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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

Verfasser

MaD

"Leben und leben lassen"

Danke für die Beastie Boys – Adam Yauch ist tot!

Der Gründer der Beastie Boys, Adam Yauch, ist tot. Er verstarb an Krebs!

Viel zu früh ist dieser begnadete Künstler und Musiker von uns gegangen. Sein Andenken wird noch lange Zeit bestehen – vielen Dank Adam für die Beastie Boys. Für die Musik und die Energie. Ich werde deinen Liedern ein ehrendes Andenken bewahren.

Wenigstens 1x durfte ich dies live erleben – es war der Wahnsinn!

Es trauert um einen großen Musiker
OnkelMad

Unerwiderte Liebe und Leidenschaft – KSC auswärts 2012

Kennst du das Gefühl verliebt zu sein und genau zu wissen dass diese Liebe nicht erwidert wird? Du brennst in Leidenschaft für ein Mädchen und sie ignoriert dich? Kein Weg ist dir zu weit für sie, du tust alles um ihre Aufmerksamkeit und ihr Herz zu gewinnen und sie straft dich mit Verachtung, knutscht sogar vor deinen Augen mit einem anderen und schlägt dir dadurch symbolisch immer wieder tief in die Magengrube.

So ähnlich fühlt man sich mit dem KSC auswärts. Wir wollen dem KSC auch auswärts „nur mal eben sagen, dass du das Größte für uns bist“ und werden von diesem statt dessen Hohn und Spott preis gegeben.

Unser neuer Trainer hat noch nicht mal Verständnis für die Fans, die sich ob der Leistung der Mannschaft nach Spielende nicht mehr so ganz beherrschen können. 90 Minuten Leidenschaft von den Rängen wurde von uns investiert und man erntet nur Unverständnis darüber, dass man seinem Unmut verbal Luft macht.

Spulen wir zurück auf Anfang. 13.30 Uhr – der KSC Block brechend voll (….einer wird sogar vollgebrochen…*g), es ist laut, die Leute sind heiß, die blau-weiße Party kann beginnen. Auf Aachener Seite nur Untergangsspruchbänder vor allem gegen einen Herrn Kraemer. Den scheinen sie nicht zu mögen. Die Gruppe „Ultras Aachen“ hat sich in den letzten Winkel des Stadions verzogen (…dann besser gleich auflösen Jungs!!!) und niemand im neuen Tivoli erwartet mehr etwas von der Heimmanschaft. Alles, aber auch wirklich alles sprach für den KSC und genau dies ist Gift für unseren kleinen Klüngelverein. Ohne Leidenschaft, ohne Kampf, ohne erkennbares Konzept und mit unfassbar vielen „Stockfehlern“ präsentierte sich unser ganz in weiß aufspielendes Team. Die erste Freistoßflanke von links klärte Orlishausen noch auf der Linie, der Eckball aus derselben Richtung köpfte ein Aachener dann zur Führung ins Tor. Timo S. (Name der Redaktion nur zu gut bekannt) sah es mal wieder nicht für nötig an mit dem Aachener ins Kopfballduell zu gehen. Mit der Ecke fünf Minuten später, wieder von links, hätte die Alemannia schon alles klar machen können aber der Ball flog Zentimeter an unserem langen Pfosten vorbei.

Von unserer Seite kam nur hilfloses Ballgeschiebe, welches meist in katastrophalen Fehlpässen endete. Wohl gemerkt, die Alemannia brachte aus dem Spiel heraus auch nichts zustande, ihr könnt euch nun einigermaßen ausmalen welche Klasse dieser Kick hatte.

Nach dem Spiel gab es dank sofort prügelnder Ordner am Sitzplatzbereich (…wollten wohl einiges wegen dem Frankfurter Platzsturm letzten Montag wieder gut machen…) einige Jagdszenen. Auch die Polizei reagierte recht unentspannt und setzte mal wieder ihr „Pfefferspray“ unverhältnismäßig ein. Niemand griff Polizisten an soweit ich dies gesehen habe und trotzdem sprühten sie damit rum als wäre es Rosenwasser und jeder durfte mal ein Auge voll nehmen. Stoppt dieses Vorgehen der Polizei in den Stadien endlich mal jemand??? Man erzählt sich, dass ein KSC-Fan noch im Krankenhaus liegt da er von einem Polizeihund schwer verletzt wurde. Gute Besserung!

Nun haben wir das Endspiel im Fernduell mit Aachen gegen die Frankfurter Eintracht. Da hab ich so Bock drauf wie auf Dünnschiß. Von der direkten Rettung bis zum sofortigen Abstieg in Liga drei ist am Sonntag alles möglich – vielen Dank für diesen Nervenkitzel an die „Profis“ des KSC.

(Aachen verabschiedete Sportdirektor Erik Meijer noch mit viel Applaus und Transparenten – am besten gefiel mir „Erik Meijer – Oi, Oi, Oi“. Er bezahlt wohl die Eintrittskarten der Fans, welche sich für die Bustouren nach München anmelden. Eine schöne Geste eines zu seiner aktiven Zeit immer vorbildlichen Profis in Sachen Kampfgeist und Einsatzwillen. Kraemer raus!)

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Für euch in Aachen war
OnkelMad

Napalm Death – Haus der Jugend Pforzheim 22.04.2012

Ist es Punk, Metal, Death Metal oder Grindcore……? Was auch immer Napalm Death ist eine Legende, egal in welche musikalische Schublade man sie stecken mag.

Aus Birmingham waren sie angereist um das Haus der Jugend zu rocken. Diese Jugend ist zugegebenermaßen schon etwas in die Jahre gekommen, aber sorgte für ein ausverkauftes Haus!!! Wann gab es dies zu letzt im Haus der Jugend?
Vielleicht beim vom Rockstüble organisierten Konzert der Gruppe Ektomorf!?

Eine neue Platte mit dem Titel Utilitarian. Davon gab es zu Beginn einiges auf die Ohren. Stimmung war gleich gut, auch der neue Stoff wurde von allen beklatscht. Aber so richtig Laune machten natürlich die Klassiker und alten Sachen auf die alle warteten. Da wurde schön gemosht und jeder Song, sei er auch noch zu kurz, abgefeiert. 

Barney gab gut Gas, obwohl er sich von der tieg hängenden Lichtanlage wie gegrillt vorkam. Napalm Death zockten eine gute Show und ich ziehe meinen Hut vor dieser Truppe die schon so viele Jahre extreme Musik macht und diese immer noch absolut glaubwürdig rüber bringt.
Mindestens einer im Publikum war da um die Band zu sehen die „schuld“ daran ist, dass er heute Musik macht. Ein riesiges Kompliment für die Band!!

Vielen Dank an Subkultura für dieses Konzert!

Als einzigen Coversong spielten sie „Nazi Punks Fuck Off“ von den Dead Kennendys:

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Für euch bei Napalm Death war
OnkelMad

Today – Record Store Day

Kennt ihr das kribbeln, wenn man einen Plattenladen betritt und fühlt dass man heute etwas besonderes hier entdecken wird. Im Laden läuft eine Platte die man nicht kennt, deren Klänge einem aber schon sehr ansprechen. Hinter dem Tresen diskutiert der Verkäufer mit einem Kunden über den neuen Sänger von Pennywise und ein anderer Kunde hält gerade die Limited Edition der neuen Kettcar oder vlt. auch Napalm Death ehrfürchtig in den Händen.

Wenn man dies alles beobachten kann ist man nicht bei Saturn oder im Media Markt. Du bist in einem kleinen unabhängigen Plattenladen wo dir der Verkäufer noch einen Kaffee hinstellen wird und du dir die völlig unsortierte Kiste mit den Angeboten in aller Ruhe zu Gemüte führen kannst. Und genau in dieser Kiste entdeckst du etwas von Overkill oder Udo Lindenberg was du schon immer haben wolltest.

In einer Musikwelt in der mittlerweile die meisten dieser Plattenläden gestorben sind und den großen Ketten und dem Internethandel Platz machen mussten, ist so ein Tag wichtig. Die Rückbesinnung darauf, dass Musik mehr ist als reine Ware, als eine MP3 Datei. In diesen Läden entdeckt man über die Kommunikation mit den anderen Kunden und den Verkäufern immer wieder neue endgeile Bands, die einen manches mal das ganze weitere Leben begleiten. Selbst der Plattenladen selbst profitiert davon und entdeckt durch dich vielleicht auch eine Band die zu seinen Sortiment passt.

So brachte ich Mitte der 90er die Bloodhound Gang aus Kalifornien mit nach Pforzheim und spielte die Platte bei Henry in dessen „CD-Laden“ ab. Er war total begeistert, legte sie dann im „Schuppen“ in Calmbach auf und auch dort fanden sie alle riesig. So verkaufte er mehrere Scheiben der Bloodhound-Gang, die er vorher selbst nicht kannte. dem „CD-Laden“ in der Irmengardstraße trauere ich immer noch nach. Wie viele Nachmittage verbrachte ich darin, Musik hörend und ich ging nie ohne mindestens eine neue Scheibe (neu oder 2hand) wieder raus. Henry wollte Tipps für sein Punkrockregal von mir und Frank bestückte ein weiteres mit Darkwave. Somit hatten immer alle was davon. Leider führten viele Umstände dazu, dass er sich nicht halten konnte. Die Musikszene in Pforzheim ist sehr klein und es reichte eben nicht für ihn neben den großen Anbietern zu bestehen.

Geht deshalb heute und in Zukunft in den kleinen Plattenladen eurer Stadt. Kauft dort ein, trinkt Kaffee auf Kosten des Besitzers, labert mit den Leuten dort über Bands und Konzerte und habt eine gute Zeit. Damit nicht noch mehr dieser tollen Läden sterben, unterstützt den Record Store Day!!!

Hier der Link zur Seite des Record Store Day Germany: http://www.recordstoredaygermany.de/ !

Was der Record Store ist „erklärt“ euch auch noch dieses Video:

Euer OnkelMad

Siebzehndreißig – darauf scheiß ich

Wegen höherer Gewalt war ich ein paar Tage ausser Gefecht, deshalb erst jetzt ein paar Zeilen zum Match des KSC gegen Dynamo Dresden.

Schon wieder Ausnahmezustand in Polizikreisen, die Dynamos kommen in die Fächerstadt. Das erste was man sich einfallen lässt ist natürlich, dass nur lauwarmes Bier ohne Alkohol ausgeschenkt wird.
Als Caterer würd ich mir langsam verarscht vorkommen. Kein Anstehen am Bierstand trotz knapp 17.000 Zuschauern, keiner (Ausnahme mein Freund Sepp) mag dieses gefärbte Wasser trinken. Das wievielte Spiel ohne richtiges Bier war dies eigentlich schon?

Das Fanprojekt blieb an diesem Tag, wegen der frühen Anstoßzeit (17.30 Uhr) geschlossen und so traf sich die Szene auf dem Vorplatz hinter der Gegengeraden. Stimmung war gut, aber etwas angespannt wegen dem enorm wichtigen Spiel. „Wir müssen gewinnen“…..hörte man überall die Leute miteinander reden.
Die Dynamos waren zahlreich angereist, viele mit 9-Sitzern und Autos. Gefühlt brachte die Polizei jeden einzelnen Dynamo Anhänger persönlich zum Gästeblock.

Zur Anstoßzeit mag ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Es ist ein Hohn um 17.30 Uhr zu beginnen, nur damit alle pünktlich um 20 Uhr zur BuLi vor der Glotze sitzen. Dresden musste eh zwei Tage Urlaub nehmen, aber selbst für Berufstätige in und um Karlsruhe war diese Anstoßzeit schwer zu schaffen. Viele kamen erst kurz vor Anpfiff und einige kamen sicher zu diesem wichtigen Spiel auch nicht. 17.30 – darauf scheiß ich!

Auf Optik wurde heute auf KSC Seite verzichtet, angesagt war einzig bedingungsloser Support bei diesem weiteren Endspiel um den Relegationsplatz.
Dynamo präsentierte einen sehr fein geflaggten Block. Oldschool und sehr schön anzusehen. Ihr Support war teils auch richtig laut. Wie auch Hansa Rostock, so schafft es auch Dresden, dass meist der ganze Block mitzieht. Vor allem bei den wenigen Hüpfeinlagen sehr geil. Das D-Y-N-A-M-O kam oft auch schön fett rüber.
Die Gegengerade schickte den einen oder anderen Hassgesang gen Gästeblock und reflexartig wurde dort reagiert. Schön, dass diese Mechanismen immer noch greifen.
Persönlich finde ich es sehr geil die Gegner singen zu hören: „Karlsruh, Karlsruh, wir scheißen euch zu“!!! Yeah!!! Jetzt habt ihr es uns aber gegeben.

KSC über 90 Minuten präsent in Sachen Support und nach den Toren, als die Anspannung abfiel, noch lauter. Angespannt waren sie alle. Wenn man sich umschaute stand da einigen bis zum 2:0 durch Krebs Pipi in den Augen.
Die Mannschaft zeigte Willen, hatte wieder etwas Glück, einen heute tollen Keeper und gewann verdient. Das 1:0 durch Rada verdanken wir dem jungen Kirsten im Tor. Der Name Kirsten ist eben eine Torgarantie.

Ein paar Scharmützel gab es dann noch am Tor zur Gegengeraden, aber das wars dann auch gewesen.

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Noch ein Wort zum Ordnungsdienst. Da bauten sich doch auch einige dieser Fuzzis vor unserem Block auf. Aber Leute bitte, da fühle ich mich als Sicherheitsrisiko echt nicht ernst genommen bei dieser Mischung aus Altersheim und Kindergarten:

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Mittlerweile ging leider das Auswärtsspiel in Ingolstadt unglücklich mit 1:2 verloren. Da aber auch Aachen und Hansa Rostock nichts holten, haben wir es immer noch selbst in der Hand den Relegationsplatz zu holen. Geben auch wir also noch mal alles, damit es am Ende der Saison nicht heißt: „Lotte zieh die Strapse an, Karlsruh kommt mit alle Mann“!
Danke noch für die Unterstützung aus Pforzheim (Pforzheimer Jungs/Goldstadt Brigade).

Wieder an Bord ist euer
OnkelMad

Bochum ist nicht mal Petting

Da kann Herbert vor dem Anpfiff aus den Lautsprechern sein Bochum besingen wie er will. Momentan ist da nicht viel los, weder auf dem Platz und schon gar nicht auf den Rängen.
Nach vielen Spielen ohne Sieg und sehr schlechtem Spiel ist Tristesse eingekehrt in Peter Neurures Wohnzimmer. Wo einst der VokuHila der Nation den VFL in den Uefa-Cup führte und man vor kurzem noch Bundesliga kickte beschwört die Kurve heute schlicht die Mannschaft „endlich wieder Fußball zu spielen“.
Viele kleine Spruchbänder, die alle aussagten, dass es gerade nix zu feiern gibt.
Bochum ist auf den Rängen momentan nicht mal Petting und schon gar nicht Hardcore (…hallo Spruchband…), eher ein schüchterner Kuß auf die Wange.
Diese Kurve ist tot zur Zeit. Schade, denn ich liebe lebendige picke packe volle und laute Kurven, aber davon ist man dort leider weit entfernt. Bewegung war vlt. durchgehend bei 100 Leuten und gehört hat man die Heimkurve in unserem Block praktisch nie. Es sei euch zu wünschen, dass da wieder mehr Leben reinkommt.

Nach einer granatenschlechten Halbzeit von unserer Mannschaft gaben wir in Halbzeit zwei auch mehr Gas und siehe da es wurde besser auf dem Rasen. (Als Fan gehe ich einfach mal davon aus, dass auch unser Engagement mit dazu beigetragen hat.)
Zwei Chancen von Lavric hätten eigentlich den Sieg bedeuten müssen, aber vor allem die erste Möglichkeit verstolperte unser Mittelstürmer fahrlässig. Bochum hatte seine Chancen, sowohl in Halbzeit Eins als auch kurz vor Schluss als Orlishausen uns den Punkt rettet. Gehen wir in Führung gewinnt der KSC das Spiel, so müssen wir mit diesem Punkt und den sehr engagierten zweiten 45Minuten zufrieden sein. Wir haben es immer noch selbst in der Hand.

Ansonsten herzliche Glückwünsche zu 13 Jahren Phönix Sons. 13 Jahre Fanatismus für Blau und Weiß!

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Für euch in Bochum war
OnkelMad

Die Auswärtsspielsperre des DFB – oder warum alte Männer nicht immer auch weise sind

Gedanken eines Fußballfreundes aus Frankfurt:

 

In Fussballdeutschland herrscht Angst und Schrecken. Mörderische Mobs von gewalttätigen und barbierenden Ultra Banden ziehen Wochenende für Wochenende quer durch die Republik und schaden dem Ansehen Deutschlands in der Welt, zumindest aber dem deutschen Fußball.

 

So geschehen z.B. beim Spiel der Frankfurter Eintracht in Düsseldorf. Pyrotechnik wurde gezündet (hierzulande ein schweres Verbrechen), das Spiel Montags abends zur Prime Time in Sport 1 musste später angepfiffen werden.

 

So nicht, dachten sich die hohen Herren vom DFB und beantragen einen Ausschluss der Frankfurter Fans beim Auswärtsspiel bei Union Berlin.

Mal abgesehen davon, dass sich die Verantwortlichen der Eintracht in diesem Punkt auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, war die Idee des DFB klar:

Über eine Kollektivstrafe für die gesamte Fanszene der Eintracht das Denunziantentum in den Kurven weiter fördern, dafür sorgen, dass die „sogenannten Fans“, die mit 18 in der Schule damit prahlen, ein Stadionverbot bekommen zu haben, weiter aus dem Kreis der Fans ausgeschlossen werden.

 

Prima, sagt sich der DFB, jetzt greifen wir durch, und alles wird gut.

 

Und dann kommt der Montag abend, Sport 1 überträgt in die deutschen Haushalte, und was passiert?

Schon vor Beginn des Spiel begrüßt der Stadionsprecher von Union die mitgereisten Fans der Eintracht mit den Worten: „Psst, eigentlich dürft ihr gar nicht hier sein!“

Zum Einlaufen der Mannschaften sieht man über seinen Flatscreen sehr gut eingeblendet ein Plakat mit einer deutlichen Botschaft an eben diese alten Herren, die meinen, sie können das Fanverhalten in deutschen Kurven über Strafen reglementieren.

 

Die ersten Minuten des Spiels laufen, bis auf das Banner sind keine weiteren Aktionen erkennbar, auch scheinen sich nur sehr wenige Eintrachtler in Berlin eingefunden zu haben.

Spätestens mit dem ersten Tor aber wir klar und deutlich, dass, entgegen aller Planungen vom DFB, doch eine stattliche Anzahl von Fans aus Frankfurt im Stadion angekommen sind. Der Gästeblock wird geentert, sogar Banner werden gehängt, darunter das Ultras Banner. Die Gruppe der Fans, die der DFB nicht haben möchte, schon gar nicht die Frankfurter.

Begleitet werden diese Aktionen mit vernehmbaren Parolen der Heimkurve.  

Und dies setzt sich dann letztendlich das ganze Spie über fort. Über Sport 1 und Sky sind die von beiden Fanlagern vorgetragenen Parolen an den DFB gut zu vernehmen.

Und was vorher unvorstellbar war, passiert: Ultras beider Mannschaften vereinen sich für die neunzig Minuten gegen einen gemeinsamen Gegner: den DFB.

Keine Ausschreitungen, im Gegenteil, tolle Fußballatmosphäre. Berliner organisieren Tickets für Gästefans, die zum Dank nach den abgelaufenen 90 Minuten ein kräftiges „Eisern Union“ ins Stadionrund werfen.

 

Der DFB hat sich ein Eigentor geschossen. Das wievielte eigentlich?

 

Die Einsicht, dass Fanausschlüsse nicht den „gewünschten Erfolg“ bringen, kommt schnell. Fanausschlüsse sind kein Teil der Strafen mehr, die der DFB gedenkt, zu verhängen.

Gleichfalls wird betont, dass über andere Wege nachgedacht werden muss, um Randalierer und Störenfriede des Fußballs von diesem fernzuhalten.

 

Erstaunlich ist, das der DFB auf die naheliegendste Möglichkeit, Einfluss zu nehmen nicht kommt: Mit den entsprechenden Gruppen ein einen, ehrlich gemeinten, Dialog zu treten.

 

Die Aktionen und Gespräche rund um das Thema Pyrotechnik legalisieren haben gezeigt, dass der DFB nicht ernsthaft an einer kritischen Auseinandersetzung mit den betroffenen Gruppierungen interessiert ist.

Auch bei den Themen Stadionverbote, Datei Gewalttäter Sport oder fanfreundliche Anstoßzeiten zeigt sich, dass der DFB nicht bereit ist, genau auf die Fans zuzugehen, die die Seele des Vereins ausmachen.

 

Nur das wäre aber der Hebel, um die festgefahrenen Fronten etwas aufzuweichen, um wieder Bewegung in die Situation zu bringen.

 

Doch wie verfährt der DFB: Man werde prüfen, ob gegen den Verein Union Berlin und evtl auch gegen die Frankfurter Eintracht eine Strafe verhängt wird, wegen Nichtumsetzung des Fanausschlusses.

 

Das alte Männer nicht immer auch weise sind, zeigen die Reaktionen von Seiten des Fußballverbandes.

Mit der fehlenden Bereitschaft, auf die Ultras, auf die Kurven zuzugehen, schwindet die Chance, für beide Seiten tragbare Ergebnisse zu erzielen.

 

Das es aber über 1000 Personen gibt, die sich von einer sinnlosen Strafe nicht abhalten lassen, ihren Verein an einem Montagabend 550 km weit weg zu unterstützen, dass sich Fußballfans zweier Vereine gemeinsam gegen einen Verband stellen, der die Zeichen der Zeit nicht erkennt (erkennen will), das ist die andere Seite der Medaille.

 

Es ist Zeit, umzudenken, Herr Niersbach.

 

Der Fußball lebt durch die Kurven.

In der Vergangenheit

In der Gegenwart

In der Zukunft

 

BS-Basti

 

 

Dem Christian Timm sein rechter Fuß

Christian Timm ist ja so etwas wie das personifizierte Verletzungsproblem. Sein letztes gutes Spiel machte er anno Erste Liga auf Schalke für uns, seitdem war er mehr oder weniger soweit von der Startaufstellung des KSC weg wie ich.

Als er aber am gestrigen Sonntag plötzlich da war, spielte und dann wie die Feuerwehr im Laufduell mit einem Unioner auf deren Tor zu lief, traute ich meinen Augen nicht. Wer ist das? Der Timm kam es von allen Seiten.
Hat der einen rechten Fuß schoß es mir durch den Kopf, mittlerweile in Unwissenheit darüber welches sein stärkerer wohl sei.
Als er aber mit diesem ausholte und den Ball sowas von trocken oben ins kurze Eck pflogte, wurde mir wieder klar, dass dem Christian Timm sein rechter Fuß kein schlechter war bzw. ist.

Da leck doch die Katz am Buckel. Kommt da Markus Kauczinski, zaubert den Timm aus dem Lazarett und der legt den Unionern so ein Ding rein. Wohlgemerkt es war der 1.April, hätte ich dies nur erzählt bekommen, ich hätte es wahrscheinlich für einen Scherz gehalten.

Die Köpenicker hatten nach 30 Sekunden ürbigens schon den Ball an den Pfosten gebolzt und sollten in Halbzeit zwei noch mal knapp an Verteidiger und Pfosten scheitern. Das Glück war uns heute hold und eine gut kämpfende Elf in meinen Farben hatte es sich auch verdient.

Keiner fiel so richtig ab, sie rannten und versuchten es, vieles ging schief aber wir sind eben auch unter den letzten drei der Liga und nicht unter den ersten.
Lavric kam dann für Timm und vollendete dessen Werk zum 2:0 Endstand.

Erleichterung pur, denn nun ist der Relegationsplatz aus eigener Kraft machbar, über mehr mag ich nicht nachdenken. Zu oft hat mich die Mannschaft nach einigermaßen passablen Leistungen wieder enttäuscht. Der 16.Platz ist aber Pflicht und dann können wir gemeinsam in Chemnitz, Aalen oder Heidenheim ums Überleben des KSC kämpfen.

Schöner Support heute mit einigen älteren Liedern, meist sehr laut. Selbst unser alter Capo neben mir im Block, sang die ganze Zeit vor sich hin und hatte sogar mal Gänsehaut „…..scheißegal was passiert, scheißegal was passiert auf der Achterbahn“!

Block der Unioner sehr schön beflaggt und nach der Pause stellten sich alle hinter die Szene Köpenick Fahne. Konnte man gut anschauen.

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Für euch im Wildpark war
OnkelMad

Tschüss Jörn – Tach Markus

Und wieder war es mal soweit im Wildpark. Eine Pressekonferenz wurde gestern für 13 Uhr angesetzt. Dort wurde dann verkündet was schon jeder wusste, als die Mitteilung über die Pressekonferenz durchs Netz strömte und im Radio verkündet wurde.
Markus Kauczinski beerbt den glücklosen Jörn Andersen auf der Trainerbank des Karlsruher SC.

Noch sieben Spiele stehen an und der 14.Trainer in 14 Jahren, der 4. in der Amtszeit des CDU-OB Kandidaten Ingo W., soll es nun richten. Warum gerade er?

Sicherlich nicht weil er dem Verein schon viele Jahre angehört, die Mannschaft kennt, als Trainer der 2.Mannschaft eine sehr gute Arbeit gemacht hat, endlich im Besitz der Trainerlizenz des DFB ist und als ständige Interimslösung der letzten Jahre überzeugte.
Markus Kauczinski ist einfach die kostengünstigste Lösung für die letzte Zuckung einer planlosen Vereinsführung und eines Clubs der am Ende ist.

Kauczinski ist ein Guter und ich gönne ihm jeden Punkt und jeden Sieg und vielleicht schafft er auch das Wunder und hält mit dieser unsäglichen Truppe über die Relegation doch noch die Klasse. Ihm und uns allen wäre es zu wünschen.
Es ist seine erste richtige Trainerstation im Profifußball und dann gleich ein Himmelfahrtskommando. Er hat Ideen, jetzt sicherlich auch viel gelernt beim Trainerlehrgang und ist heiß – prima!

Sein Vertrag gilt auch bei Abstieg weiter und für diesen Fall vertraut man ihm in Sachen Neuaufbau. Tolle Sache und aller Ehren wert. Die ganze Sache hat nur einen Haken.
Das mit dem Neuaufbau in einer 3.Liga ist gar nicht so einfach. Die Beispiele Bielefeld und Oberhausen sprechen da eine klare Sprache. Sie dümpel im unteren Mittelfeld bzw. der Abstiegszone rum und haben auch schon beide den Trainer gewechselt. Es läuft alles andere als rund. Und wir haben eben auch keine Kohle, außer Pilarsky öffnet die Schatulle.

Ambitionierte und gestandene 3.Liga Mannschaften werden auch uns nächste Saison das Leben schwer machen, wenn es zum schlimmsten aller Fälle, dem Abstieg kommen sollte.
Der Neuaufbau, den Markus Kauczinski dann angehen soll, wird alles andere als ein Selbstläufer werden. Für ihn kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen im Verein (und auch wir Fans) ihm dann auch die Zeit geben und nicht (wieder) auf den schnellen Erfolg aus sind und ihn feuern. Dann nämlich hätte er gestern mit seiner Unterschrift praktisch auch schon seinen Abschied vom KSC unterschrieben.

Nun ist dies aber hier und heute nicht unsere größte Sorge, denn noch kann der Abstieg vermieden werden. Kauczinski ist da ganz optimistisch und meinte sinngemäß lt. BNN, dass eigentlich mit dieser Mannschaft jede andere der 2.Liga schlagbar sein müsste.
Puh – durchatmen, so etwas liegt mir schwer im Magen wenn ich mir die letzten Auftritte dieser Trottel anschaue die unser Trikot da spazieren tragen.
Aber klar, wenn er recht hat und wir das Ding noch wuppen, bin ich der glücklichste Mensch der Welt.
Kauczinski hat ganz viel Bonus bei mir, denn er kann für die jetzige Situation gar nix und muss nun damit umgehen.

Die Planlosigkeit und naive Zusammenstellung dieser Mannschaft haben andere zu verantworten. Die verlorenen Trainermonate unter Rapolder ebenso und dass man Rainer Scharinger mit einer nicht Zweitligatauglichen Defensive in die Saison starten ließ auch.
Dies wurde mittlerweile behoben. Alle in der Winterpause geholten Leute können was und wenn sie schon zu Beginn der Runde da gewesen wären, stünden wir nicht so schlecht da. (Dafür geht nun ab der Doppelsechs nach vorne gar nichts mehr).
Vor Rundenbeginn wollte man dieses Geld aber nicht ausgeben, auch Olivier Occean wollte man nicht für eine überschaubare Ablösesumme holen. Der Kader durfte nichts kosten. Dieses damals nicht ausgegebene Geld kann uns sehr teuer zu stehen kommen.
Scharinger war damals schon nicht ganz so euphorisch was das Leistungsvermögen der Mannschaft angeht, aber dies wollte niemand hören.
Die ersten 4 Pflichtspiele streuten alle Sand in die Augen und ab dann ging es bergab.

Jörn Andersen übernahm, gab alles und war mit Feuereifer dabei. Wer viel macht, macht auch Fehler. Die passierten ihm auch in Sachen Aufstellung, Auswechslungen oder mediale Darstellung. Alles bums, er hat es versucht, kam sympathisch rüber und scheiterte letztlich an den Umständen. Schade eigentlich, er wäre glaub kein schlechter Mann gewesen um eine Mannschaft längerfristig zu formen. Dazu ist und war in den letzten Jahren beim KSC aber keine Zeit.

Alles erdenklich Gute für dich Jörn, mal sehen wann ich deinen Namen mit Markus ersetzen muss…..!

Zum jetzigen Zeitpunkt wünsche und hoffe ich, dass ich Anfang Mai in einem Bus nach Karl-Marx Stadt, Burghausen, Heidenheim oder Regensburg sitze und wir den Relegationsplatz noch erreicht haben. Mehr ist wohl nicht mehr drin, auch wenn unser neuer Trainer da optimistischer ist als ich.

Mach den Spielern Beine Markus und rock das Ding für uns!!!

OnkelMad

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