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Fußball

Über Rostock und Wehen in die 2.Bundesliga

Es ist vollbracht! Aufstieg als Meister in die 2.Bundesliga. Wir sprich der KSC, sind wieder da. Der Treffer in Darmstadt von Hakan zum 0:1 in der 89.Minute war der entscheidende Schritt und im Prinzip sind wir in Darmstadt eigentlich aufgestiegen. Das wussten wir, das wussten die Spieler. So wie die Mannschaft nach dem Tor über den Platz gefegt ist und nach dem Schlusspfiff feierte war klar, dass sie den Aufstieg für sich schon gesichert wussten. Im Fußball kann zwar alles passieren, aber daran glaubte ja nicht mehr wirklich jemand von uns. Gegen Hansa Rostock sollte also der Punkt, welcher rechnerisch noch fehlte, her und genau der wurde es dann ja auch. Ein 1:1 der mageren Sorte, aber riesiger Jubel als Kempe den Ball in der 75.Minute nach einer Ecke zum 1:1 ins Netz drosch. Rostock konnte mit dem Punkt auch gut leben und so war allen gedient. Dieser Aufstieg ist übrigens nicht selbstverständlich, trotz der namhaften Mannschaft und des größten Etats der Liga. An Aachen und auch an Rostock sieht man was Absteigern aus der zweiten Liga passieren kann. Für mich persönlich war es gar nicht so emotional. Ich hatte mir in Darmstadt schon ein Loch in den Bauch gefreut und den Aufstieg eingetütet UND schon die ganze Woche Glückwünsche entgegen genommen. Ich war erleichtert, dass es endlich geschafft war. Nun auch amtlich! Die ganze Anspannung fiel ab. Es war eine tolle Saison mit dieser unglaublichen Aufholjagd und den vielen Spielen ohne Niderlage. 20 Partien in Folge nicht verloren, davon 17 gewonnen. Ein Wahnsinn!!! Trotz allem war immer diese Anspannung da bei mir. Der schlechte Start unseres Teams brachte zwischen Juli und September meine Gemütslage mehrmals in Wallung und es war klar, dass nur eine fette Serie uns zum Aufstieg verhelfen würde. Dass diese dann kam war super, aber jeden Spieltag musste man zittern dass es wieder mit einem Sieg reicht. Dadurch dass die Konkurrenz auch immer punktete war es bis zum Ende eng und zumindest ich war immer angespannt. Danke an dieser Stelle an unseren Verein, dass alle ruhig geblieben sind und nach dem Fehlstart nicht wild den Trainer entlassen haben.

Kurz zum Spiel gegen Hansa Rostock. Schon wieder sollte die Kogge uns begegnen wenn es um einen Wechsel der Liga ging. Eine würdige Kulisse bot sich beiden Teams im Wildpark. Auch Hansa hatte wieder ne gute Truppe am Start, die heute wieder mal einen großen Support lieferten. An dieser Stelle sei gleich gesagt: Ich hoffe, dass Hansa Rostock unbeugsam bleibt!!! Auf unserer Seite gabs eine große Choreo über die gesamte Gegengerade. „Unsere Liebe lässt uns siegen“! Bissle pathetisch aber ein super Ding.

P1060052(1)P1060058(1)P1060059(1)P1060080(1) Hakan Calhanoglu wurde vor Beginn der Partie noch mit Blumen gen Hamburg verabschiedet. Danke Hakan! Du warst der Spieler der Saison und hast einfach den Unterschied gemacht. Seit Icke Häßler hat kein so guter Fußballer mehr im Wildpark gespielt. Mach es gut Junge und werde ein ganz Großer bitte. Du wirst immer einer von uns bleiben und zu jeder Zeit im Wildpark willkommen sein!

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Punkt geholt und aufgestiegen das war das wichtigste an diesem Tag. Dass unser Verein nicht feiern kann ist das andere. Eine unglaublich schlechte Musikauswahl und alles was da auf dem Rasen „organisiert“ war, hätte genauso gut beim TSV Obergrombach statt finden können. Und irgendwie ist es ohne Platzsturm auch nicht so richtig geil. Aber Scheiß drauf! Unsere Mannschaft dagegen lieferte bei der Feier im Fanprojekt und die ganze Woche danach dagegen in Sachen Party richtig ab. In Wiesbaden eine Woche später spielten die alle mit „Standgas“.

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Eine Woche später fuhren wir hübsch im Neuner nach Wiesbaden um dort die Meisterschaft einzutüten. Hinter der Gästekurve wurde fett gegrillt und die Biervorräte vernichtet. Ein total enstpannter Tag bei dem wir kanpp drei Stunden vor Spielbeginn schon vor Ort waren und uns in die Sonne knallten. Geilomat – so geht Fußball im 11Freunde Style!

Im Stadion dann eine einzige Sause in Blau und Weiß. Von Beginn an feierten starke 4000 aus KA ihre Mannschaft und die zahlte es mit einem 4:2 Sieg zurück und holte den Pott. Hakan wurde nach einer starken Stunde ausgewechselt und absolvierte unter dem Jubel aller eine Ehrenrunde. Wohlgemerkt während das Spiel lief. Unsere beiden anderen Säulen des Aufstiegs Dominic Peitz und Koen van der Biezen durften sich nach ihren Auswechslungen ebenfalls extra feiern lassen und machten mit dem Block die Welle. Nach dem Abpfiff geschah alles was das Herz einen Fußballfans begehrt. Mein Verein, meine Mannschaft feierte mit einer offiziellen Pokalübergabe eine Meisterschaft. Geiler kann es auch nicht sein, wenn man Deutscher Meister wird. Da war eine Bühne, Medallien wurden umgehängt und der DFB-Präsident übergab den Pokal an Hakan Calhanoglu der diesen unter dem riesigen Jubel der Mannschaft und nicht zuletzt von uns in die Höhe reckte. Ehrenrunde mit Pokal, die Welle mit allen Tribünenseiten, sogar mit der total leeren Heimseite. Der Pokal fand auch den Weg auf den Zaun zu uns, Freude pur!

Vielen Dank an diese Mannschaft für eine tolle Saison die wir alle nie vergessen werden!!! Und Danke an unseren Trainer, der es schaffte aus vielen neuen Spielern schnell eine Mannschaft zu machen. Er war immer sachlich und vermittelte den Eindruck, das er Herr der Lage ist. Symphatisch ist er eh – danke Markus Kauczinski!

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(Mittlerweile ist unser Sportdirektor Oliver Kreuzer schon so gut wie beim HSV, unser Trainer Markus Kauczinski beim FC Köln im Gespräch, Christian Eichner sagte überraschend ab obwohl eigentlich schon alles fix war, vlt. wusste er schon dass Kreuzer fast schon weg ist – Fußball ist Tagegeschäft, deshalb lasst uns die Feste immer feiern wie sie fallen. Das ist das Business sagen Freunde von mir. Fuck The Business sage ich!)

MaD

…..und ich sehe noch immer Hakan Calhanoglu vor mir, wie er nach seinem Freistoßtor in Darmstadt jubelnd auf die Kurve zuläuft!

SV Darmstadt 98 – KSC 0:1 oder dreckige Siege sind die schönsten

Das gute alte Böllenfalltor. Die einen mögen es eine Bruchbude nennen, für mich hat es Charme. Diesen „alten Charme“ den nur ein Stadion wie unseres oder eben jenes der Lilien versprüht. Das muss man nicht mögen, aber ich mag es. Die alten Schlachten, die hier über Jahrzehnte in und auch um das Stadion geschlagen wurden sind praktisch allgegenwärtig. Doch zu rosa will ich die Vergangenheit auch nicht malen und wenn man über die Jahre am Stadion immer mal wieder was gemacht hätte wäre es auch nicht schlecht gewesen. In Darmstadt wird man wahrscheinlich auch irgendwann vor der Entscheidung stehen ob man die Hütte abreißt oder doch noch saniert. Wieder eine Parallele zu unserem Wildparkstadion.

Über 10.000 Zuschauer waren an diesem Sonntag Nachmittag gekommen. Fast die Hälfte drückten dem KSC die Daumen. Über zwei Stunden in der prallen Sonne zu stehen tut aber keinem gut und so plätscherte der Support auf KSC Seite vor allem gegen Ende des Spiels auch nur müde demselben entgegen. Trotz vieler Auswärtsfahrer beteiligen sich bei eher mageren Spielen wie diesen eben nur die üblichen Verdächtigen am Support. Darmstadt hatte auf der Haupttribühne zwei Gruppen am Start. Links von mir der oldschool Mob, rechts die jüngeren Ultras. Wenn sie es mal schafften ihre Gesänge aufeinander abzustimmen war es richtig fett laut. Die Lielen sollten sich trotzdem mal überlegen ob sie nicht besser irgendwie zusammen stehen sollten. Vor allem jetzt wo sie doch wieder ein Stück weit der Regionalliga näher gekommen sind.

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89 Minuten plätscherte eine niveauarme Begegenung so dahin. Es gab kaum Chancen, dafür unzähliche Ballverluste, zähe Zweikämpfe und rustikale Abwehraktionen. Dann dribbelte sich Hakan Richtung 16er und wurde gefoult. Ein strammer Schuß in die Torwartecke aus gut 20 Metern ließ den sonnenüberfluteten Auswärtsblock explodieren. Hakan rannte mit über dem Kopf schwenkendem Trikot über das ganze Feld der Kurve entgegen. Die Mannschaft lag sich in den Armen, hier würde nichts mehr schief gehen. Der ersehnte 3er war eingefahren, das Tor zum Aufstieg weit offen.

Auf der Haupttribühne freuten wir uns eher still. Die Einheimischen hatten uns beim Torjubel anlässlich des nicht anerkannten Abseitstreffers Minuten zuvor schon fast gefressen.

Kurz darauf war Schluß und unsere Mannschaft ließ sich zurecht lange von der Auswärtskurve feiern. Noch 1 Punkt muss her, dann ist diese lange Saison endlich erfolgreich mit dem Aufstieg in die 2.Bundesliga beendet. Gegen Hansa Rostock zu Hause wollen wir es also machen. Ausgerechnet gegen die Kogge. Wieder mal stehen uns die Hansestädter gegenüber wenn es darum geht die Spielklasse zu wechseln. Vor ausverkauftem Haus bin ich da aber guter Dinge! Habe (fahrlässigerweise?) eh schon Glückwünsche entgegengenommen.

Am Ende gab die KSC-Legende Dirk Schuster neben unserem Trainer Markus Kauczinski ein Fernsehinterview. Irgendwie wurden da auch wieder Erinnerungen wach…..!

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MaD

Karlsruher SC – Chemnitzer FC 4:1 (15.000 Zuschauer)

Der Chemnitzer FC war zu Gast an und der erste Gegner nach der Niederlage in Münster. Etwas unsicher war ich die ganze Woche, da die Leistung der Mannschaft in Münster einfach schlecht war und Chemnitz uns im Hinspiel schon viele Probleme (…also auf dem Rasen…*g) machte. Zum Glück war unser ehemaliger Spieler Anton Fink gesperrt. Der treffsichere Stürmer hätte bestimmt genetzt gegen uns. Zwei Überraschungen gab es schon vor dem Anpfiff. Die erste kommentierte ich nur mit einem resignierten Kopfschütteln. Schon wieder mal kein richtiges Bier, Sicherheitsspiel war angesagt. Warum auch immer?! Wegen 150 Chemnitzern dürfen knapp 15.000 Zuschauer kein Feierabendbier trinken!?   Die gute Nachricht war, dass unser Trainer Mut bewies. Er stellte in der Abwehr Stoll statt Gordon auf und änderte das System im Mittelfeld. Statt zwei defensiven Mittelfeldspielern stand da nur Peitz und der spielstarke Krebs kam neu in die Mannschaft.

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Chemnitz kam spät in den Block und beflaggte diesen dann erstmal ausgiebig. Sah gut aus, wie eigentlich bei allen Clubs aus dem Osten. Stimmlich hörte man sie nur kurz einmal als alle ein „Hurra, Hurra, die Chemnitzer sind da“ anstimmten.

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Auf unserer Seite war gut Betrieb, was nicht zuletzt dem guten Spiel unserer Mannschaft geschuldet war. Man merkte auch sofort, dass Koen van der Biezen wieder am Start war. Hennings ackerte wie immer, aber ohne Koen sind wir nicht torgefährlich genug. Die Kombination aus beiden Spielertypen passt aber sehr gut. Koen und Hakan per Elfmeter schoßen unsere 2:0 Pausenführung heraus. Nach dem Wechsel bettelten wir 20 Minuten lang um den Gegentreffer. Er fiel natürlich. Hinterher meine ich zum Glück fiel er, denn sonst hätten wir eine erschreckend schwache 2.Halbzeit des KSC erlebt. Aber so mussten die Jungs wieder Gas geben und taten dies auch sofort. Hennings und van der Biezen mit einem doppelten Doppelpass und Koen schloß zum 3:1 ab. Hakan mit einem Traum von einem Freistoß erzielte nur zwei Minuten später das 4:1!

P1050984(1)   Diese Reaktion auf die Niederlage in Münster war immens wichtig. Unsere Spieler feierten den Sieg auch entsprechend und irgendwie hatte man das Gefühl, dass großer DRuck an diesem Abend von ihnen abfiel. Noch drei Begegnungen sind zu absolvieren. Vier Punkte würden wohl einen sicheren Relegationsplatz bedeuten, aber keiner von uns will nach Dresden fahren. Sechs Punkte den Aufstieg – gehen wir es an!

Forza KSC!

MaD

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Karlsruhe vs. Babelsberg 2:1

Der so immens wichtige Auswärtssieg unter der Woche im Steigerwaldstadion zu Erfurt wurde dieses Wochenende gegen den Abstiegskandidaten aus Babelsberg vergoldet.
Mit einem mühsamen 2:1 behielten wir die drei Punkte im Wildpark und grüßen somit weiterhin von der Tabellenspitze.
Der Abstand auf den Relegationsplatz wird sich erst am Dienstag konkretisieren, wenn Münster sein Nachholspiel absolviert hat, aber er beträgt danach mindestens vier Punkte, bestenfalls bleibt es bei sieben.

Zum Intro zeigte die U18 Fraktion auf unserer Seite eine (Aufstiegs-)Choreo, welche in den Osterferien im Fanprojekt angefertigt wurde. Schönes Ding und für einige war dies sicherlich das erste Mal, dass sie hier tätig waren. Hoffentlich nicht zum letzten Mal, wir brauchen auch hier den Nachwuchs.
Babelsberg hatte eine Busladung an Leuten dabei und stand geschlossen hinter ihrer FI-Fahne. Natürlich war hier nichts zu hören über die gesamte Spielzeit, dazu waren es einfach viel zu wenig.
Das Spiel war nicht gerade ein Leckerbissen für Fußballfreunde. Man konnte dieses wilde „Bolzen“ wohl wirklich nur anschauen, wenn man so richtig die Daumen für einen der beiden Clubs hält.

Der KSC absolut überlegen mit gefühlt 90% Ballbesitz, Babelsberg versuchte einzig und allein ein Gegentor zu verhindern.
Trotz dieser Überlegenheit waren wir aber nie zwingend und folgerichtig war unser 1:0 durch Peitz ein abgefälschtes krummes Ding.
Die nächsten 50 Minuten konnte man sich dann getrost sparen, es passierte rein gar nichts mehr. Aus einer Überlegenheit die fast schon vermuten ließ, dass der KSC mehr Feldspieler als Babelsberg auf dem Platz hatte, sprang rein gar nichts dabei heraus.
„Machst du keines, fängst du dir eines“. Diese Phrase bewahrheitete sich in der 80.Minute als die Filmstädter zum Ausgleich trafen.
Im Nachhinein muss man darüber sehr dankbar sein. Auch dem Babelsberger Torhüter Frederic Löhe, der gestenreich die Gegengerade provozierte. Herrlich!! Denn jetzt wachten im Stadion alle auf und gaben Gas, wenn es die ersten Minuten auch nur gegen den Babelsberger Torhüter ging. Egal, denn vor dem 1:1 drohten alle einzuschlafen.
Abe rnicht nur die Zuschauer waren endlich richtig am Start, auch die Mannschaft des KSC gab jetzt Gas. Sofort wurden 2-3 Ecken erkämpft und jede einzelne Situation in den nächsten Minuten war gefährlicher als alles was wir vorher gesehen hatten. In Minute 84 war es dann schon soweit. Patrick Dulleck hämmerte nach einer Ecke aus 5m den Ball einfach unter die Latte, die drei Punkte waren wieder im Sack.

Diese drei Punkte und vor allem der weitere große Schritt in Richtung Aufstieg wurden dann nach dem Spiel vor der Gegengerade noch schön gefeiert mit der Mannschaft. Jetzt in Münster gewinnen, das wäre die halbe Miete für das große Ziel!

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MaD

KSC – Dortmund Amateure 1:0

Wenn jemals das Wort „Arbeitssieg“ und die Phrase „Wer solche Spiele gewinnt steigt auf“ eine Berechtigung hatten, dann nach diesem 1:0 Heimsieg gegen die Zweitvertretung der Dortmunder Borussia.

Es war mühsam zuzusehen an diesem Nachmittag. Zu viele leichte Ballverluste, zu viele Fehlpässe, zu viele nicht zu Ende gespielte Szenen prägten das Spiel unserer Mannschaft. Hinten standen wir zwar einigermaßen sicher, aber da Dortmund zweitweise feldüberlegen war und man nur 1:0 führte, schwang immer die Angst vor dem Ausgleich mit.
Hakan hatte per Strafstoß in der 3.Minute das frühe 1:0 besorgt, aber anstatt nun frei und locker aufzuspielen, agierten wir sehr nervös.
Nach vielen Monaten hatte man als Zuschauer wieder mal das Gefühl hier selbst mittun zu können. Gutes Gefühl irgendwie. Endlich fühlte man sich auf den Rängen wieder fast ebenbürtig. „Ich lauf mich mal warm“ tönte mein Nebensteher. Dies hatte er seit September nicht mehr gesagt.

Fast 12.000 Zuschauer sahen das Spiel. Eine gute Zahl, wenn man bedenkt wie schlecht das Wetter war und dass die Amas eines Bundesligisten keine Leute mitbringen. (Die 50 Angehörigen der Spieler hab ich auf der HT auch gesehen.) Wenn das Wetter nun hoffentlich bald besser wird und wir weiter ganz oben mitspielen, kann sich unser Verein bestimmt bald über 15.000 Zuschauer freuen und zum Saisonende gegen Hansa Rostock werden wir ausverkauft sein.

Es freut sich über dieses dreckige 1:0
MaD

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Und nun der Grund warum die Zweitvertretungen raus aus der 3.Liga müssen:
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Chiquita, Banana, Scheiss Alemannia

Es ging an diesem kalten Freitag nach Aachen zum Mitabsteiger Alemannia. Diese ist mittlerweile so richtig am Ende und wird wohl den Gang ins Amateurlager antreten müssen. Größenwahn und viel „kreative“ Buchhaltung brachten den Traditionsverein dahin wo er nun steht, an den sportlichen und wirtschaftlichen Abgrund.

Darauf konnten wir aber an diesem Abend keine Rücksicht nehmen. Knapp 700 Karlsruher machten sich auf den Weg um unsere Mannschaft bei der Mission Wiederaufstieg zu unterstützen.
An einer Raststätte trafen sich die Busse, 9-Sitzer und Autos um gemeinsam im Konvoi zum Stadion zu fahren. 14 Euro wollte die Alemannia für den Stehplatz. Das werden sie kommende Saison sicherlich nicht mehr verlangen können….!

Durch den Tunnel gings Richtung Auswärtsblock. Dieser Tunnel ist so ziemlich das schlimmste was es im deutschen Profifußball gibt. Menschenunwürdig! bei einer Panik kommt da keine Maus mehr raus – Duisburg samt Love Parade lässt hier hoffentlich nie grüßen. Wer dies genehmigt hat muss krank im Kopf sein!

Die wieder mal sehr gute Currywurst konnte man kaum genießen, da einem die Finger einfroren, aber sie ist es wert.
Das leckere Ding wird mir fehlen die nächsten Jahre.

Noch keine Mannschaft des Karlsruher SC konnte am Tivoli gewinnen. Oft wurde ich selbst Augenzeuge von derben Niederlagen. An diesem 08.Februar 2013 sollte sich dies endlich ändern.
Und wie es sich änderte! Nach pomadigem Beginn unserer Mannschaft setzte Rouwen Hennings mit einem Pfostenschuß das erste Ausrufezeichen. Das Spiel hatten wir zwar im Griff, aber da wir zu langsam im Spiel nach vorne waren konnten wir uns keine Torchance erarbeiten.
Die Aachener Mannschaft kämpfte, konnte gegen unsere Abwehr aber nicht wirklich etwas ausrichten. Als Hennings dann aus dem Nichts das 0:1 besorgte lag sich Blau-Weiß auf den Rängen jubelnd in den Armen. Danach hätte der KSC gleich auf 0:2 erhöhen können, versäumte dies abe rnoch vor der Pause.
Was aber nach Wiederanpfiff gleich korrigiert wurde. Drei Tore in sieben Minuten, blau-weißes Fußballherz was willst du mehr. Koen van der Biezen, Hakan Calhanoglu und Silvano Varnhagen (…damit haben jetzt alle beide 6er getroffen die Ende 2012 bei unserer Veranstaltung „Nachspielzeit“ noch ohne Tor waren…) verwandelten den Auswärtsblock in eine Partymeile.
Über 30 Minuten hatten wir Zeit zu feiern. So etwas kennt der über Jahre leidgeprüfte KSC Fan gar nicht so wirklich. Schnell stellten sich aber alle darauf ein und es wurde gesungen, gehüpft, Pogo im Block veranstaltet und als Höhepunkt in Minute 80 das „KApolista ale“ Banner vor den Block gehängt. Spitzenreiter!!!
Die Mannschaft bekam dieses Banner dann zum feiern auf den Rasen und tanzte ausgelassen. Sie hatten es sich mal wieder redlich verdient. Am 22.09.2012 verloren wir zuletzt ein Ligaspiel. So eine Serie ist unglaublich schön!

Von der Alemannia war nichts zu sehen und zu hören. Im Heimblock konnte man zwar viele Leute in Faschingskostümen sehen, aber so richtig zum Spaß haben war ihnen sicherlich nicht zumute. Euch wird keiner vermissen!

Für euch in Aachen war
MaD

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JayJay – ich lieb mein Verein (DFB Protestsong)

Getreu dem Motto: Getrennt in den Farben, Vereint in der Sache:

Nachspielzeit: Der Sechser. Doppelt hält besser!!

Am 12.12.2012 waren auf Einladung der Supporters Karlsruhe unsere beiden „Sechser“ Dominic Peitz und Silvano Varnhagen zur mittlerweile fünften „Nachspielzeit“ zu Gast. Veranstaltungsort war dieses Mal der Fanartikelladen von Walli.
Klamotten raus, Stühle rein, Anlage aufgebaut und los gings.

Mit Peitz und Varnhagen waren auch zwei unterschiedliche Generationen an Fußballer zu Gast. Der eine ist schon viel herumgekommen, der andere kam in jungen Jahren von Erfurt nach Karlsruhe und startet jetzt hier nach dem Abitur auch seine Profikarriere.
So gut sie auf dem Feld miteinander harmonieren müssen, so gut klappte es auch bei dieser 2-stündigen Talkrunde. Immer wieder wurde gescherzt oder sich verbal der Ball zugespielt, z.B. wenn es um das Ball hochhalten im Training mit anschließenden Ohrenschnipsern ging.

Aber nicht nur über solch eher banale Randerscheinungen wurde gesprochen. Der Werdegang von beiden Spielern beleuchteten unsere Moderatoren doch eingehend.
Vor allem natürlich Peitz hatte hier einiges zu erzählen, vor allem natürlich von seinen Erlebnissen in Augsburg. Es kommt ja selbst im Profigeschäft nicht alle Tage vor, dass man sich ins Mannschaftstraining einklagen muss. Ins rechte Licht rückte er dabei aus seiner Sicht seinen Kumpel S.Langkamp, der in Karlsruhe ja nicht so einen guten Ruf genießt.
Nach etlichen Stationen möchte er gerne mal wieder langfristig irgendwo ankommen und sieht hier beim KSC, nicht nur aufgrund der Vertragslaufzeit sehr gute Chancen. Von seiner Berliner Zeit bei Union weiß er was es bedeutet so richtig in einem Verein integriert zu sein.
So fällt das Spiel seines Lebens auch in diese Zeit. Der Auswärtssieg von Union im ausverkauften Berliner Olympiastadion bei der Hertha.
Und bei aller Rivalität zwischen uns und den Unionern, so wirklich verdenken kann es ihm keiner.

Bei Silvano war sein bisher größtes Spiel gegen Jena in der Jugend von Erfurt. Im Pokal erzielte er in einem Spiel drei Tore gegen sie, das alles entscheidende in der Schlussminute.
Solche Tore wünschen wir ihm natürlich auch bei uns.
Als Jugendlicher verließ er Erfurt um alleine in Karlsruhe sein fußballerisches Glück zu finden. Welch ein Schritt für einen jungen Mann. Neue Schule, neues Umfeld, ohne Familie und Freunde. So verlief der Start dann auch etwas holprig, da man in der Schule schon etwas weiter war und er hier auf einmal viel mehr tun musste. Auf dem Platz benötigte er auch etwas Eingewöhnungszeit. Beides wendete sich zum Guten und wir sind froh, dass er sich durchgebissen hat.

Die Atmosphäre in Wallis Laden war wie wenn man zu Hause in Erfurt bei Varnhagens oder in Geseke bei Familie Peitz um den Esstisch sitzen würde. Entspannt plauderte man miteinander. Lustig auch, dass Peitz den Besitzer der Dortmunder Fahne „Gesecke“ persönlich kennt.

Die Ansichten von Dominic Peitz über den Profifußball wussten zu beeindrucken. Die Welt der meisten Profis ist nicht die der Spieler von Bayern, Dortmund, Leverkusen oder Schalke. Viele Profis tingeln in ihrer Karriere zwischen der 2. und 3.Liga hin und her, wenn sie Glück haben reicht es auch mal für ein paar Jahre Bundesliga. Dabei entscheiden nicht immer sie selbst über den Verlauf ihrer Karriere, sondern Berater, Funktionäre oder auch einfach mal das Glück. Deshalb gilt es über den Tellerand hinaus zu schauen, seine alten Freunde aus der Jugendzeit nicht zu vernachlässigen und jeden Tag alles dafür zu tun diesen privilegierten Beruf weiter ausüben zu dürfen.

Hansi und Adriano ließen bei ihren Fragen nichts aus und so kam natürlich auch wieder die Sprache auf die Farbe der Kickschuhe. Dominic konnte hier bei Hansi dann doch schon eher punkten als manch anderer Profi.

Ein launiger Abend klang an diesem kalten Dezembertag mit der Gewissheit aus:

Nigeria oder Jordanien – Hauptsache Afrika!  

MaD

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KSC – SC Freiburg 0:1 (DFB-Pokal 3.Runde, 18.12.2012)

So viel Kampf, so viel Wille, so viel Leidenschaft und so knapp gescheitert. Das Scheitern gehört beim Fußball und speziell beim KSC einfach dazu. Wenn es dann vor 28.200 Zuschauern im ausverkauften Wildpark geschieht, nach zuvor 10 Pflichtspielsiegen in Folge und mit Toni Marschall im Vorprogramm, dann ist es immer noch bitter aber erträglicher.

Der 18.12.2012 sah einen großen Abend in Karlsruhe. Das Derby der beiden badischen Mannschaften lockte die Massen an, irgendwer grub auch Toni Marschall aus und dieser sang live im Stadion das Badnerlied. Nicht dass ich so etwas immer brauche, aber diese Art von Entertainment deutet zumeist große Fußballabende an.

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Wir spielten in Trikots, die man nur mit Sonnenbrille und viel Neurexan ertragen konnte. Unsere Marketingabteilung hatte den glorreichen Einfall unser Team in Trikots mit der Farbe Orange auflaufen zu lassen. Beim spontanen Blick aufs Spielfeld konnte das Auge dem Gehirn nicht sofort signalisieren wer denn nun der KSC sei. Ein paar hundert dieser Exemplare wurden doch tatsächlich verkauft. Da die aktive Szene dieses Trikot natürlich boykottierte ist es doch eine ganz stattliche Zahl. Bedenkt man aber wie viele Trikots verkauft worden wären, hätte unsere Marketingabteilung gemeinsam mit den Supporters ein Traditionstrikot in Blau-Weiß für dieses Spiel auf den Markt gebracht, dann ist es einfach wieder mal zu wenig. Ihr seid komische Leute ihr „Marketingexperten“!

Statt dessen verkaufte die Utraszene locker 3500 Bommelmützen in unseren Farben und hätte 10.000 verkaufen können, so groß war die Nachfrage. Ein schönes Bild gaben die Mützen im Stadion ab, von den Trikots war auf den Rängen zum Glück kaum etwas zu sehen.

Nach dem beide Fanblöcke während der ersten 12 Minuten und 12 Sekunden geschwiegen hatten, zeigte unsere Kurve eine kleine Trikot-Choreo. Dazu hielt die Gegengerade mitgebrachte Trikots in blau und weiß hoch. Dazu noch der Hinweis auf unsere Vereinssatzung in der genau die Vereinsfarben festgelegt sind. Freiburg zündete schön, sie hatten ja auch schon allen Grund zum jubeln. Schmid brachte Freiburg in Minute zwei in Führung und stellte damit schon früh den späteren Endstand her.

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Zwischen dieser zweiten Minute und dem Schlusspfiff lagen starke 90 Minuten, in denen unsere Spieler alles zeigten was sie die letzten Wochen stark machte. Nur mit dem Tore schießen klappte es leider nicht. Weder Gordon noch Hennings konnte gute Chancen nutzen. Am Ende aber Standing Ovations für eine Mannschaft aus Karlsruhe auf die man wieder stolz sein kann. Freiburg kam mit Glück und Geschick hier weiter und dies als Erstligist der sich momentan im oberen Drittel befindet. Christian Streich, der hemdsärmelige Trainer des SCF, kannte die große Leistung des KSC hinterher auch voll an. Er konnte sich bestätigt fühlen da er vorausgesagt hatte, dass dies ein harter Abend für seine Mannschaft werden würde.

Wir sehen uns 2013, dann hoffentlich mit dem krönenden Aufstieg! Danke Jungs für diesen Abend und für zuvor 10 Pflichtspielsiege in Folge!

MaD

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