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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Zamme Nausdabbe – Gegen Kollektivstrafen

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Unser vorerst letzter Heimauftritt in der Zweiten Liga wird vor dem Stadion stattfinden! #fürimmerKSC

Seid dabei und zeigt Flagge gegen Kollektivstrafen des Alt Herren Klüngels DFB. Selbst (höchstwahrscheinlich) bei der Vergabe der WM2006 Bestechungsgelder bezahlt um die nötigen Stimmen zu bekommen (liest man überall) aber in Deutschland die Vereine abkassieren und haltlose Kollektivstrafen aussprechen.

MaD

Das Ende Ist Nah!? 

11Freunde veröffentlichte den hier verlinkten Artikel über die Entwicklung des Profi-Fußballs.

Er beschreibt aus meiner Sicht sehr gut die Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Jeder der mit halbwegs offenen Augen das Geschehen verfolgt glaubt nicht mehr an einen fairen sportlichen Wettbewerb. Doch lest selbst:

http://m.11freunde.de/artikel/ist-der-zauber-des-spiels-verflogen

Bei mir hat die Abkehr von dem was sich mal Landesmeister Wettbewerb (mittlerweile Champions-League mit den Zweiten, Dritten und Vierten der großen nationalen Ligen) längst statt gefunden. Schau nahezu keine „Gruppenspiele“ mehr, weiß nicht wer die Gegner der deutschen Klubs sind und interessiere mich auch nicht für die x-te Auflage von Arsenal London-FC Bayern im Achtelfinale. 

National feiert man den vermeintlich dieses Jahr statt findenden Konkurrenzkampf um die Meisterschaft zwischen dem FC Bayern und Red Bull Leipzig so dermaßen lautstark, dass klar ist wie viel Angst man vor einem weiteren Jahr Langeweile hat. In den letzten drei Jahren wurde dies durch die unglaubliche Fixierung der medialen Berichterstattung auf den Abstiegskampf deutlich. 

Als KSC Fan habe ich das Glück noch etwas ursprünglichen Fußball erleben zu dürfen. Dies ist selbstverständlich auf dem ausbleibenden sportlichen Erfolg und unserem alten Stadion zu verdanken. 

Ich darf dies erleben mit vielen Menschen um mich herum, für die der Fußball keine Ware ist, sondern ihr Leben. Das ist viel wert und dafür danke ich euch ihr Verrückten aus dem L-Block.

MaD

Trainer des Jahres 2015: Markus Kauczinski – Kein Scherz

Als ich gestern Abend die Nachricht bekam, dass unser Trainer Markus Kauczinski den Trainerpreis des deutschen Fußballs erhielt, erfüllte mich dies mit großer Freude und Zufriedenheit.

Es ist eine tolle Auszeichnung für unseren Coach und auch für den Karlsruher SC. Was Kauczinski seit dem Abstieg in die 3.Liga im Jahr 2012 mit dem KSC erreicht hat ist überragend und wäre in der Saison 2014/2015 fast mit dem Aufstieg in die Erste Bundesliga gekrönt worden.

Es sind aber nicht nur die letzten Jahre als Profitrainer, welche diesen Preis mehr als rechtfertigen. Über viele Jahre war „Kaucze“ für die U-Mannschaften des KSC verantwortlich. Er entwickelte viele junge Talente weiter und war so einer der wichtigsten Menschen in einem Ausbildungsverein wie dem KSC. Der Aufstieg mit der A-Jugend in die Bundesliga war einer seiner größten sportlichen Erfolge.

Seine langjährige Treue zum Verein zahlte dieser zurück, indem er es ihm ermöglichte den Trainerschein zu machen um im Profifußball arbeiten zu können. Nach mehrmaliger Interimstätigkeit bekam er vom KSC im März 2012 das Vertrauen die Erste Mannschaft zu übernehmen.

Dies war ein Gewinn für alle. Er schaffte es den Verein sportlich zu stabilisieren und wieder in die 2.Bundesliga zurück zu führen. Hakan Calhanouglu (inzwischen bei Bayer Leverkusen) war hierbei ein wichtiger Baustein. Kauczinski gelang es dieses Jahrhunderttalent in der so wichtigen Drittligasaison beim KSC zu halten und damit den Aufstieg maßgeblich positiv zu beeinflussen.

Menschlich überragend fand ich seine Reaktion nach der verlorenen Relegation 2012 gegen Regensburg. Er besorgte einen Kasten Bier und ging mit diesem zur gerade abgestiegenen Mannschaft in die Kabine. Keine Vorwürfe, keine Brandreden, einfach nur für die Jungs da sein in der Situation.

Markus Kauczinski formte ein gutes Team aus erfahrenen und jungen Spielern und bereitete uns damit sehr viel Freude über die Jahre. Aus den beim KSC gegebenen Möglichkeiten machte er enorm viel, er wird uns fehlen in der Zukunft.

Konnte es eine bessere Wahl geben als den Trainer des Karlsruher SC?

Wer dieses Interview mit ihm liest, wird die Frage mit einem klaren „Nein“ beantworten:

http://www.dfb.de/news/detail/preistraeger-kauczinski-dachte-erst-an-einen-scherz-141508/

(Achtung: Dieser Link führt zu einer dubiosen weltweit operierenden Organisation, welche in allerlei windige Geschäfte verstrickt ist und wie in einer Parallelgesellschaft üblich sogar über eigene Gerichte verfügt. Außerdem wird „Unparteiischen“ wie Manuel G. hier eine Plattform geboten um aktiv über das Schicksal von Sportvereinen zu entscheiden. Klick auf eigenes Risiko!)

Herzlichen Glückwunsch Markus!

MaD

 

 

Wasser marsch zum 2:2

Karlsruhe liegt zwar am Rhein, aber dass Wasser von der Waldstadt aus quer durch die Stadt fließt und Gulli-Deckel als Sprudelbecken anmuten, ist neu.

Nach einem Wasserrohrbruch sank der Druck in den Leitungen und fast ganz Karlsruhe hatte am 20.02.2016 vormittags kein Wasser. Wäre nicht weiter bedenklich gewesen, wenn nicht um 13 Uhr das Spiel des KSC gegen Eintracht Braunschweig beginnen sollte.

Ich sah schon Hunderte von Männern rund ums Stadion und auch im Innenbereich stehen und ihr Bier „wild“ entsorgen. Die Cops hätten ihre Stadionverbotsbilanz ganz easy aufbessern können. Ein Jahr wäre bei jedem dieser „Wildpinkler“ bestimmt drin gewesen. Sie hatten Pech! Eine Stunde vor Spielbeginn schoss das nasse Gold wieder aus den Hähnen und das Spiel, welches kurzzeitig sogar auf der Kippe stand, konnte angepfiffen werden.

Die 12.500 Zuschauer sahen ein lebhaftes Fußballspiel mit zwei Teams auf Augenhöhe. Es ging hin und her, war umkämpft, es fielen Tore und die Spannung blieb bis zum Schlusspfiff erhalten. Das Pendel hätte in den letzten Minuten noch zu Gunsten beider Mannschaften ausschlagen können, aber beste Torchancen wurden vergeben.

Dabei spielte der Karlsruher SC fast 30 Minuten in Unterzahl, da sich Sallahi die gelb-rote Karte abholte. Wenn man beide Situationen die zu den Karten führten anschaut, dann war dies viel zu hart. Etwas mehr Fingerspitzengefühl von Seiten des Schiris wäre absolut angebracht gewesen.

Wir lagen zu diesem Zeitpunkt mit 1:2 zurück, drehten dann aber auf und spielten mutig auf den Ausgleich. Das Team belohnte sich durch Diamantakos, der eine Torres Hereingabe im Fünfmeterraum zum Ausgleich nutzte. In der Woche hat der griechische Stürmer einen festen Vertrag bis Mitte 2019 bei uns unterschrieben. Der Leihvertrag mit Olympiakos Piräus wurde aufgelöst. Eine feine Sache!

Im weiteren Verlauf vergab Torres die große Chance zum 3:2. Er machte alles richtig als er sich am 16er durchsetzte und aufs lange Eck zielte. Der Ball ging leider wenige Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus.

Braunschweig scheiterte einmal an Vollath, der eine gute Leistung im Karlsruher Tor bot, und ansonsten am eigenen Unvermögen. Da der KSC mit offenem Visier agierte, hatten die Gäste oftmals sogar die Gelegenheit zum Konter, ließen diese aber ungenutzt.

Braunschweig ging nach 20 Minuten durch einen tollen Schuss von Boland in Führung. Er tanzte Krebs an der Strafraumgrenze aus und der Ball flog links oben (vom Schützen aus) in den Knick.

Torres nutzte dann einen Handelfmeter zum Ausgleich. Hatte dabei aber mehr Glück als Verstand. Der Elfmeter war vollkommen unplatziert geschossen und der Braunschweiger Torwart hatte noch die Hand dran. Vor der Ausführung gab es wieder Diskussionen im Team, wer denn nun schießen darf. Das hatten wir doch schon mal. Nazarov ist zurecht unser Schütze Nummer eins, leider spielt er meist nicht von Beginn an. Jetzt stritten sich Valentini und Torres. Das muss geregelt werden und ist Aufgabe des Trainerteams. „Es schießt wer sich am besten fühlt“ – so ein Quatsch.

Braunschweig ging nach einer Ecke abermals in Führung. Zu einem, wie man so schön sagt, psychologisch ungünstigen Zeitpunkt, nämlich in der 46.Minute. Apropos Eckbälle. Ungefährlicher als der KSC kann man bei eigenen Standards ja nicht agieren. Diese Bälle kann man auch gleich an den Gegner zurück spielen. Eine große Schwäche in dieser Saison.

Der Braunschweiger Auswärtsblock war einigermaßen gut gefüllt. Der Ultraorientierte Teil versammelte sich hinter einem großen Banner, alle in Schwarz gekleidet. Es war immer Bewegung und sie sangen komplett durch. Das Spiel gab ja auch allen Grund dazu. Der Block war schön oldschool beflaggt.

Auf unserer Seite herrschte auch gute Stimmung, vor allem nach dem mutigen Auftritt ab dem Zeitpunkt als wir auf dem Feld in Unterzahl agierten. Bei den Spruchbändern ging es u.a. wieder um bzw. gegen den DFB und seine willkürlichen Strafen:

„Geldstrafen für Spruchbänder mit beleidigendem Inhalt? Fick dich DFB!“

Dieser korrupte Laden mit seinen Steuerhinterziehern ist ein Fall für die Justiz. Die Vereine dürfen sich die Geldstrafen nicht mehr bieten lassen.

So kann es weiter gehen. Der KSC ist in der Rückrunde noch ungeschlagen und im gesicherten Mittelfeld. Nutzen wir die Zeit zur Trainer- und Spielersuche für die kommende Runde.

MaD

#BILDnotwelcome

Wir helfen! Dies hört sich grundsätzlich gut an und ist in diesen Zeiten mehr als angebracht.

Überall engagieren sich Ehrenamtliche zum Wohle der Flüchtlinge. Tausende, die nie namentlich genannt werden. Vereine spenden, Freundeskreise tun sich zusammen um vor Ort tätig zu werden, Schülerinnen und Schüler starten Initiativen, Fußballfans organisieren Hilfe in ihren Städten. Ganz Deutschland ist auf den Beinen um sich einzubringen.

Nun kommt eine Boulevard Zeitung, die seit Monaten und Jahren mit Überschriften wie „Die Wahrheit über kriminelle Ausländer“, „Faule Griechen“ oder „Die bittere Wahrheit über Ausländer und Hartz4“ aufwartet und startet eine „Hilfsaktion“. Welche Heuchelei! Seit Jahren ist die BILD-Zeitung als Brandstifter unterwegs und hetzt auf der Titelseite gegen Minderheiten und alles was ihr gerade so vor die Flinte kommt bzw. vermeintlich Verkaufszahlen bringt.

Diese Verkaufszahlen sind seit einiger Zeit rückläufig und so dachte man sich in der Chefetage wohl, dass es förderlich sei sich der momentan herrschenden Willkommenskultur anzuschließen und eine Hilfskampagne startet. Mal nicht hetzen und Vorurteile schüren, sondern versuchen mit dem Thema „Flüchtlinge“ sein Image aufzupolieren. Wie scheinheilig dies doch ist.

Wer ist dazu besser geeignet als der Fußball. Beste Quoten sind garantiert, wenn an diesem Wochenende wieder der Ball rollt und die BILD positiv in aller Munde ist.

Nur benötigt niemand die BILD um zu helfen. Niemand braucht es, dass das Logo dieser Zeitung auf den Trikots der Spieler zu sehen ist. Wenn die BILD hätte einfach so helfen wollen, hätte sie dies können. Ohne große Marketingkampagne, selbstlos und im Hintergrund, wäre dies problemlos möglich gewesen.

Die Vereine der 1. und 2. Bundesliga können selbst helfen und tun dies verschiedentlich auch schon. Sie sind nicht auf BILD angewiesen.

Als der FC St.Pauli als erster Verein sich der BILD verweigerte verglich deren Chef Kai Diekmann sie mit der AFD und twitterte, dass auf St.Pauli Flüchtlinge nicht willkommen seien. Wie ätzend und wissentlich falsch! Leider zeigt diese Reaktion deutlich woher hier der Wind weht. Es geht nicht um eine selbstlose Hilfsaktion, sondern ist eine groß angelegte Marketing-Kampagne.

Soziales Engagement ist kein Hype und keine Marketing-Kampagne. (Zitat: Ultra1894)

Mehrere Vereine (u.a. VFL Bochum, Union Berlin, SC Freiburg…..) haben sich dem FC St.Pauli angeschlossen und verweigern der BILD die Gefolgschaft. Die Fanszenen im Land positionieren sich auch und machen dies mit offenen Briefen und Statements deutlich! #BILDnotwelcome wurde auf Twitter in den letzten Tagen zu einem der populärsten Hashtag.

Mein Verein, der Karlsruher SC, schließt sich leider nicht den o.g. Vereinen an und wird das Logo der BILD auf dem Trikot tragen. Um es mit Jens Todt zu sagen: „Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen möchte“ (Zitat unseres Managers zur verlorenen Relegation).

Wieder eine Chance vertan um sich positiv zu positionieren. Schade KSC!

Die aktive Fanszene des KSC zeigt klar Flagge und machte dies heute auch in einem offenen Brief an den Verein deutlich:

http://ultra1894.de/offener-brief-an-das-praesidium-des-karlsruher-sport-Clubs/

Lesenswert ist auch was 11Freunde zur Aktion der BILD schreibt schreibt:

http://www.11freunde.de/artikel/die-dfl-die-bild-und-die-fluechtlinge

http://www.11freunde.de/interview/warum-fast-alle-bundesligisten-werbung-fuer-bild-machen

MaD

Song der Woche: Sabine Wittwer – Für immer KSC

Aus aktuellem Anlass……..:

DFB-Pokalfinale 2014: Borussia Dortmund – Bayern München 0:2 n.V.

Geschrieben und gesagt wurde über diese Finale vom 17.Mai 2014 in Berlin schon viel. War er drin der Kopfball von Hummels oder nicht (wobei wir uns das „oder nicht“ eigentlich paren können)? Benötigen wir nun die Torlinientechnik oder warum ist das Geschrei denn jetzt wieder so groß wo doch die Vereine diese selbst unlängst ablehnten?
Was von diesem Finale blieb war eine lästige und leidige Diskussion. Nach dem Spiel im Stadion und den Kneipen, über alle TV-Sender mehrere Tage lang, dann mit den Kollegen Montags auf der Arbeit. Jeder wusste es besser, hatte es schon immer gesagt und wenn er was zu entscheiden hätte, dann…..ja dann….!

Stimmungsvoll war es auf alle Fälle. So ein Pokalfinale ist schon etwas besonderes. Dieser Stimmung beim Einmarsch der Mannschaften mit dem Pokal, kann man sich kaum entziehen. Ebenso die Feier danach, wenn das siegreiche Team den Pokal in den Nachthimmel des Berliner Olympiastadions streckt.

Beide Fanlager hatten eine Choreo vorbereiten. Der BVB war etwas im Vorteil wegen der geschlossenen Kurve. Optisch war beides sehr gelungen. Da ich recht nah am Bayern Block meinen Platz auf der Haupttribüne hatte, konnte ich deren Choreo und Spruchbänder nicht gut im Bild fest halten.
Akkustisch lag Dortmund vorne. Die Mitmachquote war einfach höher. Die Schickeria war über 120 Minuten unermüdlich, aber vor allem die Blöcke jenseits des Tores machten kaum mit. Esrt nach dem Führungstor durch Robben hatte der FCB die Hoheit.
Der Großteil der Bayern Anhänger blieb aber stumm über weite Strecken. Ein Spiegelbild der Arena, aber großes Kompliment an den Block mit der Schickeria. Abwechslungsreich, laut und immer in Bewegung, hat mir gut gefallen.

Nachdem der Sieg feststand, das Spiel abgepfiffen war und alle auf die Siegerehrung warteten, breitete sich eine Stille im weiten Rund aus. Aus den Boxen lärmte die Musik und ja es wäre schwer geworden dagegen anzusingen. Das sich aber beim FCB so gar nichts tat, verwunderte mich und ist nur erklärbar, dass es eben nichts mehr besonderes ist diesen Titel zu gewinnen.
Erst als sich die Bayern-Spieler anschickten die Medallien und den Pokal entgegen zu nehmen sangen die Bayern-Anhänger wieder.
Wenn ich mir vorstelle, dass mein KSC diesen Pokal gerade gewonnen hätte, ich glaub wir wären „durchgedreht“ im Block.

Der Tag in Berlin klang noch in Kreuzberger Kneipen aus.
Danke an die Crew vom Core Tex Shop, Hertha-Badekappe und Mongo vom HSV für einen lustigen Nachmittag. An das Team vom „Kuchen-Rausch“ für ein geniales Frühstück und natürlich an meine Mitfahrer und unseren „Local“ in Berlin.

MaD

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JayJay – ich lieb mein Verein (DFB Protestsong)

Getreu dem Motto: Getrennt in den Farben, Vereint in der Sache:

Karlsruhe – wir sind Pokal

Es war wie eine Befreiung. Nicht nur von der Mannschaft, sondern vor allem von den Fans fiel mit dem Abpfiff eine große Last ab.
So viele lachende Gesichter habe ich seit vielen Jahren im Wildpark nicht mehr gesehen.
Es war mal wieder Zeit für einen dieser großen Momente im Fußball. Zeit für eines dieser Spiele, welches man nicht mehr vergisst.
Zeit für ein Spiel, welches an die Tür zur Top10 meiner besten Spiele im Wildpark ever anklopft. Diese Top10 ist natürlich immer subjektiv und es gilt die Lage des Vereins, die Dramaturgie der Begegnung, die Stimmung und Sieg oder Niederlage zu berücksichtigen.
Unter diesen Top10 sind einige unserer Europapokalspiele (Valencia, AS Rom, Bordeaux, Boavista Porto), die Siege gegen den VFB Stuttgart seit 1992, 4:2 und 2:2 gegen Bayern München, unser 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokalhalbfinale, das 1:0 im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV vor 12 Jahren als wir schon mal drittklassig waren, ein unvergessliches 4:4 gegen Hansa Rostock und natürlich auch das eine oder andere Endspiel um den Klassenerhalt.
Dieser Sieg drängt ganz stark in die Wertung!

Der Wildpark hatte sich dieses 4:2 einfach verdient. So viele Jahre darben wir schon dahin mit mittelmässigem bis schlechtem und absolut erfolglosem Fußball. Schon bei den beiden Treffern zum 1:1 und 2:2 war der unbändige Siegeswillen auf den Rängen spürbar, aber beim 3:2 durch unseren Martin Stoll explodierte nicht nur unser Block. Überall sprangen die Menschen auf vor Freude und jubelten lautstark. Aber es war mehr als nur freudiger Jubel, es war fast trotzig. Wir sind immer noch da, trotzen dem ganzen Mist der letzten Jahre und heute ist unser Tag. Das 4:2 wurde dann fast schon hysterisch gefeiert – warum küsst uns das Glück immer gleich so derbe, nach dem es uns so lange verlassen hatte?!

Danke an unsere Mannschaft, die bei diesem Spiel zum ersten Mal als solche aufgetreten ist, für ihr sagenhaftes Spiel.
Kampf, Einsatz, Wille haben absolut gestimmt. Aber auch hier war endlich mal mehr als diese Tugenden zu sehen. Es wurde Fußball gespielt. Schnell, trickreich und mit Raffinesse.
Einer der Gründe warum ich zum Fußball gehe ist doch auch, dass ich Spieler sehen möchte welche diesen Sport besser ausüben als ich. Die letzten Jahre hatte ich immer das Gefühl, dass ich da auch mitkicken könnte. Am Sonntag wäre ich absolut fehl am Platz gewesen und das ist gut so!
Wir erlebten an diesem Sonntag bei tropischen Temperaturen hoffentlich den Startschuß für Selcuk Alibaz in eine tolle Saison und den Auftakt zu einer Aufholjagd in Liga3!

Und falls die Stadt Karlsruhe der Posse um einen Mottospruch endlich ein Ende machen möchte. Hier ist die Lösung:
Karlsruhe – wir sind Pokal!

(Noch kurz etwas zur Anstoßzeit: Es ist unmenschlich vom Deutschen Fußball Bund die Anstoßzeit bei 14.30 Uhr zu belassen, wenn klar ist welche Temperaturen herrschen werden. Auf dem Rasen sollen es wohl 45 Grad gewesen sein, auf den Rängen nicht viel weniger!
Man hätte einfach die Hälfte der Spiele um 18 Uhr und die andere um 20.30 Uhr beginnen lassen können. Das wäre allen vermittelbar gewesen. Da es aber nur um den Profit, die Fernsehverträge (…hauptsache die Leute sitzen den kompletten Tag vor der Glotze…) und den Kommerz geht, setzt der DFB lieber Menschenleben aufs Spiel! Gratulation an die alten Herren in Frankfurt – wieder mal wurde bewiesen welch Geistes Kind sie sind. Das nächste Mal machen wir ein Einlagespiel des DFB-Präsidiums gegen eine Fanauswahl. 12 Uhr bei 45 Grad auf dem Rasen – bin auf die Ausreden gespannt.) 

Immer noch sehr zufrieden ist euer
OnkelMad

P.S. Grüße an alle Hamburger und Karlsruher die im Kaisergarten dabei waren!

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