterm Mischpult lehnende bandeigene Soundmensch bleiben doch sehr positiv in Erinnerung.

Man hätte sich noch mehr Leute gewünscht, die extra wegen The Porters den Weg in den Irish Pub gefunden hätten und mehr Pogo wäre auch prima gewesen. Aber geschenkt, auch so war es ein toller Abend dank The Porters. Wir sehen uns hoffentlich mal wieder Folks!

MaD
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Bad Manners – Cafe Atlantik Freiburg (19.01.2014)

Während in Berlin gerade der Fankongress zu Ende ging, machte sich eine Pforzheimer Autokarawane auf den Weg nach Freiburg. In Karlsruhe noch einen Ultra alter Schule abgeholt und gemütlich über die Autobahn gen Süden geschippert. Und wie es so ist, wenn sich an Bord Punks, Skins und Ultras befinden, es gehen die Gesprächsthemen nicht aus. So verflog die Zeit und wieder mal reichte es nicht um alle Vorschläge zur Lösung der Weltprobleme auszudiskturien und gleichzeitig noch alle News zu den Themen Konzerte und Fußball auszutauschen.
Letzteres taten wir dann aber ausgiebig im Cafe Atlantik, welches wir schon gegen 17 Uhr betraten um vor dem Konzert dort noch zu essen und ein paar Bier zu uns zu nehmen. Von unserem Ecktisch im Nebenraum konnten wir dann auch beobachten wie sich die Location ab 20 Uhr gut füllte. Aus der näheren und vor allem weiteren Umgebung waren die Leute angereist um die Ska-Legende um Buster Bloodvessel zu sehen.

Kurz nach 22 Uhr ging es dann auch los. Das tanzwütige Volk trat mehrere Schritte vor und es wurde eng vor der Bühne. Bad Manners legten los und im Publikum wurde erst mal schnell geklärt was heute Abend hier geht oder auch nicht. Man einigte sich darauf, dass auf Pogo verzichtet wird und man „nur“ tanzt. Sehr schön zu sehen, dass diese „Diskussion“ ohne großen Ärger ablief und sich alle darauf einigen konnten.
Ein buntes Völkchen hatte sich hier zusammengefunden um Hits wie „Skinhead love affair“, „Lip up fatty“ oder „Special brew“ zu hören.
Bad Manners, gegründet 1976 in England, enttäuschten ihr Publikum nicht. Spielfreude pur legten die Musiker an den Tag und wurde es mal kurz ruhig, forderte vor allem Andy Perris sofort alle auf etwas mehr Stimmung zu machen.
Buster Bloodvessel trat in einem Leopardenmantel auf und ich war überzeugt davon, dass er diesen nach den ersten Songs ausziehen würde, aber weit gefehlt. Zum Glück hielt er starke 1 1/2 Stunden durch und begeisterte durch seine Präsenz und Ausstrahlung vor allem Leute wie mich, die ihm an diesem Abend zum ersten Mal gegenüber standen.
Nach zwei Zugaben ließen die Bad Manners ein zufriedenes und verschwitztes Publikum zurück. Sie hatten leichtes Spiel gehabt, da die knapp 400 Leute eh gekommen waren um sie und ihre Art den Ska zu spielen abzufeiern.
Mein rechtes Knie erinnerte mich noch Tage danach daran, dass dieser Abend denkwürdig war.
In der Hoffnung Bad Manners irgendwann wieder zu sehen, ging der Express wieder gen Heimat, am nächsten Tag war ja wieder Maloche angesagt.
Danke an Tosa, Flo, Nico, Anna und den Skin aus Ersingen.

MaD

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Bad Manners live in concert

Nächste Woche (19.01.) ist es soweit. Bad Manners gastieren in Freiburg im Walfisch. Chartert die Autos, nehmt Bus und Bahn oder lauft schon mal los – es wird großartig!


Ick freu mir!
MaD

Loaded – Alte Hackerei (28.12.2013)

Plüschi bescheerte uns wieder einen Jahresausklang der besonderen Art. Loaded waren zu Gast. Die Streetpunkband aus Mannheim mit Nick am Mikro, Matze an der Gitarre und die nach alkoholfreiem Bier verlangende Julia an den Drums.
Ihre Mischung aus Punk, Rock´n´Roll und Ska kam wieder sehr gut an in der Hackerei. Das Publikum und Loaded sind hier mittlerweile auch schon aufeinander eingespielt.
Sehr viele textsichere Menschen standen im engen Korridor vor der Bühne, Arme wurden nach oben gereckt, Fäuste geballt und aus voller Kehle die Songs von Loaded mitgesungen.
Wer sich etwas mehr bewegen wollte, konnte schönen Rempeltanz direkt vor den Monitorboxen mitmachen.

Nick´s Stimme muss man einfach mögen. Sie hat absoluten Wiedererkennunsgwert und sticht auch noch bei den Mitsingparts aus dem Chor heraus.
Matze beherrscht seine Saiten richtig gut, was er auch immer wieder bei seiner anderen Band „Old Man Coyote“ beweist, deren Sänger gegen Ende auch noch ein Lied schmettern durfte. Diese Band ist übrigens auch live ein absoluter Genuß.

Ghosts and Ghettos war wieder einer der Höhepunkte. Die Band veröffentlichte zu diesem Lied auch ein Video, welches auch Livemitschnitte vom Konzert Ende Dezember 2012 in der Hackerei beeinhaltet.

Nach mehreren Zugaben und dem Spirit of 69 klang der Abend mit DJ-Mucke fröhlich aus.

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MaD – In Trouble

The Sensitives & Old Man Coyote (Rockstüble Pforzheim, 06.10.2013)

Als ich mir im Netz Lieder von The Sensitives anhörte, fühlte es sich an wie wenn diese aus der Zeit stammen als die guten alten Across The Border noch das Land mit ihren Konzerten unsicher machten. Diese Mischung aus Folk und Punk wie ich sie bisher nur dort gehört hatte. Der Punk steht dabei, vor allem live, immer im Vordergrund. So war ich mehr als gespannt auf das Trio aus Schweden, welches an diesem Sonntag Abend zusammen mit der Karlsruher Band Old Man Coyote im Pforzheimer Rockstüble auftreten sollte. Ein kleiner Raum, der nur knapp 50 Leuten Platz bietet, mit einer netten Bar und etwas unheimlich gestalteten Wänden.

Old Man Coyote machten den Anfang und ließen dem Punk´n´Roll seinen Lauf. Schöne schnelle Gitarrenparts, Refrains zum mitgröhlen und eine Band die trotz der überschaubaren Zahl an Besuchern Spaß hatte (oder ihn zumindest glaubwürdig vorgaugelte *g). Wenn der Sänger einer Band schon ein Shirt von Minor Threat trägt, haben sie eh schon so viel Kredit, das wird dann auf jeden Fall immer ein guter Abend.

The Sensitives spielten danach ein verkürztes Set, bei dem sie aber Songs aus beiden bisher erschienenen Alben vorstellten. Boredom Fighters und Poetry As Hollow As It Can Be kann ich nur jedem ans Herz legen, der auf eine gesunde Mischung straighten Punkrock, gespickt mit Folkelementen steht. Live präsentierten sie an diesem Abend alles eine Nummer schneller als auf Platte was beim Publikum sehr gut ankam. Vor allem „How The Fuck“ oder auch „Kill You Another Day“ kamen sehr gut an. Beide tanzbar und mit einem schönen Refrain zum mitsingen. Paulina am Bass und Gesang, Anton hinter seinem Schlagzeug und Sänger, Gitarrist und Komponist Martin machten an diesem Abend richtig Lust auf mehr Punk, mehr Folk und mehr Schweden.

Netter Spruch des Barkeepers zum Abschluss: „Herzlichen Glückwunsch Jungs, ihr habt gerade einen Kasten Bier getrunken.“ Grüße an Tosa und Hannes!

MaD

The SensitivesOld Man CoyoteThe Sensitives IIThe Sensitives IVThe Sensitives VIThe Sensitives V

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