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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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koen van der biezen

Danke: Koen van der Biezen

Fußball ist Tagesgeschäft. Dies musste dieser Tage nun auch unser Mittelstürmer Koen van der Biezen erfahren. Nach 2 1/2 Jahren löste der KSC den Vertrag mit ihm auf.
Sein Weg wird ihn, so sagen es Gerüchte, zu Arminia Bielefeld führen. Der Tabellenführer der 3.Liga sucht dringend einen erfahrenen Stürmer als Nummer 2 hinter Fabian Klos.
Koen war über 2 Jahre eine feste Größe unserer Mannschaft. Vor allem in der 3.Liga schoß er sich mit seinen 15 Toren in unsere Herzen. Ein Mittelstürmer alter Prägung, der vorne den Ball halten konnte, geschickt seinen wuchtigen Körper einsetzte und mit nur einem Ballkontakt zum Torerfolg kam. Im 1:1 gegen den Torwart war er fast immer erfolgreich.
Nach dem Aufstieg in die 2.Bundesliga wurden seine Einsatzzeiten zwar etwas weniger, was auch mit der Systemumstellung auf einen Stürmer im Laufe der Saison zu tun hatte, aber er präsentierte sich weiterhin treffsicher. Acht Tore und zwei Vorlagen standen für vergangene Saison zu Buche.
Mit der Verpflichtung von Yamada und dem festhalten am System mit einem Stürmer wurde diese Saison die Luft für Koen leider dünner. Hinter dem sehr starken Rouwen Hennings und Iljan Miczanski war er nur die Nummer drei.
Kein Spiel von Beginn an machte er für den KSC. Van der Biezen tat sich immer schwer nach seinen Einwechslungen. Dies ist offensichtlich auch nicht sein Ding. Er muss von Anfang an spielen und das Vertrauen des Trainers genießen, selbst wenn es mal nicht läuft. Es reichte einfach nicht mehr für Koen um in die Stammelf zu kommen. Zu spielstark präsentiert sich der KSC momentan und Rouwen Hennings ist unumstritten und zurecht unser Stürmer Nummer Eins.
Ich hoffe für ihn, dass er bei seinem nächsten Verein wieder durchstartet und sich treffsicher wie in den ersten beiden Spielzeiten bei uns präsentiert.

Koen van der Biezen, ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Gute! Deine Nummer 28 stand immer für vollen Einsatz – Danke!

MaD

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Im Dunkeln ist gut munkeln

An jenem Freitag Nachmittag machten wir uns in mehreren Bussen der Ultragruppen auf den Weg in den Ronhof zu Fürth. Diese traditionelle Spielstätte wurde mittlerweile mit Dach und rundrum Verkleidung versehen und wirkt mittlerweile von außen betrachtet wie ein Einkaufszentrum oder Billig-Baumarkt der Marke B1.
Innen allerdings erste Sahne. Für die SpVgg Greuther Fürth genau richtig. Schön eng und genügend Stehplätze sind auch vorhanden.

Die Fahrt verlief bis auf einige heiße „Quizduelle“ unspektakulär, wie eben Auswärtsfahrten nach Fürth sein sollten. Mehr als rechtzeitg waren alle vor Ort, die Pizza schmeckte auch wieder und die Einlasskontrollen gingen zügig von statten.
Würden die Leute von der Pizzeria statt Warsteiner Dosen besser fränkisches Bier verkaufen, würden sie noch einen höheren Umsatz machen. Mal sehen wann sie dies umsetzen, hingewiesen darauf wurden sie an diesem Abend zur Genüge.

Fürth hatte eine nette kleine Choreo vorbereitet, wie man überhaut sagen muss dass sie das ganze Spiel über optisch überzeugen konnten. Da war immer Bewegung im Block, Fahnen wurden über 90 Minuten geschwenkt, aber akkustisch kam da gar nichts rüber. Typisch Fürth mag der erfahrene Auswärtsfan sagen, aber komisch ist das schon. Warum ist der Heimblock in keiner einzigen Minute des Spiels so laut, dass man ihn in diesem kleinen Stadion auf der anderen Seite hören kann?!
Ansonsten ist es einfach nett in Fürth. Wenn ich als Fan des Sportes Fußball dort leben würde, wäre der Besuch sämtlicher Heimspiele gebucht. Mit dem Fahhrad hin, zwei Tucher getrunken, irgendwo auf der Gegengerade einen Sitzplatz und gut wäre. Meine Leidenschaft würde da sicher nie entbrennen, aber zum Fußball gucken ist es prima.

Wir versuchten von Beginn an so laut als möglich unsere Farben nach vorne zu peitschen, aber schnell wurde klar, dass wir sie eher bei der Verteidigung unterstützen müssen. Fürth war mehr als nur überlegen, sie drängten uns gut hinten rein. Die KSC-Spieler warfen sich allerdings in jeden Schuß und kein Weg war ihnen zu weit. Was unsere Mannschaft läuferisch und kömpferisch abliefert ist Spitzenklasse. Zwei Chancen erwarbeiteten wir uns. Die eine wurde noch kläglich vergeben, weil Torres den Ball nicht quer legte im 16er, sondern es wie auf St.Pauli mit einem strammen Schuß aus spitzem Winkel aufs kurze Eck versuchte. Bei der zweiten Chance, legte Koen schön für Yabo auf und der erzielte per Kopf unser 0:1.

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Danach dann wurde es dunkel. Mit einem vernehmbaren „Klickgeräusch“ ging das Licht im Stadion aus. Nur die VIP in ihrem Container saßen nicht im Dunkeln.
So etwas hatte ich noch nie erlebt in 22 Jahren Fußball. Hätte man doch „Licht“ dabei gehabt, wie nett wäre das gewesen….!
Handy-Taschenlampen gingen an und wir fingen an zu feiern. Alle wurden noch ausgelassener und der Lärmpegel stieg von Minute zu Minute.
Ich hatte nur Sorge, dass der Kick abgebrochen wird, schliesslich waren wir in Führung und auf ein Nachholspiel an einem Dienstag Nachmittag hatte auch keiner von uns Lust.
Nach knapp 15 Minuten gingen die Scheinwerfer dann wieder an und es konnte weiter gehen.
In der Zwischenzeit erreichten einen aus etlichen Teilen der Republik SMS. Alle wollten das selbe wissen. Warum gibts bei euch eine Spielunterbrechung?
Aber ich konnte eure „feuchten Träume“ nicht befriedigen. Keine Pyroshow war „schuld“.

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Nach der Pause sahen wir ein Spiel auf ein, unser, Tor. Orle war fantastisch und wieder warfen sich alle 11 Karlsruher in jeden Schuß. Es hätte gut und gerne schon 3 oder 4:1 für Fürth stehen können. In den letzten 20 Minuten hatten wir noch einige Konter, aber wir spielten sie nicht zu Ende. Und dann passierte es doch noch. Fürth glich per Kopf zum 1:1 aus. Kurze Enttäuschung und jetzt begann das Zittern. Die Franken spielten nun auf Sieg und es wurden spannende 10 Minuten. Vor zwei Jahren hätten wir das Ding hier noch verloren mit der damaligen Mannschaft, heute holten wir den Punkt! Der KSC ist weiter dran an den vorderen Plätzen und mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun. Letzteres ist und bleibt eh das primäre Ziel.
(Mittlerweile ist eine Woche vergangen und wir fuhren gestern einen 2:1 Heimsieg gegen Sandhausen ein. Damit steht für mich endgültig fest, dass der Abstiegskampf ohne den KSC statt findet.)

Für euch im Ronhof war euer
MaD

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KSC – Bielefeld oder Karlsson vom Dach fliegt wieder (03.11.2013; 12500 Zuschauer)

Was ein Sauwetter bei diesem so wichtigen Spiel gegen die Arminia aus Bielefeld. Wer bisher immer gedacht hat, Bielefeld gäbe es nicht, wurde an diesem Sonntag eines besseren belehrt. Es standen da nicht nur 11 Arminen auf dem Platz, sondern auch ca. 350 Bielefelder im Auswärtsblock unter freiem Himmel und damit schön im Regen.
Bielefeld stand geschlossen im Block, es war einiges an Bewegung und ab und an hörte man sie sogar mal kurz. Vor allem nach ihrem Führungstreffer war natürlich Stimmung und so ziemlich alle Auswärtsfahrer beteiligten sich auch am Support.
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Nach den gelungen Partien gegen Lautern und deren Freunde aus dem Emirat Giesing konnte der KSC dem positiven Trend die Krone aufsetzen. Bei dieser engen Tabellensituation wäre ein Sieg gegen Bielefeld so wichtig.
Engaiert waren alle auf dem Feld und auf den Rängen. Während dort aber einwandfrei gesungen wurde, spielte sich ein Grottenkick auf dem Rasen ab. Kaum mit anzuschauen was beide Teams boten und wo war bitte der Elan unserer Mannschaft, den man in solch einer Partie erwartet. Bei bestem „Gunther Metz Wetter“ neutralisierten sich beide Teams auf niedrigem Niveau. Intensiv war es allemal, niemand ging einem Zweikampf aus dem Weg.
Mit einem 0:0 ging es in die Pause und wem nicht gerade der Regen dorthin lief wo es dunkel wird, schlief fast ein.
Abhaken, egal, wenigstens wieder nicht verloren, den Punkt nehmen wir und ähnliche Wortfetzen schnappte ich in der Halbzeit auf, aber wir sollten uns alle wundern.
Die zweiten 45 Minuten waren Fußball pur mit allen Schikanen, der Rückkehr einer Legende aus Kindheitstagen und einem eiskalten Holländer.
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Zunächst aber ging Bielefeld mit 0:1 in Führung. Ich verpasste das Tor, weil ich gerade am babbeln war und nicht aufs Spielfeld schaute. Da es eh recht still war und der Torjubel der Bielefelder nicht ganz so laut bei uns ankam, begriff ich erst was passiert war, als die Arminen schon wieder zum Anstoßkreis liefen.
Wieder einige Minuten später, der KSC drückte jetzt ohne wirklich gefährlich zu werden, ertönte ein Pfiff. Elfmeter für uns! Was war passiert? Keine Ahnung, ich hatte gerade nicht hingesehen.
Koen van der Biezen trat an und versenkte diesen so wichtigen Ball ohne eine Mine zu verziehen. Sein anschliessender Jubel ließ aber klar erkennen welche Anspannung von ihm abfiel. Koen, Koen, Koen schalte es durch den Wildpark.
Und nun lief die blau-weiße Maschine. Schön über die Flügel griffen wir an. Vor allem Torres gefiel mir dabei sehr gut, aber auch Alibaz machte einen guten Job. Von hinten schaltete sich Klingmann immer wieder mit ein und er war es auch, der die Flanke in den Bielefelder Strafraum schlug und meine Erinnerungen an eine Figur aus der Kindheit weckte.
Erst dachte ich der Ball ginge ins Nichts und dann kam aus demselben Dominic Peitz. Er lag wie „Karlsson vom Dach“ in der Luft und köpfte im Flug den Ball zum 2:1 ins Netz. Wenn ich es nicht besser wüsste und Peitzer so gar keine Ähnlichkeit mit diesem dicken Jungen hat, ich könnte schwöre ich habe den Propeller auf seinem Rücken gesehen.
Als alter Freund des Flug- oder Hechtkopfballs konnte ich es kaum glauben. So oft sieht man dies gar nicht mehr, dabei ist diese Art von Kopfball so herrlich dynamisch und bringt im Strafraum meist höchste Torgefahr.
Dass Peitz es schaffte unverletzt zu landen, grenzt an ein blau-weißes Wunder. Wie geil Peitzinho! Danke!
Und kurze Zeit später ertönte wieder ein Pfiff und es gab wieder Elfmeter für den KSC. Wie in Wimbledon auf dem „heiligen Tennisrasen“ standen Schiri und Spieler an der Strafraumkante und suchten nach dem richtigen Grasbüschel auf dem das Foul statt gefunden haben soll. Dieses war dann wohl im 16er oder zumindest nahe dran, es reichte auf jeden Fall für unseren zweiten Elfmeter. Koen ließ keine Zweifel aufkommen und vollstreckte.
Es war geschafft! Mit viel Kampf, etwas Glück, guten holländischen Nerven und einem geilen Flugkopfball bezwangen wir Bielefeld.
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Grüße gehen hier noch nach Ostwestfalen an die Jungs, die sich noch an unserem baufälligen Clubhaus und deren Gastlichkeit erfreuten.

Und als der 3er im Sack war, strahlte der Himmel über Karlsruhe!

KSC - Bielefeld

MaD

Alu, Cologne, Scheiße und der Dom

Vom Glück geküsst und dann doch übelst von genau diesem im Stich gelassen. In einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit vergeben die Kölner Gäste innerhalb von fünf Minuten zwei Elfmeter (Risse, Helmes) und Helmes trifft zusätzlich, weil es doch so schön klingt, noch mal Aluminium.
Es war kein Tor für den KSC gefallen und doch jubelten wir 2x, wie wenn wir selbst erfolgreich gewesen wären. Beide Male war es still im Wildpark als die Kölner Schützen anliefen. Der Klang des Aluminiums rieß uns aus unserer Anspannung und versetzte alle die es mit Blau-Weiß hielten in den Fußballhimmel. Beim zweiten Elfmeter, der noch dazu mehr als fragwürdig war, wurde noch intensiver gejubelt, da hier wirklich niemand mehr damit rechnete, dass auch dieser vergeben würde.

Von all dem bekamen die Kölner Ultras wenig mit. Sie hatten draussen massig Ärger mit der Polizei, die wieder mal ihre berühmte „Karlsruher Deeskalationstaktik“ anwandte. Dank einer kaputten Tür in einem Shuttle Bus sahen hunderte Menschen die extra aus Köln angereist waren das Spiel nicht oder nur mit sehr viel Verspätung. Trotz gültiger Eintrittskarten wurde ihnen der Zutritt zum Stadion verwehrt. Bis die Kölner stürmten, einige durchkamen und sich die Sitzplätze unter der Anzeigetafel auf einmal mit Leuten füllte. Genau pünktlich zum 1:1 von Helmes.

Zuvor allerdings ging unser KSC mit 1:0 in Führung. Koen van der Biezen nutzte einen tolle scharfe Flanke von Nazarov. Der Ball zischte in den Fünfmeterraum hinein und als man schon dachte, dass der Kölner Torhüter den Ball einfach fangen würde, kam der Fuß von Koen und versenkte den Ball zur Führung.
Kollektiver Jubel, dieses mal wirklich wegen eines erzielten Tores.
Und gleich hinterher ein donnerndes „Cologne, Cologne, die Scheiße vom Dom“. Ist einfach ein Klassiker und hören die Kölner bestimmt genauso gerne wie wir das „Karlsruh, Karlsruh, wir scheißen euch zu“. Vor allem wenn es von einer propevollen Kurve richtig laut gesungen wird.
Richtig laut wurde es auf Kölner Seite an diesem Tag leider nie. Der Stimmungskern war ja ausgesperrt und so herrschte im ausverkauften Auswärtsblock eine Atmosphäre als wäre Paderborn zu Gast. Schade für alle Stadionbesucher! Beschwerden nimmt ihr Freund und Helfer entgegen.

Leider fiel der Ausgleich zu früh. Nur fünf Minuten nach der Führung konterte Köln uns aus und Helmes erzielte das Tor. Wie naiv wir uns da anstellten. Diese Führung hätte mit Klauen und Zähnen verteidigt werden müssen, statt dessen versuchten wir Köln unter Druck zu setzen und mitzuspielen. Das überaus glückliche 0:0 zur Pause hatte uns wohl den Sinn für die fußballerische Realität vernebelt. In jedem Mannschaftsteil war uns Köln überlegen und wir hatten schlicht Glück in den ersten 45 Minuten.

In den nächsten 30 Minuten gab es einen recht offenen Schlagabtausch. Der KSC spielte seine guten Kontergelegenheiten aber nie richtig zu Ende. Am 16er war spätestens Schluss, zu oft vertendelten wir den Ball ohne Not und der letzte Pass fehlte einfach. Und nicht nur dieser, es fehlte wieder an Cleverness. Wenn es in Minute 90, was bekanntlich die sogenannte Schlussminute beim Fußball ist, gegen Köln 1:1 steht und wir schon so viel Glück an diesem Nachmittag in Anspruch genommen hatten, dann verteidigen wir diesen Punkt mit allen 11 Mann. Aber was machen wir, wir lassen uns just in dieser 90.Minute auskontern und der Kölner Außenverteidiger (!!!) und Kapitän Brecko kann sich im Strafraum noch gegen zwei unserer Verteidiger durchsetzen und as 1:2 erzielen. Und wieder Stille im weitem Rund, dieses mal vor Entsetzen!

Nun sind wir angekommen im Abstiegskampf und da zählt es nun sich auf die Basics im Fußball zu besinnen. Kämpfen und rennen! Vor allem das Kämpfen, den Biss und die Galligkeit ließen wir zu oft vermissen. Aue, Sandhaufen und Aalen stehen dafür exemplarisch.
Diese zweite Liga ist so ausgeglichen, das werden die meisten Spiele von der Mannschaft gewonnen, die an diesem Tag diesen Sieg einfach mehr will. Die Mannschaft gewinnt, die mehr investiert, die mehr läuft und die diesen einen Schritt, der weh tut, mehr macht als die andere. Wir machen ihn zur Zeit nicht diesen Schritt mehr und noch dazu stellen wir uns an wie doof.

MaD

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Karlsruher SC – Chemnitzer FC 4:1 (15.000 Zuschauer)

Der Chemnitzer FC war zu Gast an und der erste Gegner nach der Niederlage in Münster. Etwas unsicher war ich die ganze Woche, da die Leistung der Mannschaft in Münster einfach schlecht war und Chemnitz uns im Hinspiel schon viele Probleme (…also auf dem Rasen…*g) machte. Zum Glück war unser ehemaliger Spieler Anton Fink gesperrt. Der treffsichere Stürmer hätte bestimmt genetzt gegen uns. Zwei Überraschungen gab es schon vor dem Anpfiff. Die erste kommentierte ich nur mit einem resignierten Kopfschütteln. Schon wieder mal kein richtiges Bier, Sicherheitsspiel war angesagt. Warum auch immer?! Wegen 150 Chemnitzern dürfen knapp 15.000 Zuschauer kein Feierabendbier trinken!?   Die gute Nachricht war, dass unser Trainer Mut bewies. Er stellte in der Abwehr Stoll statt Gordon auf und änderte das System im Mittelfeld. Statt zwei defensiven Mittelfeldspielern stand da nur Peitz und der spielstarke Krebs kam neu in die Mannschaft.

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Chemnitz kam spät in den Block und beflaggte diesen dann erstmal ausgiebig. Sah gut aus, wie eigentlich bei allen Clubs aus dem Osten. Stimmlich hörte man sie nur kurz einmal als alle ein „Hurra, Hurra, die Chemnitzer sind da“ anstimmten.

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Auf unserer Seite war gut Betrieb, was nicht zuletzt dem guten Spiel unserer Mannschaft geschuldet war. Man merkte auch sofort, dass Koen van der Biezen wieder am Start war. Hennings ackerte wie immer, aber ohne Koen sind wir nicht torgefährlich genug. Die Kombination aus beiden Spielertypen passt aber sehr gut. Koen und Hakan per Elfmeter schoßen unsere 2:0 Pausenführung heraus. Nach dem Wechsel bettelten wir 20 Minuten lang um den Gegentreffer. Er fiel natürlich. Hinterher meine ich zum Glück fiel er, denn sonst hätten wir eine erschreckend schwache 2.Halbzeit des KSC erlebt. Aber so mussten die Jungs wieder Gas geben und taten dies auch sofort. Hennings und van der Biezen mit einem doppelten Doppelpass und Koen schloß zum 3:1 ab. Hakan mit einem Traum von einem Freistoß erzielte nur zwei Minuten später das 4:1!

P1050984(1)   Diese Reaktion auf die Niederlage in Münster war immens wichtig. Unsere Spieler feierten den Sieg auch entsprechend und irgendwie hatte man das Gefühl, dass großer DRuck an diesem Abend von ihnen abfiel. Noch drei Begegnungen sind zu absolvieren. Vier Punkte würden wohl einen sicheren Relegationsplatz bedeuten, aber keiner von uns will nach Dresden fahren. Sechs Punkte den Aufstieg – gehen wir es an!

Forza KSC!

MaD

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Chiquita, Banana, Scheiss Alemannia

Es ging an diesem kalten Freitag nach Aachen zum Mitabsteiger Alemannia. Diese ist mittlerweile so richtig am Ende und wird wohl den Gang ins Amateurlager antreten müssen. Größenwahn und viel „kreative“ Buchhaltung brachten den Traditionsverein dahin wo er nun steht, an den sportlichen und wirtschaftlichen Abgrund.

Darauf konnten wir aber an diesem Abend keine Rücksicht nehmen. Knapp 700 Karlsruher machten sich auf den Weg um unsere Mannschaft bei der Mission Wiederaufstieg zu unterstützen.
An einer Raststätte trafen sich die Busse, 9-Sitzer und Autos um gemeinsam im Konvoi zum Stadion zu fahren. 14 Euro wollte die Alemannia für den Stehplatz. Das werden sie kommende Saison sicherlich nicht mehr verlangen können….!

Durch den Tunnel gings Richtung Auswärtsblock. Dieser Tunnel ist so ziemlich das schlimmste was es im deutschen Profifußball gibt. Menschenunwürdig! bei einer Panik kommt da keine Maus mehr raus – Duisburg samt Love Parade lässt hier hoffentlich nie grüßen. Wer dies genehmigt hat muss krank im Kopf sein!

Die wieder mal sehr gute Currywurst konnte man kaum genießen, da einem die Finger einfroren, aber sie ist es wert.
Das leckere Ding wird mir fehlen die nächsten Jahre.

Noch keine Mannschaft des Karlsruher SC konnte am Tivoli gewinnen. Oft wurde ich selbst Augenzeuge von derben Niederlagen. An diesem 08.Februar 2013 sollte sich dies endlich ändern.
Und wie es sich änderte! Nach pomadigem Beginn unserer Mannschaft setzte Rouwen Hennings mit einem Pfostenschuß das erste Ausrufezeichen. Das Spiel hatten wir zwar im Griff, aber da wir zu langsam im Spiel nach vorne waren konnten wir uns keine Torchance erarbeiten.
Die Aachener Mannschaft kämpfte, konnte gegen unsere Abwehr aber nicht wirklich etwas ausrichten. Als Hennings dann aus dem Nichts das 0:1 besorgte lag sich Blau-Weiß auf den Rängen jubelnd in den Armen. Danach hätte der KSC gleich auf 0:2 erhöhen können, versäumte dies abe rnoch vor der Pause.
Was aber nach Wiederanpfiff gleich korrigiert wurde. Drei Tore in sieben Minuten, blau-weißes Fußballherz was willst du mehr. Koen van der Biezen, Hakan Calhanoglu und Silvano Varnhagen (…damit haben jetzt alle beide 6er getroffen die Ende 2012 bei unserer Veranstaltung „Nachspielzeit“ noch ohne Tor waren…) verwandelten den Auswärtsblock in eine Partymeile.
Über 30 Minuten hatten wir Zeit zu feiern. So etwas kennt der über Jahre leidgeprüfte KSC Fan gar nicht so wirklich. Schnell stellten sich aber alle darauf ein und es wurde gesungen, gehüpft, Pogo im Block veranstaltet und als Höhepunkt in Minute 80 das „KApolista ale“ Banner vor den Block gehängt. Spitzenreiter!!!
Die Mannschaft bekam dieses Banner dann zum feiern auf den Rasen und tanzte ausgelassen. Sie hatten es sich mal wieder redlich verdient. Am 22.09.2012 verloren wir zuletzt ein Ligaspiel. So eine Serie ist unglaublich schön!

Von der Alemannia war nichts zu sehen und zu hören. Im Heimblock konnte man zwar viele Leute in Faschingskostümen sehen, aber so richtig zum Spaß haben war ihnen sicherlich nicht zumute. Euch wird keiner vermissen!

Für euch in Aachen war
MaD

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Karlsruher SC – VFB Stuttgart Amateure 3:1 (15.12.2012 – 13113 Zuschauer)

Die Revanche für die Schmach vom Hinspiel ist gelungen. Die „kleinen Sch(w)aben“ wurden mit einem 3:1 nach Hause geschickt.
Für uns, rein aus Prestige, ein absoluter Pflichtsieg. Schaut man auf die Tabelle und den Spieltag war es auch aus diesen Gründen Pflicht zu gewinnen, denn nun überwintern wir als Tabellenzweiter. Ich hätte dies noch im September niemals für möglich gehalten. Wer diese Serie von 9 Siegen in Folge (…also d.h. ja praktisch man hat zwischendrin weder Unentschieden gespielt noch verloren…..unglaublich eigentlich….) in der Liga immer noch nicht fassen kann, der hat nun ein paar Wochen Zeit dies zu realisieren.

Vielen Dank an die Jungs, die da momentan für uns auf dem Platz stehen und unser blau-weißes Trikot tragen!!!

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Im Gästeblock hatten sich sogar einige VFB-Anhänger eingefunden. Was waren dies denn eigentlich für Handlampen???
Ihre erste Mannschaft spielt in Mainz und die kommen in den Wildpark? Oder hat das „CC“ die „Szene E“ (zur Nummer des Auswärtsblocks würd´s ja passen) geschickt zum rumposen?
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Das man bei einer Traueransprache für ein langjähriges Mitglied des anderen Vereins ruhig ist, hat denen bisher wohl auch noch keiner gesagt. Im Stadion gab es sicher genügend Leute, die es ihnen gerne verbal oder non verbal erklärt hätten. Wenigstens gegen Ende der kurzen Ansprache unseres Präsidenten hielten sie dann ihre Klappe!

Das Spiel stand wieder im Zeichen von 12:12. Die Vereine der DFL hatten letzten Mittwoch mit großer Mehrheit das neue Sicherheitspapier abgenickt und den Kniefall vor der Politik vollzogen. Aus diesem Grund kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen als aktive Fanszene. 12 Minuten und 12 Sekunden schwieg die Gegengerade und zeigte statt dessen einige kritische Spruchbänder zum Thema Sicherheit und Stadionerlebnis:

– Das Stadion ist sicher, das Erlebnis stirbt
– DFL: Ihr versprecht uns ein Stadionerlebnis für das WIR sorgen
– Wo der Sicherheitswahn siegt, stirbt die Fankultur

Sehr gute hat mir auch diese Kombination gefallen:

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„Ihr nennt uns Hooligans und Randalierer“ „Ihr seid Bonzen und Kassierer“

Zu den Halbhirnen im Auswärtsblock hat sich wohl auch diese bundesweite Aktion nicht rumgesprochen und so mussten wir uns über 12 Minuten deren Geseier anhören.

In der Winterpause gehen Ultras und aktive Fans in Klausur und es wird beraten wie es 2013 weiter gehen soll.

Der KSC spielte über 90 Minuten wieder sehr engagiert, belohnte sich durch van der Biezen schon nach 3 Minuten und steckte auch den Ausgleich durch einen Elfmeter prima weg. Diese Mannschaft hat Herz und Biss, kommt momentan immer wieder zurück.
Am 12.12. bei der „Nachspielzeit“ in Wallis Fanshop sagte Peitz noch, dass es hier mit dem Tore schießen noch nicht so klappt, aber er arbeite dran. Und wie er dies tat. Nach einer scharfen Flanke von Hakan köpfte Peitzinho den Ball unhaltbar zum 2:1 ein. Minuten später ließ er einen strammen Schuß folgen, der im Winkel einschlug, leider hatte der Schiri vorher schon abgepfiffen.
Das es noch mal spannend wurde lag am Samstag an der Chancenverwertung. Wir waren 1 Mann mehr auf dem Feld (…..es gab kurz vor der Pause gelb-rot gegen einen Stuttgarter, der mal wieder über Gebühr den Schiri zutextete nach einem Foul….gelb-rot – keine guten Farben für die Sch(w)aben….) und hoch überlegen. Trotzdem kam der VFB gegen Ende noch zu 1 1/2 richtig gefährlichen Situationen vor unserem Tor. Das war Nervenkitzel pur.
Blum erlöste alle in der Nachspielzeit und somit baute die Mannschaft diese unglaubliche Siegesserie aus.

Gegen diesen Gegner hätte man sich nur blamieren können, zum Glück zogen sich unsere Jungs prächtig aus der Affäre.

 Am Ende wurde wieder gefeiert im Wildpark. Jetzt noch gegen Freiburg im DFB-Pokal mit Toni Marschall (….wo haben sie denn diesen Vogel ausgegraben….) live im Stadion – vielleicht wird da am Ende auch wieder gefeiert und zwar in Blau-Weiß…..wer weiß…..!

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MaD

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