Suche

Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Kategorie

Konzerte

Ektomorf – Pforzheim, Bottich (21.10.2012)

“Don´t be shy, this is a metal show“! Mit diesen Worten erreichte Zoli genau was er wollte. Die kleine aber feine Meute im Pforzheimer Club Bottich legte ab dem dritten Song los, alle kamen direkt vor die Bühne und die Metalshow von Ektomorf begann.

 

Überraschend wie viele Leute auch beim neuen Material von Ektomorf absolut textsicher waren. „Black Flag“ erwies sich als absoluter Killer. Haare und Fäuste flogen durch die Luft und die ersten Körper durch den Raum.

Jetzt wurde gemosht und jeder Song den Ektomorf rausfeuerten gefeiert. So schnell hatte es selten eine Band geschafft Stimmung in einen Laden zu bekommen, der eher mäßig gefüllt war. Aber direkt an der Bühne war davon nichts zu merken, da ging es derb ab. Es war jetzt ein Gefecht bei dem beide Seiten scharf schossen. Die Energie aus dem Moshpit nahmen Ektomorf auf und feuerten sie in Form fetter Riffs und groovigen Bässen wieder zurück.

Zoli klatschte Hände ab und erfreute sich an diesem Publikum, welches aus dem Nichts einen bis dato (3 Vorbands – nur so war das Gesamtpaket erhältlich!!!) lahmen Abend, ins Gegenteil verkehrte. Ektomorf hatten sichtlich Spaß, ließen es sich aber auch nicht nehmen zu erwähnen, dass sie damit nicht unbedingt gerechnet hätten.

P1050426(1)

Ektomorf haben ihre ganz große Zeit sicherlich hinter sich. Nach einigen Umbesetzungen in der Band ist Zoli nun eigentlich die Band. Live sind sie aber immer noch eine Bank, da sie mit Songs wie „Outcast“, „Last Fight“, das oben erwähnte „Black Flag“ oder „I Know Them“ absolute Metalperlen im Gepäck haben. Wer Sepultura und Soulfly mag, liegt auch 2012 bei Ektomorf genau richtig. Eine tolle Show von Ektomorf und dies hautnah.


P1050427(1)P1050432(1)

Für euch im Bottich war
OnkelMad

Slime – Karlsruhe 10.10.2012

Zum Auftakt der Chaostage in Karlsruhe gaben sich die Urgesteine des Deutschpunk die Ehre im Substage. Ein Abend mit allem was „dazugehört“ sollte dieser Mittwoch werden.

Die Polizeipräsenz rund um das Substage war so groß wie nie. Völlig unnötig für den durchschnittlichen Konzertbesucher, den dieser war Anfang Vierzig mit ersten grauen Haaren, Bürojob, Kind unter 10 und längst in der sogenannten Mitte der Gesellschaft angekommen. Ein „linker Spießer“ eben, wie von Slime besungen.
Nur wenigen sah man den Revoluzzer noch an und nur ganz wenige sind wohl noch als solche aktiv.

Es entbehrte deshalb auch nicht an Ironie, dass draussen eine BFE-Einheit den Eingang des Substage verteidigte, während drinnen Slime A.C.A.B. anstimmten und fast alle Konzertbesucher lautstark mitgröhlten.
Die auf dem Vorplatz des Substage verbliebenen Punks versuchten doch wohl tatsächlich für umme das Konzert doch noch zu besuchen.
Der Eingang wurde kurzzeitig komplett geschlossen, es durfte also auch keiner mehr raus, während Punks und Polizei sich miteinander „vergnügten“.

Solch ein Abend wirft die generelle Frage auf was oder wer hier wirklich Punk(rock) ist. 100 besoffene Punks mit Wodka-Flaschen, die sich eine Auseinandersetzung mit der Polizei liefern oder eine in die Jahre gekommene Band mit ihrem nicht mehr so ganz taufrischen Publikum, die ein friedliches (Punk-)Konzert gemeinsam erleben???

Slime 2012 sind einfach stark. Nicht nur, dass sie in einem 2-stündigen Konzert kaum Musikwünsche offen lassen, auch liefern sie mit „Sich fügen heißt lügen“ eine tolle neue Platte ab. Deutschpunk Marke Slime vom feinsten mit tollen Texten des Dichters Erich Mühsam und klarer Botschaft.

Die Stimme von Dirk ist immer noch kraftvoll, er lebt diese Band und man nimmt ihm alles ab was er uns durch die Musik sagen will.

So richtig Stimmung kam immer dann auf, wenn Slime Ihre Klassiker spielten und alle lauthals mitsangen. Ob „Alle gegen Alle“, „Linke Spießer“, „Legal, illegal, scheißegal“ oder „Störtebeker“ – bei diesen Liedern waren alle Anwesenden wieder jung, radikal und trugen bunte Haare!
„Gewinnen werden immer wir“ widmete Slime dann auch den „echten“ Fans des Karlsruher SC. „Echt“ steht bei Slime für alle Fans, die offen und ohne Vorurteile gegen Minderheiten sich im Stadion präsentieren. Dies ist beim KSC zum Glück die absolute Mehrheit!

Für zwei Stunden wieder Punk sein – Danke Slime!

Danach bahnten sich alle den Weg durch Scherben und vorbei an maskierten Polizisten zu ihren Mittelklassewagen und sangen im Auto aus voller Kehle „Brüllen, zertrümmern und weg“!!!

Für euch bei Slime war
OnkelMad

P1050347(1)P1050362(1)P1050363(1)

Swingin´ Utters – live @Kuperdächle Pforzheim 12.09.2012

Unter der Flagge von Fat Wreck Chords zu segeln ist Auszeichnung und Anspruch zugleich. Swingin´ Utters verdienen das eine oder werden dem anderen gerecht. Punkrock aus dem sonnigen Kalifornien brachten sie mir, laute Gitarren, Melodien um das Tanzbei zu schwingen und einen Jonny Bonnel am Mikro, der selbiges eine Stunde lang als imaginäre Streitaxt benutzte.

Subkultura veranstaltete im kleinen Raum des Pforzheimer Kupferdächle dieses Konzert zu dem leider nur knapp 50 Leute kamen. Stimmung kam nicht so richtig auf, wenn auch der Auftritt der Swingin´ Utters dazu mehr als genug Anlass gegeben hätte. Aber wir kennen dies ja alle von anderen Konzerten mit wenig Gästen. Da gibt es immer 5-6 Leute die sich bewegen und der Rest hält sich am Bier fest. Gefallen hat es trotzdem allen. Nach jedem Song gab es fett Beifall und mit dem Kopf nicken konnten während den Liedern eigentlich auch alle.

Jonny Bonnel schien nicht so wirklich Spaß zu haben. Schon nach dem zweiten Song sprach der von einer „amazing crowd“ und auch sonst beachtete der das Publikum nicht wirklich, mit Ausnahme des älteren Hippies der oberkörperfrei den gesamten Gig vor ihm rumzappelte wie ein Duracell-Häschen.

Auf die wenigen Zugabe Rufe (….bei wenig Gästen gibts eben auch wenig We want more Rufe…) reagierte die Band nicht und verabschiedete sich in Richtung Backstage. Da hätte ich etwas mehr erwartet. US-Punkrock heißt eben nicht immer ausverkauftes Haus und Vans Warped Tour. Aber gut, ein schlechter Tag sei jedem gestattet.

Fazit: Die Stunde Musik mit den Swingin´ Utters war hervorragend. Eine tolle Band mit klasse Songs. Das drumherum, Anzahl der Gäste und Auftreten der Band gegenüber dem doch durchaus wohlgesonnenen Publikum, ließ leider stark zu wünschen übrig.

Von den Vorbands sah ich nur 15 Minuten von Kill Valmer, aber das war ok. Hat mir gut gefallen.

Mein Dank geht an Subkultura für diesen Abend!

Für euch beim US-Punkrock war OnkelMad

P1050319(1)P1050320(1)

Natürlich auch hier erschienen:
http://www.valve-magazine.net/konzertberichte/25/3790-swingin-utters-1292012-im-kupferdaechle-pforzheim

Sick of it all – Karlsruhe, Stadtmitte

Built to last war der Einstieg in eine einstündige mehr als solide Hardcoreshow von Sick oft it all. Die New Yorker, die uns seit 1986 mit ihrem Hardcore erfreuen, traten in der Stadtmitte mächtig aufs Gaspedal.
Der kleine Club im Herzen von Karlsruhe war bei dieser Matinee Show sehr gut gefüllt und ließ sich nicht lange bitten. Im Gegensatz zu den Bands davor, war das Publikum nicht mehr wieder zu erkennen.
Aufgrund des frühen Beginntermins saßen viele während der ersten beiden Bands noch im lauschigen Hinterhof des Clubs und ließen es sich mit Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Bier gut gehen.

Bei „Devil in me“ waren dann zwar viele schon vor der Bühne, aber nur selten bewegte sich jemand. Dies ließ für den Auftritt von SOIA schon einiges befürchten, aber weit gefehlt.
Sie wurden euphorisch begrüßt und die Stadtmitte verwandelte sich binnen kurzem in einen Saunaclub.
Zu Hymnen wie Die Alone oder Sanctuary bildeten sich Trauben um Lou Kollers Mikro und man hatte das Gefühl, dass die „Singalong Parts“ bis weit hinaus in die Stadt zu hören sind.

Scratch the surface durfte natürlich auch nicht fehlen und spätestens mit diesem Song gab es kein Halten mehr vor der Bühne. Hart aber fair lautete das Motto und der völlig verschwitzte Hardcore Mob gab bis zum letzten Akkord alles, sehr zur Freude der Band die immer wieder dem Publikum applaudierte.

Das Besondere am Hardcore und insbesondere auch an den Auftritten von Sick of it all ist, dass man immer das Gefühl hat ein Teil der Show zu sein. Nicht nur als Konsument es auf sich wirken zu lassen, sondern zum gelungenen Abend beitragen zu können.
Stagediving, Pogo, Parts zum Mitsingen, all dies macht den Abend aus. Die Band liefert die Grundlage, für alles weitere ist die Crowd im Club verantwortlich. Wall of death oder Circle Pit, dies muss aus dem Publikum heraus entstehen und je mehr sich beteiligen, desto gelungener die Show für Band und Fans.

An diesem frühen Abend in der Stadtmitte lebte der Hardcore Spirit, dank Sick of it all und einer guten HC-Meute vor der Bühne.

(Danke an den Doc fürs organisieren, Sepp fürs pünktliche erscheinen und die ganze Hardcore/Fußball-Crew die mit mir am Start war.)

Hardcore is the best music, isn´t it?! (Mike, Chicago 1998)

OnkelMad

P1050150(1)P1050146(1)P1050123(1)

Maximo Park – keine Band für Das Fest

Die Bühne war bereitet und der sagenumwobene Hügel „Mount Klotz“ voll besetzt. Auf einem der größten Open Air Festivals Deutschlands würden gleich Maximo Park spielen.

Die Indie Band aus Newcastle um Sänger Paul Smith wurde mit Spannung erwartet.

 

„Das Fest“ in Karlsruhe lockt seit vielen Jahren die Massen an um neben internationalen Größen auch kleinere Bands, Kleinkunst, Klassik und das Leben an sich zu feiern.

Das Herz von „Das Fest“ schlägt auf dem Hügel, welcher genau gegenüber der Hauptbühne aufragt und spätestens ab dem frühen Abend bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Wenn der Hügel bebt hat die Band auf der Bühne alles richtig gemacht.

 

Bei Maximo Park bebte der Hügel nicht. Im Gegenteil, er schlief tief und fest und leerte sich bedenklich.

Hatte nun Maximo Park alles falsch gemacht? Nein, nicht alles!

 

Als die Klänge von „Girls who play guitars“ erklangen war fast klar was an diesem Abend das Hauptproblem sein würde.

Es standen nur wenige echte Maximo Park Fans an der Bühne, die sofort jubelten als die ersten Akkorde erklangen. Ansonsten 40.000 junge und alte Fans von „Das Fest“, die immer da sind egal welche Bands spielen.

Dies macht den besonderen Charakter dieses Festivals aus, kann aber auch der Stimmungstod bei einer Band wie Maximo Park sein.

Paul und vor allem auch Keyborder Lukas Wooller gaben alles. 90 Minuten Bewegung und Action auf der Bühne. Es wurde gesungen und sich die Seele aus dem Leib gebrüllt. Die ganze Breite der Bühne genutzt um das Publikum zu animieren, es half alles nichts.

 

Ihre Musik, so laut, gefühlvoll und voller Energie sie auch vorgetragen wurde, die Unkenntnis der Zuhörer verschluckte sie einfach.

Maximo Park schafften es über die gesamte Spielzeit nicht so etwas wie Stimmung in den Open Air Laden zu bringen. Wer hier schon Bands wie Seeed, Beatsteaks, Faithless oder die Simple Minds (…natürlich kann man diese Bands nicht zu 100% mit Maximo Park vergleichen…) erlebt hat, der weiß was Feststimmung bedeutet. Dagegen war bei Maximo Park leider Beerdigung erster Klasse angesagt.

 

Der Hügel möchte angestrahlt werden, er möchte das man mit ihm redet, dass er die Arme in die Luft recken soll, gemeinsam klatschen oder ein lautes „Hey“ brüllen soll. Dann ist er da und nimmt die Band in seine Arme.

Paul Smith redete nicht mit dem Hügel.

 

Ohne Zugabe und auch ohne das diese lautstark gefordert wurde, gingen sie um 23 Uhr geschlagen von der Bühne. Geschlagen von einem Publikum, welches nicht geschaffen war für die Musik der Briten.

 

P1040953(1)

 

 Für euch auf „Das Fest“ war OnkelMad

 

Trash Zone in Trash City

30 Years of Trash, das Motto der lang ersehnten D.R.I. Tour, lockte viele ältere Herren in den kleinen Raum des Pforzheimer Kupferdächle. T-Shirts und Kutten die schon vieles erlebt haben, betraten diese für knapp 150 Besucher ausgelegte Location um Kurt Brecht und seine Mannschaft zu sehen. Schön, dass Spike Cassidy auch wieder in alter Form am Start sein kann. Wenn die Worte intim oder hautnah für ein Konzert zutreffen, dann an diesem Abend des 19.07. in Pforzheim. D.R.I. und das Publikum waren vom ersten Riff an eine Einheit und beide hielten 1 3/4 Stunden durch und dies trotz, der nach vielen Pogo-Einlagen und geschüttelten Haaren, schlechter Luft. Songs wurden persönlich bei Kurt oder Harald Oimoen gewünscht und mit viel Schulterklopfen abgefeiert. Bei der durchschnittlichen Länge von D.R.I. Songs kann man auch mal einige spielen an so einem Abend. Harald hatte sichtlich Spaß und bewegte seinen Bass mehrmals von der doch knapp 20cm hohen „Bühne“ herunter um im Moshpit seine Finger oder auch die Zunge eines Fans über die dicken Saiten zu bewegen.

D.R.I., eine Band die die Generationen von Skatern den Soundtrack geliefert hat und mit ihrer Mischung aus Hardcore, Punk, Metal im wahrsten Sinne des Wortes irgendwo Crossover ist. Gibt es diesen Stil überhaupt heute noch in der Form? Mit der Band sind auch ihre Fans dem „16jährigen Skater“ entwachsen, was aber der Stimmung keineswegs schadete. Im Gegenteil, die meisten holten an diesem Abend vor der Bühne noch mal alles aus sich heraus und hatten am nächsten Tag wohl gut mit Muskelkater, Nackenschmerzen und etlichen blauen Flecken zu kämpfen.

Die Spielzeit von knapp 1 3/4 Stunden ist auch nicht selbstverständlich und muss deshalb hier lobend erwähnt werden. Kurt war sichtlich am Ende vor den 5 Zugaben und hätte wohl am liebsten, im wahrsten Sinne des Wortes, das Handtuch geworfen. Aber über 100 gröhlende Fans ließen ihn aus dieser Nummer nicht raus.

Am Ende dieses intensiven schweißtreibenden Abends wurden Hände geschüttelt, Merchandising ohne Ende gekauft und viele Erinnerungsfotos fürs Familienalbum gemacht. Falls der Enkel irgendwann mal auf die Idee kommt und seinen Großvater fragt „Grandpa tell me a story, a real story“, dann hat Grandpa eine richtig gute auf Lager.

Für euch bei D.R.I. war OnkelMad

P1040831(1)P1040833(1)P1040835(1)P1040879(1)

P1040885(1)

Samy Deluxe – derbe aufm Happiness

Das Happiness Festival hatte am Freitag Abend einen besonders derben Künstler am Start. Samy Deluxe himself gab sich die Ehre und hatte die Tsunami Band mitgebracht. Pünktlich zum einsetzenden Regen fegte die Band dann auch eine Soundwelle über die feierwütige Menge hinweg und ließ diese tanzen und hüpfen.

Samy Deluxe reimte sich 1 1/2 Stunden mit viel Spaß durch mehrere seiner Alben. Der sympathische MC begeisterte dabei vor allem auch durch seine Art des Auftretens und nicht zuletzt dadurch, dass er eben auch wirklich etwas zu sagen hat. Er ist ja bekannt dafür, dass er in Sachen Politik und Gesellschaft kein Blatt vor den Mund nimmt und Dinge beim Namen nennt, dabei aber nie den Spaß und die Freude an der Musik zurückstellt.

Nicht nur für die jüngeren Fans war etwas dabei, auch den Oldschool Leuten bot er so einiges, vor allem bei der Zugabe als er mit „Pures Gift“ die letzten zum toben brachte.

Ein rundum gelungener Abend mit dem Rapper aus Hamburg und seiner Band. Aber seht selbst auf dem Video:

P1040774(1)P1040790(1)P1040797(1)P1040799(1)P1040804(1)

Samy deluxe findet OnkelMad

Pearl Jam – der Abend einer ganzen Generation

Auf den Fluren der O2-Arena in Berlin wurde an diesem Abend nicht nur Deutsch gesprochen. Italienisch, Spanisch, Englisch, Polnisch war zu hören. Eine internationale Community hatte sich versammelt um ihre Band zu feiern.
Diese Band musste schon etwas älter sein wie die vielen grauen Schläfen der männlichen Besucher vermuten ließen.
Ein weiteres Indiz dafür waren die Namen auf den Band-Shirts, wie New Model Army, Ramones oder D.R.I.!

Eine Generation war gekommen um ihre Jugend und den Soundtrack dieser Zeit zu feiern. Männer und Frauen, die in den 70igern geboren wurden kamen an diesem Abend in Berlin zusammen um Pearl Jam zu hören und abzutauchen in die unbeschwerte Zeit vergangener Tage.

Pearl Jam, ein Name der zeitlose Rockmusik (…oder ist es doch noch Grunge?) auf höchstem Niveau verspricht und mit Songs wie Even Flow, Jeremy, Black, Alive oder dem Neil Young Cover Rockin´ in the free world, in der Lage ist mir eine wohlige Gänsehaut zu bereiten.

Es gibt auf der Welt wohl kein Publikum, welches so textsicher ist wie die Fangemeinde von Pearl Jam. Jedes Lied wurde von tausenden Kehlen intoniert.
Die Band aus Seattle musste auch in Berlin nur eine Saite auf der Gitarre anschlagen und schon hörte man von allen Seiten „oh, sie fangen mit Long Road an“ oder „Once – wie schön“. Ich bin immer wieder begeistert über die Stimmung auf Pearl Jam Konzerten. Sie sind ein richtiges Happening.

Die Setlist an diesem Abend ließ fast keine Wünsche offen. Nur „Sonic Reducer“ fehlte und hätte doch so gut nach Rearviewmirror oder Do The Evolution reingepasst. Oder in die unglaublich intensive Songfolge von Even Flow, Daughter und State Of Love And Trust.

Alleine die zweite Zugabe mit den Songs Jeremy, Leash, Black, Alive und Rockin´ in the free world war unglaublich und die Menschen sangen als gäbe es kein Morgen mehr.
Der „Rausschmeißer“ Indifference ging fast im Jubel über das soeben gehörte unter.

Die Rockgitarre hatten Pearl Jam an diesem 04.Juli definitiv in die O2 Arena nach Berlin mitgebracht. Ein weiterer Höhepunkt war das Ramones Cover I Believe In Miracles, welches zum ersten Mal seit 2007 wieder in Europa gespielt wurde. Danach das unglaublich energiegeladene Rearviemirror, welches am Ende von 17 Songs stand bevor die beiden Zugabeparts beginnen sollten bei denen das Konzert praktisch noch mal von neuem begann.
Am Ende standen 28 Lieder und weit über zwei Stunden unglaublicher Atmosphäre die uns alle staunend über diese Band zurückließ.

Eine Generation war gekommen um ihre Band, ihre Jugend und ihren Soundtrack zu feiern. Sie werden wiederkommen und bei Songs wie Even Flow, Alive und Rockin´in the free world sich und allen anderen schwören: Keep on rockin !

Froh dabei gewesen zu sein ist euer
OnkelMad

Hier die komplette Setlist des Abends:

Metamorphosis 2

(Philip Glass song) (intro)
Long Road 
Why Go 
Given To Fly 
The Fixer 
Faithfull
Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town
Got Some
Corduroy 
In My Tree 
Even Flow 
Daughter 
State Of Love And Trust
Immortality 
Lukin 
Unthought Known 
I Believe In Miracles 
Rearviewmirror

Encore:
The End 
Just Breathe
Hard To Imagine 
Once 
Do The Evolution 

    Encore 2:
    Jeremy
    Leash 
    Black
    Alive
    Rockin‘ in the Free World
    Indifference

    Habt ihr schon mal versucht eine Top 3 der besten Pearl Jam Songs zusammenzustellen? Ihr werdet es nicht schaffen, ohne das sich mehrere Lieder eine Platzierung teilen. Probiert es aus! Gerne auch hier als Kommentar, ich bin gespannt.

    P1040662(1)P1040666(1)P1040676(1)P1040693(1)P1040698(1)P1040702(1)P1040708(1)P1040712(1)P1040713(1)P1040720(1)P1040721(1)P1040730(1)P1040639(1)P1040650(1)P1040669(1)P1040723(1)

    Check out: http://www.valve-magazine.net/

    Madball – New York Hardcore meets Portus Hardcore

    Ein Traum wurde wahr. Die mächtigen Madball direkt vor der Haustüre, in der eigenen Stadt. Ende der 90er zum ersten Mal live gesehen. Damals in einem Bowling Center in Chicago. Mitts erinnerte sich sogar noch an diesen Gig und wir mussten herzlich lachen, da es echt irgendwie strange war damals. Mittags um 17 Uhr ging dieses „All ages“ Konzert los und eigentlich juckten einen eher die Finger um mit den herumliegenden Kugeln auf die Bahn zu gehen an diesem Nachmittag, aber nein Hardcore war angesagt. Freddy war vom Ambiente der Location wohl auch überrascht und Mitts erzählte, dass er ihm erst beibringen musste, dass es cool wird in einem Bowling Center zu spielen. War es dann auch – sehr geiles Publikum damals.

    Lange her und nun waren sie da und wir schauten zusammen in einer Bar das EM-Spiel Spanien-Portugal. Die Madballer fieberten eher für die Portugiesen. Mitts schön einem US-Nationaltrikot der Fußballmannschaft. Seine Favoriten neben Deutschland noch Holland und England – läuft!  Da wir dort zusammen saßen hatte dies für uns den Vorteil, dass wir nicht hektisch auf die Uhr schauen mussten wann denn nun vlt. das Konzert beginnen würde. Und Madball hatten es nicht eilig an diesem Abend.

    Konzert war super. Eine Stunde Hardcore at it´s best und gute Laune im Publikum. Recht kleiner Moshpit mit zumeist sehr jungen und äußerst textsicheren Leuten. Freddy hatte seinen Spaß und sein Mikro fand häufig den Weg mitten rein in die Crowd. Ab und an ließen sich auch ein paar ältere Semester nicht lumpen, vor allem bei Songs die Freddy mit „Where are the old school people“ einläutete.

    Ein wunderbarer Abend mit einer der besten Hardcore Bands die es auf diesem schönen blauen Hardcore-Planeten gibt. Danke an Subkultura!!!! Support your local Konzertveranstalter!!!!

    Hier ein kleiner Ausschnitt:

    P1040586(1)P1040623(1)
    P1040603(1)P1040613(1)P1040616(1)P1040615(1)

    OnkelMad

    Bloggen auf WordPress.com.

    Nach oben ↑