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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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MaD

"Leben und leben lassen"

Hessen Kassel – Holstein Kiel 1:2

Das Rückspiel in der Aufstiegsrelegation zur 3.Liga führte mich nach Kassel zu den Löwen. Im Hinspiel hatte Kiel mit 2:0 gewonnen was die Sache für Kassel fast schon unmöglich machte. Diret neben der so langsam verfallenden Eishalle des ehemaligen Meister der DEL, den Kassel Huskies, liegt das wunderschöne Aue-Stadion. Ein Schmuckkästchen, dass mehr als nur 4.Liga verdient hätte. Ein Witz, dass dieses Spiel überhaupt statt finden musste. Beide Clubs hatten ihre Ligen gewonnen, waren Meister und stiegen trotzdem nicht direkt auf. Eine Regel die dem Vernehmen nach keiner gut findet, aber welche momentan von niemandem geändert wird. Warten wir mal ab bis zur nächsten Spielklassenreform. Diese wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen, bei den vielen Insolvenzen bzw. Lizenzentzügen. Alleine in der Liga von Kiel stiegen zwei Vereine vorher aus, was eine Meisterschaft eigentlich ad absurdum führt.

17.000 Zuschauer hatten sich an diesem 02.06. in Kassel eingefunden, darunter knapp 2000 aus Kiel. Beide Fanlager hatten optisch einiges vorbereitet.

P1060229(1)P1060231(1)P1060234(1)P1060239(1)P1060230(1)P1060241(1) Kassel war natürlich motiviert. Angeführt vom ehemaligen Karlsruher Stefan Müller gab die Mannschaft gleich Gas, aber aus 4 oder 5 aussichtsreichen Standards machten sie nichts. Andres die Störche aus Kiel. Erster Schuß war gleich ein Treffer. Eigentlich der Genickschlag für Kassel und so plätscherte das Spiel dann auch dahin bis Müller in der 45.Minute überraschen der Ausgleich gelang und nur eine Szene später hatte Kassel sogar das 2:1 auf dem Kopf. Entsprechend kam dann doch noch mal Stimmung auf inm weiten Rund. Insgesamt waren die Löwen aber zu schwach im Angriff. Kiel stand kompakt und erzielte schon nach ca. einer Stunde das 1:2. Danach lief nichts mehr. Die Kieler Fans bereiteten sich auf den Abpfiff und die Party vor, in der Kasseler Kurve wurde die Treue zum Verein besungen.

P1060250(1)P1060254(1) Was dann passierte war oldschool. Kiel schon vor dem Abpfiff am Spielfeldrand, einige meinten beim Platzsturm bis zu Kassel durchrennen zu müssen, diese ließen sich nicht bitten und kamen auch aufs Feld. Nicht nur freundlich begrüßten sich die Protagonisten. Der „Watschenwald“ lässt grüßen. Lustig war der Typ, der sich als „Ihr Sicherheitsverantwortlicher“ versuchte Gehör zu verschaffen. Er wies immer wieder darauf hin, dass die Fans doch eigentlich „eine Freundschaft“ haben.

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Mitten in diesen ganzen Trubel gab der Stadionsprecher das Ergebnis aus Lotte bekannt und nannte RB Leipzig schlicht Brause Leipzig! Sehr coole Aktion!

Kiel feierte noch ziemlich lange unten auf dem Platz, irgendwann hatte sich auch alles beruhigt und es war Zeit für knapp 5 Stunden Irrfahrt auf verstopften Autobahnen.

MaD

KSC-Trabi

Über Rostock und Wehen in die 2.Bundesliga

Es ist vollbracht! Aufstieg als Meister in die 2.Bundesliga. Wir sprich der KSC, sind wieder da. Der Treffer in Darmstadt von Hakan zum 0:1 in der 89.Minute war der entscheidende Schritt und im Prinzip sind wir in Darmstadt eigentlich aufgestiegen. Das wussten wir, das wussten die Spieler. So wie die Mannschaft nach dem Tor über den Platz gefegt ist und nach dem Schlusspfiff feierte war klar, dass sie den Aufstieg für sich schon gesichert wussten. Im Fußball kann zwar alles passieren, aber daran glaubte ja nicht mehr wirklich jemand von uns. Gegen Hansa Rostock sollte also der Punkt, welcher rechnerisch noch fehlte, her und genau der wurde es dann ja auch. Ein 1:1 der mageren Sorte, aber riesiger Jubel als Kempe den Ball in der 75.Minute nach einer Ecke zum 1:1 ins Netz drosch. Rostock konnte mit dem Punkt auch gut leben und so war allen gedient. Dieser Aufstieg ist übrigens nicht selbstverständlich, trotz der namhaften Mannschaft und des größten Etats der Liga. An Aachen und auch an Rostock sieht man was Absteigern aus der zweiten Liga passieren kann. Für mich persönlich war es gar nicht so emotional. Ich hatte mir in Darmstadt schon ein Loch in den Bauch gefreut und den Aufstieg eingetütet UND schon die ganze Woche Glückwünsche entgegen genommen. Ich war erleichtert, dass es endlich geschafft war. Nun auch amtlich! Die ganze Anspannung fiel ab. Es war eine tolle Saison mit dieser unglaublichen Aufholjagd und den vielen Spielen ohne Niderlage. 20 Partien in Folge nicht verloren, davon 17 gewonnen. Ein Wahnsinn!!! Trotz allem war immer diese Anspannung da bei mir. Der schlechte Start unseres Teams brachte zwischen Juli und September meine Gemütslage mehrmals in Wallung und es war klar, dass nur eine fette Serie uns zum Aufstieg verhelfen würde. Dass diese dann kam war super, aber jeden Spieltag musste man zittern dass es wieder mit einem Sieg reicht. Dadurch dass die Konkurrenz auch immer punktete war es bis zum Ende eng und zumindest ich war immer angespannt. Danke an dieser Stelle an unseren Verein, dass alle ruhig geblieben sind und nach dem Fehlstart nicht wild den Trainer entlassen haben.

Kurz zum Spiel gegen Hansa Rostock. Schon wieder sollte die Kogge uns begegnen wenn es um einen Wechsel der Liga ging. Eine würdige Kulisse bot sich beiden Teams im Wildpark. Auch Hansa hatte wieder ne gute Truppe am Start, die heute wieder mal einen großen Support lieferten. An dieser Stelle sei gleich gesagt: Ich hoffe, dass Hansa Rostock unbeugsam bleibt!!! Auf unserer Seite gabs eine große Choreo über die gesamte Gegengerade. „Unsere Liebe lässt uns siegen“! Bissle pathetisch aber ein super Ding.

P1060052(1)P1060058(1)P1060059(1)P1060080(1) Hakan Calhanoglu wurde vor Beginn der Partie noch mit Blumen gen Hamburg verabschiedet. Danke Hakan! Du warst der Spieler der Saison und hast einfach den Unterschied gemacht. Seit Icke Häßler hat kein so guter Fußballer mehr im Wildpark gespielt. Mach es gut Junge und werde ein ganz Großer bitte. Du wirst immer einer von uns bleiben und zu jeder Zeit im Wildpark willkommen sein!

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Punkt geholt und aufgestiegen das war das wichtigste an diesem Tag. Dass unser Verein nicht feiern kann ist das andere. Eine unglaublich schlechte Musikauswahl und alles was da auf dem Rasen „organisiert“ war, hätte genauso gut beim TSV Obergrombach statt finden können. Und irgendwie ist es ohne Platzsturm auch nicht so richtig geil. Aber Scheiß drauf! Unsere Mannschaft dagegen lieferte bei der Feier im Fanprojekt und die ganze Woche danach dagegen in Sachen Party richtig ab. In Wiesbaden eine Woche später spielten die alle mit „Standgas“.

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Eine Woche später fuhren wir hübsch im Neuner nach Wiesbaden um dort die Meisterschaft einzutüten. Hinter der Gästekurve wurde fett gegrillt und die Biervorräte vernichtet. Ein total enstpannter Tag bei dem wir kanpp drei Stunden vor Spielbeginn schon vor Ort waren und uns in die Sonne knallten. Geilomat – so geht Fußball im 11Freunde Style!

Im Stadion dann eine einzige Sause in Blau und Weiß. Von Beginn an feierten starke 4000 aus KA ihre Mannschaft und die zahlte es mit einem 4:2 Sieg zurück und holte den Pott. Hakan wurde nach einer starken Stunde ausgewechselt und absolvierte unter dem Jubel aller eine Ehrenrunde. Wohlgemerkt während das Spiel lief. Unsere beiden anderen Säulen des Aufstiegs Dominic Peitz und Koen van der Biezen durften sich nach ihren Auswechslungen ebenfalls extra feiern lassen und machten mit dem Block die Welle. Nach dem Abpfiff geschah alles was das Herz einen Fußballfans begehrt. Mein Verein, meine Mannschaft feierte mit einer offiziellen Pokalübergabe eine Meisterschaft. Geiler kann es auch nicht sein, wenn man Deutscher Meister wird. Da war eine Bühne, Medallien wurden umgehängt und der DFB-Präsident übergab den Pokal an Hakan Calhanoglu der diesen unter dem riesigen Jubel der Mannschaft und nicht zuletzt von uns in die Höhe reckte. Ehrenrunde mit Pokal, die Welle mit allen Tribünenseiten, sogar mit der total leeren Heimseite. Der Pokal fand auch den Weg auf den Zaun zu uns, Freude pur!

Vielen Dank an diese Mannschaft für eine tolle Saison die wir alle nie vergessen werden!!! Und Danke an unseren Trainer, der es schaffte aus vielen neuen Spielern schnell eine Mannschaft zu machen. Er war immer sachlich und vermittelte den Eindruck, das er Herr der Lage ist. Symphatisch ist er eh – danke Markus Kauczinski!

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(Mittlerweile ist unser Sportdirektor Oliver Kreuzer schon so gut wie beim HSV, unser Trainer Markus Kauczinski beim FC Köln im Gespräch, Christian Eichner sagte überraschend ab obwohl eigentlich schon alles fix war, vlt. wusste er schon dass Kreuzer fast schon weg ist – Fußball ist Tagegeschäft, deshalb lasst uns die Feste immer feiern wie sie fallen. Das ist das Business sagen Freunde von mir. Fuck The Business sage ich!)

MaD

…..und ich sehe noch immer Hakan Calhanoglu vor mir, wie er nach seinem Freistoßtor in Darmstadt jubelnd auf die Kurve zuläuft!

SV Darmstadt 98 – KSC 0:1 oder dreckige Siege sind die schönsten

Das gute alte Böllenfalltor. Die einen mögen es eine Bruchbude nennen, für mich hat es Charme. Diesen „alten Charme“ den nur ein Stadion wie unseres oder eben jenes der Lilien versprüht. Das muss man nicht mögen, aber ich mag es. Die alten Schlachten, die hier über Jahrzehnte in und auch um das Stadion geschlagen wurden sind praktisch allgegenwärtig. Doch zu rosa will ich die Vergangenheit auch nicht malen und wenn man über die Jahre am Stadion immer mal wieder was gemacht hätte wäre es auch nicht schlecht gewesen. In Darmstadt wird man wahrscheinlich auch irgendwann vor der Entscheidung stehen ob man die Hütte abreißt oder doch noch saniert. Wieder eine Parallele zu unserem Wildparkstadion.

Über 10.000 Zuschauer waren an diesem Sonntag Nachmittag gekommen. Fast die Hälfte drückten dem KSC die Daumen. Über zwei Stunden in der prallen Sonne zu stehen tut aber keinem gut und so plätscherte der Support auf KSC Seite vor allem gegen Ende des Spiels auch nur müde demselben entgegen. Trotz vieler Auswärtsfahrer beteiligen sich bei eher mageren Spielen wie diesen eben nur die üblichen Verdächtigen am Support. Darmstadt hatte auf der Haupttribühne zwei Gruppen am Start. Links von mir der oldschool Mob, rechts die jüngeren Ultras. Wenn sie es mal schafften ihre Gesänge aufeinander abzustimmen war es richtig fett laut. Die Lielen sollten sich trotzdem mal überlegen ob sie nicht besser irgendwie zusammen stehen sollten. Vor allem jetzt wo sie doch wieder ein Stück weit der Regionalliga näher gekommen sind.

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89 Minuten plätscherte eine niveauarme Begegenung so dahin. Es gab kaum Chancen, dafür unzähliche Ballverluste, zähe Zweikämpfe und rustikale Abwehraktionen. Dann dribbelte sich Hakan Richtung 16er und wurde gefoult. Ein strammer Schuß in die Torwartecke aus gut 20 Metern ließ den sonnenüberfluteten Auswärtsblock explodieren. Hakan rannte mit über dem Kopf schwenkendem Trikot über das ganze Feld der Kurve entgegen. Die Mannschaft lag sich in den Armen, hier würde nichts mehr schief gehen. Der ersehnte 3er war eingefahren, das Tor zum Aufstieg weit offen.

Auf der Haupttribühne freuten wir uns eher still. Die Einheimischen hatten uns beim Torjubel anlässlich des nicht anerkannten Abseitstreffers Minuten zuvor schon fast gefressen.

Kurz darauf war Schluß und unsere Mannschaft ließ sich zurecht lange von der Auswärtskurve feiern. Noch 1 Punkt muss her, dann ist diese lange Saison endlich erfolgreich mit dem Aufstieg in die 2.Bundesliga beendet. Gegen Hansa Rostock zu Hause wollen wir es also machen. Ausgerechnet gegen die Kogge. Wieder mal stehen uns die Hansestädter gegenüber wenn es darum geht die Spielklasse zu wechseln. Vor ausverkauftem Haus bin ich da aber guter Dinge! Habe (fahrlässigerweise?) eh schon Glückwünsche entgegengenommen.

Am Ende gab die KSC-Legende Dirk Schuster neben unserem Trainer Markus Kauczinski ein Fernsehinterview. Irgendwie wurden da auch wieder Erinnerungen wach…..!

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MaD

Yen @Cafe Exil 04.05.2013

Intim war dieser Samstag Abend im Cafe Exil. Yen, diese großartige Band aus dem ´Heidelberger Raum, spielte vor etwas mehr als 40 Besuchern ein mitreißendes weil hautnahes Konzert. Hautnah war es für alle dies es wirklich zuließen und sich nicht in den Ecken des kleinen Raumes hinter Bistrotischen versteckten.
Alles was Yen ausmachen kam auch an diesem Band wieder zum Vorschein. Was macht Yen denn aus? 
Da ist zum einen diese charimatische Frontfrau, die uns in diesem Moment noch zart ins Ohr haucht um schon im nächsten Augenblick ihre Rockröhre auszupacken und uns das Trommelfell zu zerreißen. Sie zieht Zuschauer einfach in ihren Bann, wenn sie aus ganzer Seele über tiefe Gefühle singt oder einfach nur beschwingt einen Song wie „SOFA-SO GOOD“ in bester Urlaubslaune vorträgt.
Daneben dieser geniale (…von der „Musikerpolizei“ so bestätigt…) Gitarrist Chris, der lässig in die Saiten haut und blind zwischen schnellen Riffs und leisen Tönen wechselt, immer intensiv, nie banal und sehr vertieft in seine Musik.
Die Sektion „Groove“ Steffen und Benny legen unter oder über das ganze immer den perfekten Teppich, mal fordernd und treibend, dann wieder eher untermalend.
Die Band Yen ist einfach eine wunderbar funktionierende musikalische Einheit mit überaus talentierten Musikern die mit Herz bei der Sache sind.

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Mit „Hello I´m Here“ und „Tonight“ wurde die Zuhörerschaft begrüßt. Vor allem bei letztgenanntem packten Yen schon die Rockgitarre aus und Chris konnte sich erst mal austoben. Nachdem Yen dann ihre eher etwas unbequemen Schuhe mit Absatz abgelegt hatte, war dann auch sie bereit zu rocken!
Die folgenden knapp 2 Stunden waren dann ein toller Ausschnitt aus ihren bisherigen Veröffentlichungen. Spontan fällt mir nicht ein Song ein der wirklich gefehlt hätte.

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Die Höhepunkte waren dieses wunderbar zum mitsingen einladende „Love keeps me alive“, welches ich bei dem einen oder anderen Anlass schon nach Bands wie Garbage oder Breeders aufgelegt habe und alle einfach weitertanzten.
Von der neuen Platte durften natürlich auch „Redemption“, Addicted“ oder „Black Waterfalls“ nicht fehlen.
Bei „Stronger“ ging Yen wieder so richtig aus sich heraus und der Zuhörer fragt sich da oft woe sie nur diese Stimme herholt. Irgendwie sind wir alle auf einer Mission. Diese Mission ist unser Leben und was wir draus machen – „On A Mission“ – an diesem Abend unterwegs in Sachen guter Musik, Bier und Freunde treffen.

MaD

Hier für euch „Redemption“ live aus dem Exil:

The Movement @Alte Hackerei Karlsruhe (02.05.2013)

Lukas Scherfig, Chandu Chodavarapu und Kasper Rasmussen parkten an diesem Donnerstag Abend ihre Mopeds direkt vor der Alten Hackerei in Karlsruhe.
Mod-Punk erster Sahne sollte uns heute Abend wieder erwarten und so zogen Tosa und ich zu später Stunde noch los um der Hackerei einen Besuch abzustatten.
Für einen Werktag war dort gut was los, kein Wunder bei der Aussicht The Movement live zu erleben. Zudem stand ab diesem Abend das ganze Wochenende im Zeichen von „6 Jahre Alte Hackerei“. Vielen Dank an Plüschi für diese Bar, diesen Club – du bist Punkrock!

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„Stylomat“ war ich wieder mal geneigt auszurifen als Lukas und seine beiden Mitstreiter die Bühne betraten. Aber in den nächsten knapp 1 1/2 Stunden sollte es dann weniger um die Optik gehen. Die Anwesenden hatten Lust zu tanzen und The Movement lieferte dazu den Soundtrack.
Während ich mich ganz vorne am Bühnenrand mit ein paar Gleichgesinnten anrempelte, stand die Meute wippend hinter und und feierte jeden Song ab.
Der katastrophal schlechte Sound tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Leute kannten die Songs und sangen einfach über das Geknarze aus den Boxen drüber.
Mr. Groove Chandu Chodavarapu sorgte zusammen mit Kasper Rasmussen am Schlagzeug dafür, dass es immer kräftig wummerte in der Hackerei, während Lukas für den schnellen aber immer sehr rhytmischen Gitarrensound sorgte. Seine Stimme würde ich sowieso aus hundert anderen heraushören. Sie ist der Soundtrack zu einem Bild auf dem noch Mopeds, Lederjacken, Sakkos, die eine oder andere Harrington, dünne Krawatten und top gestylte Mädchen zu sehen sind.
Nach dem Konzert spielten sich noch „unglaubliche Szenen“ mit Lukas, „Ranzi“ und einer CD ab……..aber dies bleibt unter denen die dabei gewesen sind.

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Jetzt wird es endlich Frühling, also holt den Roller raus, bindet die Krawatte um und holt euer Mädel ab – die Musik dazu haben The Movement schon längst geschrieben.

MaD

Lecker Feine Sahne Fischfilet @Bottich Pforzheim

Geht doch nichts über ein gutes Menü am Samstag Abend. Im Pforzheimer Bottich bestand dies aus paDDELNoHNEkANU und eben Feine Sahne Fischfilet.
Die Vorspeise verpasste ich leider und kam erst zum Hauptgang. Ich war total gespannt auf „Feine Sahne Fischfilet“, die ich wirklich erst richtig wahrgenommen habe, seit sie im Bericht des Verfassungsschutzes vom McPomm (…kann eine Band mit solch lustigem Namen so gefährlich sein – gleich mal hören was die für Mucke machen…*g) auftauchten und so auf einmal auch medial mehr präsent waren.
Mittels Youtube hörte ich mich durch einige Lieder und war begeistert. Auch in meinem Umfeld kamen nun immer mehr Leute, die mit der Band aus Rostock etwas anfangen konnten.
Ska, Streetpunk, Punkrock, egal wie man es nennen mag. Die Musik von Feine Sahne Fischfilet macht Spaß, geht in die Beine, wird mit Herz und Verstand gespielt und bleibt einem einfach im Ohr. Für mich textlich der legitime Nachfolger von …but Alive.

Es ist immer wieder erstaunlich wie man mit einer einzigen Trompete es schafft eine ganze Meute zum tanzen zu bringen. Kaum blies „Köbi“ in diese, fing der Bottich an sich zu bewegen. Nicht selten endete dies in herzhaftem Pogo, „Monchi“ mittendrin. Sein Mikro musste er dann mit einigen sangeswilligen teilen, die sich textsicher fühlten.

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Feine Sahne Fischfilet bieten ein breites Repertoire aus Songs, die nicht nur laut und schnell sind, sondern auch mal leisere, nachdenkliche Töne anschlagen.
An diesem Abend im Bottich regierte aber eher der Spaß und spätestens bei „Komplett im Arsch“ tobte der Mob vor der Bühne und sicherlich wippte dann auch der letzte hinten in der Ecke mit dem kleinen Zeh.
„Mit dir“, „Riot in my heart“ und „Geschichten aus Jarmen“ waren für mich die absoluten Höhepunkte einer gelungenen Show.

Danke an die Crew von Subkultura Pforzheim, die immer alles gibt um solch tolle Bands auf die Bühne zu bringen. Lasst euch nicht unterkriegen!

MaD

P.S. Im Anschluss traten noch Heiter bis Wolkig mit einem Playbackprogramm auf. Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, für die Kölner wäre es an der Zeit ganz aufzuhören!

Karlsruher SC – Chemnitzer FC 4:1 (15.000 Zuschauer)

Der Chemnitzer FC war zu Gast an und der erste Gegner nach der Niederlage in Münster. Etwas unsicher war ich die ganze Woche, da die Leistung der Mannschaft in Münster einfach schlecht war und Chemnitz uns im Hinspiel schon viele Probleme (…also auf dem Rasen…*g) machte. Zum Glück war unser ehemaliger Spieler Anton Fink gesperrt. Der treffsichere Stürmer hätte bestimmt genetzt gegen uns. Zwei Überraschungen gab es schon vor dem Anpfiff. Die erste kommentierte ich nur mit einem resignierten Kopfschütteln. Schon wieder mal kein richtiges Bier, Sicherheitsspiel war angesagt. Warum auch immer?! Wegen 150 Chemnitzern dürfen knapp 15.000 Zuschauer kein Feierabendbier trinken!?   Die gute Nachricht war, dass unser Trainer Mut bewies. Er stellte in der Abwehr Stoll statt Gordon auf und änderte das System im Mittelfeld. Statt zwei defensiven Mittelfeldspielern stand da nur Peitz und der spielstarke Krebs kam neu in die Mannschaft.

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Chemnitz kam spät in den Block und beflaggte diesen dann erstmal ausgiebig. Sah gut aus, wie eigentlich bei allen Clubs aus dem Osten. Stimmlich hörte man sie nur kurz einmal als alle ein „Hurra, Hurra, die Chemnitzer sind da“ anstimmten.

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Auf unserer Seite war gut Betrieb, was nicht zuletzt dem guten Spiel unserer Mannschaft geschuldet war. Man merkte auch sofort, dass Koen van der Biezen wieder am Start war. Hennings ackerte wie immer, aber ohne Koen sind wir nicht torgefährlich genug. Die Kombination aus beiden Spielertypen passt aber sehr gut. Koen und Hakan per Elfmeter schoßen unsere 2:0 Pausenführung heraus. Nach dem Wechsel bettelten wir 20 Minuten lang um den Gegentreffer. Er fiel natürlich. Hinterher meine ich zum Glück fiel er, denn sonst hätten wir eine erschreckend schwache 2.Halbzeit des KSC erlebt. Aber so mussten die Jungs wieder Gas geben und taten dies auch sofort. Hennings und van der Biezen mit einem doppelten Doppelpass und Koen schloß zum 3:1 ab. Hakan mit einem Traum von einem Freistoß erzielte nur zwei Minuten später das 4:1!

P1050984(1)   Diese Reaktion auf die Niederlage in Münster war immens wichtig. Unsere Spieler feierten den Sieg auch entsprechend und irgendwie hatte man das Gefühl, dass großer DRuck an diesem Abend von ihnen abfiel. Noch drei Begegnungen sind zu absolvieren. Vier Punkte würden wohl einen sicheren Relegationsplatz bedeuten, aber keiner von uns will nach Dresden fahren. Sechs Punkte den Aufstieg – gehen wir es an!

Forza KSC!

MaD

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Karlsruhe vs. Babelsberg 2:1

Der so immens wichtige Auswärtssieg unter der Woche im Steigerwaldstadion zu Erfurt wurde dieses Wochenende gegen den Abstiegskandidaten aus Babelsberg vergoldet.
Mit einem mühsamen 2:1 behielten wir die drei Punkte im Wildpark und grüßen somit weiterhin von der Tabellenspitze.
Der Abstand auf den Relegationsplatz wird sich erst am Dienstag konkretisieren, wenn Münster sein Nachholspiel absolviert hat, aber er beträgt danach mindestens vier Punkte, bestenfalls bleibt es bei sieben.

Zum Intro zeigte die U18 Fraktion auf unserer Seite eine (Aufstiegs-)Choreo, welche in den Osterferien im Fanprojekt angefertigt wurde. Schönes Ding und für einige war dies sicherlich das erste Mal, dass sie hier tätig waren. Hoffentlich nicht zum letzten Mal, wir brauchen auch hier den Nachwuchs.
Babelsberg hatte eine Busladung an Leuten dabei und stand geschlossen hinter ihrer FI-Fahne. Natürlich war hier nichts zu hören über die gesamte Spielzeit, dazu waren es einfach viel zu wenig.
Das Spiel war nicht gerade ein Leckerbissen für Fußballfreunde. Man konnte dieses wilde „Bolzen“ wohl wirklich nur anschauen, wenn man so richtig die Daumen für einen der beiden Clubs hält.

Der KSC absolut überlegen mit gefühlt 90% Ballbesitz, Babelsberg versuchte einzig und allein ein Gegentor zu verhindern.
Trotz dieser Überlegenheit waren wir aber nie zwingend und folgerichtig war unser 1:0 durch Peitz ein abgefälschtes krummes Ding.
Die nächsten 50 Minuten konnte man sich dann getrost sparen, es passierte rein gar nichts mehr. Aus einer Überlegenheit die fast schon vermuten ließ, dass der KSC mehr Feldspieler als Babelsberg auf dem Platz hatte, sprang rein gar nichts dabei heraus.
„Machst du keines, fängst du dir eines“. Diese Phrase bewahrheitete sich in der 80.Minute als die Filmstädter zum Ausgleich trafen.
Im Nachhinein muss man darüber sehr dankbar sein. Auch dem Babelsberger Torhüter Frederic Löhe, der gestenreich die Gegengerade provozierte. Herrlich!! Denn jetzt wachten im Stadion alle auf und gaben Gas, wenn es die ersten Minuten auch nur gegen den Babelsberger Torhüter ging. Egal, denn vor dem 1:1 drohten alle einzuschlafen.
Abe rnicht nur die Zuschauer waren endlich richtig am Start, auch die Mannschaft des KSC gab jetzt Gas. Sofort wurden 2-3 Ecken erkämpft und jede einzelne Situation in den nächsten Minuten war gefährlicher als alles was wir vorher gesehen hatten. In Minute 84 war es dann schon soweit. Patrick Dulleck hämmerte nach einer Ecke aus 5m den Ball einfach unter die Latte, die drei Punkte waren wieder im Sack.

Diese drei Punkte und vor allem der weitere große Schritt in Richtung Aufstieg wurden dann nach dem Spiel vor der Gegengerade noch schön gefeiert mit der Mannschaft. Jetzt in Münster gewinnen, das wäre die halbe Miete für das große Ziel!

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MaD

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