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Onkelmad – Portus Hardcore since 1975

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Chiquita, Banana, Scheiss Alemannia

Es ging an diesem kalten Freitag nach Aachen zum Mitabsteiger Alemannia. Diese ist mittlerweile so richtig am Ende und wird wohl den Gang ins Amateurlager antreten müssen. Größenwahn und viel „kreative“ Buchhaltung brachten den Traditionsverein dahin wo er nun steht, an den sportlichen und wirtschaftlichen Abgrund.

Darauf konnten wir aber an diesem Abend keine Rücksicht nehmen. Knapp 700 Karlsruher machten sich auf den Weg um unsere Mannschaft bei der Mission Wiederaufstieg zu unterstützen.
An einer Raststätte trafen sich die Busse, 9-Sitzer und Autos um gemeinsam im Konvoi zum Stadion zu fahren. 14 Euro wollte die Alemannia für den Stehplatz. Das werden sie kommende Saison sicherlich nicht mehr verlangen können….!

Durch den Tunnel gings Richtung Auswärtsblock. Dieser Tunnel ist so ziemlich das schlimmste was es im deutschen Profifußball gibt. Menschenunwürdig! bei einer Panik kommt da keine Maus mehr raus – Duisburg samt Love Parade lässt hier hoffentlich nie grüßen. Wer dies genehmigt hat muss krank im Kopf sein!

Die wieder mal sehr gute Currywurst konnte man kaum genießen, da einem die Finger einfroren, aber sie ist es wert.
Das leckere Ding wird mir fehlen die nächsten Jahre.

Noch keine Mannschaft des Karlsruher SC konnte am Tivoli gewinnen. Oft wurde ich selbst Augenzeuge von derben Niederlagen. An diesem 08.Februar 2013 sollte sich dies endlich ändern.
Und wie es sich änderte! Nach pomadigem Beginn unserer Mannschaft setzte Rouwen Hennings mit einem Pfostenschuß das erste Ausrufezeichen. Das Spiel hatten wir zwar im Griff, aber da wir zu langsam im Spiel nach vorne waren konnten wir uns keine Torchance erarbeiten.
Die Aachener Mannschaft kämpfte, konnte gegen unsere Abwehr aber nicht wirklich etwas ausrichten. Als Hennings dann aus dem Nichts das 0:1 besorgte lag sich Blau-Weiß auf den Rängen jubelnd in den Armen. Danach hätte der KSC gleich auf 0:2 erhöhen können, versäumte dies abe rnoch vor der Pause.
Was aber nach Wiederanpfiff gleich korrigiert wurde. Drei Tore in sieben Minuten, blau-weißes Fußballherz was willst du mehr. Koen van der Biezen, Hakan Calhanoglu und Silvano Varnhagen (…damit haben jetzt alle beide 6er getroffen die Ende 2012 bei unserer Veranstaltung „Nachspielzeit“ noch ohne Tor waren…) verwandelten den Auswärtsblock in eine Partymeile.
Über 30 Minuten hatten wir Zeit zu feiern. So etwas kennt der über Jahre leidgeprüfte KSC Fan gar nicht so wirklich. Schnell stellten sich aber alle darauf ein und es wurde gesungen, gehüpft, Pogo im Block veranstaltet und als Höhepunkt in Minute 80 das „KApolista ale“ Banner vor den Block gehängt. Spitzenreiter!!!
Die Mannschaft bekam dieses Banner dann zum feiern auf den Rasen und tanzte ausgelassen. Sie hatten es sich mal wieder redlich verdient. Am 22.09.2012 verloren wir zuletzt ein Ligaspiel. So eine Serie ist unglaublich schön!

Von der Alemannia war nichts zu sehen und zu hören. Im Heimblock konnte man zwar viele Leute in Faschingskostümen sehen, aber so richtig zum Spaß haben war ihnen sicherlich nicht zumute. Euch wird keiner vermissen!

Für euch in Aachen war
MaD

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KSC – SC Freiburg 0:1 (DFB-Pokal 3.Runde, 18.12.2012)

So viel Kampf, so viel Wille, so viel Leidenschaft und so knapp gescheitert. Das Scheitern gehört beim Fußball und speziell beim KSC einfach dazu. Wenn es dann vor 28.200 Zuschauern im ausverkauften Wildpark geschieht, nach zuvor 10 Pflichtspielsiegen in Folge und mit Toni Marschall im Vorprogramm, dann ist es immer noch bitter aber erträglicher.

Der 18.12.2012 sah einen großen Abend in Karlsruhe. Das Derby der beiden badischen Mannschaften lockte die Massen an, irgendwer grub auch Toni Marschall aus und dieser sang live im Stadion das Badnerlied. Nicht dass ich so etwas immer brauche, aber diese Art von Entertainment deutet zumeist große Fußballabende an.

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Wir spielten in Trikots, die man nur mit Sonnenbrille und viel Neurexan ertragen konnte. Unsere Marketingabteilung hatte den glorreichen Einfall unser Team in Trikots mit der Farbe Orange auflaufen zu lassen. Beim spontanen Blick aufs Spielfeld konnte das Auge dem Gehirn nicht sofort signalisieren wer denn nun der KSC sei. Ein paar hundert dieser Exemplare wurden doch tatsächlich verkauft. Da die aktive Szene dieses Trikot natürlich boykottierte ist es doch eine ganz stattliche Zahl. Bedenkt man aber wie viele Trikots verkauft worden wären, hätte unsere Marketingabteilung gemeinsam mit den Supporters ein Traditionstrikot in Blau-Weiß für dieses Spiel auf den Markt gebracht, dann ist es einfach wieder mal zu wenig. Ihr seid komische Leute ihr „Marketingexperten“!

Statt dessen verkaufte die Utraszene locker 3500 Bommelmützen in unseren Farben und hätte 10.000 verkaufen können, so groß war die Nachfrage. Ein schönes Bild gaben die Mützen im Stadion ab, von den Trikots war auf den Rängen zum Glück kaum etwas zu sehen.

Nach dem beide Fanblöcke während der ersten 12 Minuten und 12 Sekunden geschwiegen hatten, zeigte unsere Kurve eine kleine Trikot-Choreo. Dazu hielt die Gegengerade mitgebrachte Trikots in blau und weiß hoch. Dazu noch der Hinweis auf unsere Vereinssatzung in der genau die Vereinsfarben festgelegt sind. Freiburg zündete schön, sie hatten ja auch schon allen Grund zum jubeln. Schmid brachte Freiburg in Minute zwei in Führung und stellte damit schon früh den späteren Endstand her.

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Zwischen dieser zweiten Minute und dem Schlusspfiff lagen starke 90 Minuten, in denen unsere Spieler alles zeigten was sie die letzten Wochen stark machte. Nur mit dem Tore schießen klappte es leider nicht. Weder Gordon noch Hennings konnte gute Chancen nutzen. Am Ende aber Standing Ovations für eine Mannschaft aus Karlsruhe auf die man wieder stolz sein kann. Freiburg kam mit Glück und Geschick hier weiter und dies als Erstligist der sich momentan im oberen Drittel befindet. Christian Streich, der hemdsärmelige Trainer des SCF, kannte die große Leistung des KSC hinterher auch voll an. Er konnte sich bestätigt fühlen da er vorausgesagt hatte, dass dies ein harter Abend für seine Mannschaft werden würde.

Wir sehen uns 2013, dann hoffentlich mit dem krönenden Aufstieg! Danke Jungs für diesen Abend und für zuvor 10 Pflichtspielsiege in Folge!

MaD

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Karlsruher SC – VFB Stuttgart Amateure 3:1 (15.12.2012 – 13113 Zuschauer)

Die Revanche für die Schmach vom Hinspiel ist gelungen. Die „kleinen Sch(w)aben“ wurden mit einem 3:1 nach Hause geschickt.
Für uns, rein aus Prestige, ein absoluter Pflichtsieg. Schaut man auf die Tabelle und den Spieltag war es auch aus diesen Gründen Pflicht zu gewinnen, denn nun überwintern wir als Tabellenzweiter. Ich hätte dies noch im September niemals für möglich gehalten. Wer diese Serie von 9 Siegen in Folge (…also d.h. ja praktisch man hat zwischendrin weder Unentschieden gespielt noch verloren…..unglaublich eigentlich….) in der Liga immer noch nicht fassen kann, der hat nun ein paar Wochen Zeit dies zu realisieren.

Vielen Dank an die Jungs, die da momentan für uns auf dem Platz stehen und unser blau-weißes Trikot tragen!!!

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Im Gästeblock hatten sich sogar einige VFB-Anhänger eingefunden. Was waren dies denn eigentlich für Handlampen???
Ihre erste Mannschaft spielt in Mainz und die kommen in den Wildpark? Oder hat das „CC“ die „Szene E“ (zur Nummer des Auswärtsblocks würd´s ja passen) geschickt zum rumposen?
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Das man bei einer Traueransprache für ein langjähriges Mitglied des anderen Vereins ruhig ist, hat denen bisher wohl auch noch keiner gesagt. Im Stadion gab es sicher genügend Leute, die es ihnen gerne verbal oder non verbal erklärt hätten. Wenigstens gegen Ende der kurzen Ansprache unseres Präsidenten hielten sie dann ihre Klappe!

Das Spiel stand wieder im Zeichen von 12:12. Die Vereine der DFL hatten letzten Mittwoch mit großer Mehrheit das neue Sicherheitspapier abgenickt und den Kniefall vor der Politik vollzogen. Aus diesem Grund kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen als aktive Fanszene. 12 Minuten und 12 Sekunden schwieg die Gegengerade und zeigte statt dessen einige kritische Spruchbänder zum Thema Sicherheit und Stadionerlebnis:

– Das Stadion ist sicher, das Erlebnis stirbt
– DFL: Ihr versprecht uns ein Stadionerlebnis für das WIR sorgen
– Wo der Sicherheitswahn siegt, stirbt die Fankultur

Sehr gute hat mir auch diese Kombination gefallen:

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„Ihr nennt uns Hooligans und Randalierer“ „Ihr seid Bonzen und Kassierer“

Zu den Halbhirnen im Auswärtsblock hat sich wohl auch diese bundesweite Aktion nicht rumgesprochen und so mussten wir uns über 12 Minuten deren Geseier anhören.

In der Winterpause gehen Ultras und aktive Fans in Klausur und es wird beraten wie es 2013 weiter gehen soll.

Der KSC spielte über 90 Minuten wieder sehr engagiert, belohnte sich durch van der Biezen schon nach 3 Minuten und steckte auch den Ausgleich durch einen Elfmeter prima weg. Diese Mannschaft hat Herz und Biss, kommt momentan immer wieder zurück.
Am 12.12. bei der „Nachspielzeit“ in Wallis Fanshop sagte Peitz noch, dass es hier mit dem Tore schießen noch nicht so klappt, aber er arbeite dran. Und wie er dies tat. Nach einer scharfen Flanke von Hakan köpfte Peitzinho den Ball unhaltbar zum 2:1 ein. Minuten später ließ er einen strammen Schuß folgen, der im Winkel einschlug, leider hatte der Schiri vorher schon abgepfiffen.
Das es noch mal spannend wurde lag am Samstag an der Chancenverwertung. Wir waren 1 Mann mehr auf dem Feld (…..es gab kurz vor der Pause gelb-rot gegen einen Stuttgarter, der mal wieder über Gebühr den Schiri zutextete nach einem Foul….gelb-rot – keine guten Farben für die Sch(w)aben….) und hoch überlegen. Trotzdem kam der VFB gegen Ende noch zu 1 1/2 richtig gefährlichen Situationen vor unserem Tor. Das war Nervenkitzel pur.
Blum erlöste alle in der Nachspielzeit und somit baute die Mannschaft diese unglaubliche Siegesserie aus.

Gegen diesen Gegner hätte man sich nur blamieren können, zum Glück zogen sich unsere Jungs prächtig aus der Affäre.

 Am Ende wurde wieder gefeiert im Wildpark. Jetzt noch gegen Freiburg im DFB-Pokal mit Toni Marschall (….wo haben sie denn diesen Vogel ausgegraben….) live im Stadion – vielleicht wird da am Ende auch wieder gefeiert und zwar in Blau-Weiß…..wer weiß…..!

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MaD

Sie hätten uns nicht reizen sollen…..

Sie hätten uns mit dem 0:1 nicht reizen sollen schrieb jemand auf Facebook und er hatte recht. Danach erwachte der KSC und es entwickelte sich eines der besten Drittligaspiele dieser Saison. Heidenheim ließ nämlich auch nicht locker und so ging es munter hin und her bis van der Biezen im Stile eines weißen Brasilianers den Ausgleich mit der Hacke erzielte. Neben Peitzinho, also schon der zweite Ballkünstler in unseren Reihen.

Das Spiel begann aber auf den Rängen mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitspapier.

12:12 – Ohne Stimme keine Stimmung!!! Beide Fanlager beteiligten sich und so herrschte Dorfplatz Atmosphäre in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden.

Ein Spiel, auf so hohem Niveau und so spannend es auch sein mag, ohne Stimmung aus den Kurven ist es einfach nicht dasselbe.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ohne Stimme keine Stimmung und ohne Stimmung keine Bilder!!! Wer will schon Bilder sehen von Blöcken ohne Fahnen und ohne Action………??? Ich nicht, deshalb:

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Mehr über den Protest und das DFL-Sicherheitspapier gibts hier: http://www.12doppelpunkt12.de/ !

Im Laufe der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann ein verrücktes Spiel, das zeitweise für den KSC Spitz auf Knopf stand und das 5:2 am Ende sicherlich nicht ganz den Spielverlauf wieder gibt. Heidenheim kam durch einen berechtigten Handelfmeter wieder zum Ausgleich, nachdem vdB uns mit seinem achten Saisontor in Führung geschossen hatte.
Jan Mauersberger war es vergönnt kurz nach dem Ausgleich per Kopf das 3:2 für Blau-Weiß zu erzielen. Fast hätte der Schiri das Tor aber nicht anerkannt, da Schnatterer den Ball auf der Linie mit der Hand berührte und er deshalb schon Elfmeter und Rot geben wollte. Rudelbildung Marke Heidenheim war die Folge! Ebenso beim Elfmeter für uns zum 4:2, als die Schwaben beim Schiri reklamierten, dass der KSC einfach weiter gespielt hätte als einer von ihnen verletzt am Boden lag. Calhanoglu entschied die Partie mit einem bombensicher verwandelten Elfmeter schließlich, bevor Alibaz für den Leckerbissen des Spiels sorgte. Lässig mit dem Außenrist erzielte er das 5:2  – das weiße Ballet war von Heidenheim nicht zu stoppen!

10 Spiele – 8 Siege, 2 Unentschieden – ein Traum in Blau und Weiß!!! In Blau und Weiß und nicht in Orange Herr Bathyani!!!!

Äußerst zufrieden seinen Sonntag genießt euer
MaD

P.S. Bilder von der Protestaktion gibts bald hier: http://ultra1894.de/bilder/ 

 

Das weiße Ballet featuring Peitzinho

Zum Abschluss einer denkwürdigen Vorrunde, gab es eine kleine Gala des ganz in weiß spielenden Karlsruher SC.
Wer hätte noch nach dem 0:0 in Babelsberg gedacht, dass wir heute oben dabei sind. Sechs Ligaerfolge später sind wir an den Top4 der Liga dran.

Dies nicht nur aus purem Zufall. Klar hat die Mannschaft jetzt auch einen „Lauf“ und in der einen oder anderen Situation etwas Glück, aber es ist noch mehr passiert. Die Mannschaft hat sich seit Wochen endlich gefunden, nutzt ihre Torchancen, lässt defensiv kaum etwas zu (…was sicher auch den eher oft bescheidenen Mitteln der gegnerischen Offensive zu verdanken ist…) und ist kämpferisch voll da.
Man kann sich auch mal 30 eher schwächere Minuten wie gegen Wehen-Wiesbaden leisten ohne einen Gegentreffer zu kassieren.

Mit Dominic Peitz wurde im Mittelfeld wohl der entscheidende Mann in Sachen Kampf verpflichtet. Seine spielerischen Fähigkeiten sind überschaubar, aber er ist derjenige welcher den Ball erobert, das Kopfballduell gewinnt und auch in der letzten Minuten noch absolut konzentriert den Gegenspieler stellt. Er macht kämpferisch den Unterschied und unser Hakan eben spielerisch. Dazu kommt mit Rouwen Hennings eine Maschine am Angriff.
Nur schwer vom Ball zu trennen, mit viel Übersicht und er macht mittlerweile die Buden.

Diese drei Spieler plus die sehr gute Innenverteidigung sind für mich die Säulen unserer Mannschaft, die nach dem 2:0 am Samstag teilweise wunderbaren Fußball bot und sich als „weißes Ballet“ (….so wie einst Real Madrid…) feiern lassen durfte.

Natürlich sei aber auch allen anderen Kickern gedankt, die absolut ihre Leistung bringen und endlich sichtlich Spaß im Trikot meines KSC haben. Es geht nur gemeinsam und dies leben diese Jungs im Moment! Ich habe das Gefühl, dies ist seit vielen Jahren mal wieder eine richtige Mannschaft.

Wurden zu Beginn der Saison noch Spiele nicht gewonnen in denen wir total überlegen waren (Aachen, Halle, Bielefeld….), so hat sich das Blatt dank aller Akteure gewendet.

Siege machen einfach Spaß, egal in welcher Liga. Noch dazu, wenn sie so herausgespielt werden wie gestern und in solcher Regelmässigkeit erfolgen wie in den letzten Wochen.
Ein Torverhältnis von 29:11 ist einfach geil und spricht für sich. 34 Punkte nach einem miserablen Start zu holen ist aller Ehren wert.
Noch sind wir aber näher an Europa als am Aufstieg zu dritten Liga. Mit drei Siegen im DFB-Pokal spielt der KSC nächsten Jahr Europa-League, zum Aufstieg benötigen wir noch paar mehr, also immer weiter KSC!!!

Danke an die 50 Fans von Wehen-Wiesbaden für diese oldschool schwarze Rauchfahne – herrlich! Der Support der Gegengerade mit „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ war ihnen sicher.
Auf der Gegengeraden wurden schöne Lieder gestern angestimmt. Und bei „Oh wie ist das schön“ stimmte das ganze Stadion mit ein. So ein Gefühl gab es in KA schon eine ganze Weile in der Liga nicht mehr.

Es sind noch 9 Punkte zu vergeben – holen wir sie uns!

Es freut sich sehr über die Entwicklung dieser Mannschaft euer
MaD

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DFB Pokal 2.Runde: KSC – MSV Duisburg 1:0

Es war einer dieser Abende warum man zum Fußball geht. Siegtore für den eigenen Verein sind immer schön, aber wenn sie in der Schlussminute fallen und dann auch noch im Pokal, dann sind sie umso schöner und werden ausgelassener als sonst gefeiert. Außerdem war der Sieg finanziell für unseren Verein ganz wichtig. So mal schnell 500.000 Euro mitnehmen tut gut. Kempe köpfte nach einer Freistoßflanke in der 89. Minute den Ball zum 1:0 Sieg ins Netz und im Wildpark tobte das Fußballvolk. Knapp 15.000 waren gekommen und sie sollten es nicht bereuen. Selbst Duisburg brachte für ihre Verhältnisse viele Leute mit. Sie standen recht geschlossen im Block und hatten gut geflaggt.

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Auf unserer Seite gab es als Intro endlich mal wieder eine Choreo. (Siehe Bilder unten)

Im Vorfeld sprachen alle davon, dass es ein Spiel auf Augenhöhe ist gegen den Zweiligisten und das wir gute Chancen haben. Bei so viel Optimismus bekomme ich immer Bauchweh, da ich meinen KSC kenne.

Nach 20 Spielminuten zogen wir allerdings das erste Fazit und dies war: „Dieses Spiel musst du nicht verlieren“!

Duisburg fand kein Mittel gegen die gute stehende Defensive des KSC, einzig bei einem Seitfallzieher in der 10.Minute wurde es gefährlich, aber er ging knapp drüber. Für uns hatte Hennings das Ding auf dem Fuß, aber Wiedwald parierte.

Das Spiel war umkämpft, Torchancen Mangelware. Lachheb hatte sie für Duisburg in Halbzeit zwei als Orlishausen leider mal wieder auf der Linie kleben blieb und der Duisburger völlig frei vor ihm auftauchte. Das er den Ball mit dem Rücken statt mit dem Kopf in Richtung unserers Tores bugsierte wäre die Schlagzeile gewesen, wenn er getroffen hätte.

Der Schiedsrichter spielte heute auch eine besondere Rolle. Irgendwann stand vor allem auf Seiten des MSV keiner mehr auf dem Platz ohne gelbe Karte. Was kommen musste war klar. Rot für Sukalo nach einem taktischen Foul im Mittelfeld. Am Spiel änderte sich aber nichts, beide Seiten bekämpften sich im Mittelfeld. Der KSC fand gegen 10 Duisburger auch kein Mittel. Es gab einige „Halbchancen“, aber nichts hunderprozentiges.

Erst die Standard in der 89. Minute änderte alles. Flanke, Kopfball, Tor!!! Im Jubel über den Treffer von Kempe ging fast unter, dass der Duisburger Torwart Wiedwald nocht die rote Karte sah. Warum? Die Fernsehbilder zeigten wie er den Ball aus dem Netz holte, seine Mannschaft anfeuerte und den Ball in Richtung Anstoßkreis warf. Der Ball flog relativ knapp am Schiedsrichter vorbei, der dies wohl als „Angriff“ wertete und Rot zeigte. Völlig crazy dieser Schiri, ich hoffe, dass der Verband ihn aus dem Verkehr zieht. Wie dumm und arrogant muss man sein hier die rote Karte zu zücken?

Duisburg schlug den Ball in der Nachspielzeit noch ein paar mal einfach hoch vorne rein, aber es brannte nichts mehr an und der Einzug in das DFB-Pokal Achtelfinale konnte auf unserer Seite gefeiert werden. Die MSV Fans waren eher not amused!

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An einem Pokalsieg ist doppelt schön, dass man danach träumen darf. Träumen von einem großen Gegener, träumen vom Endspiel in Berlin und natürlich auch ein wenig vom Europapokal.  So war im Clubhaus nach dem Spiel für genügend Gesprächsstoff gesorgt.

MaD

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BFV-Pokal Viertelfinale

Gestern wurde das Viertelfinale des Badischen Vereinspokals ausgelost. Der Sieger dieses Wettbewerbs ist automatisch für die 1.Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert.

Und was für ein Spiel haben wir in Aussicht in diesem Veirtelfinale:

Sieger aus Gartenstadt vs. Waldhof Mannheim – Karlsruher SC!!!!

Endlich ist wieder ein Derby gegen den Waldhof in Sicht. Drücken wir ihnen die Daumen, dass sie am 17.11. im Stadtderby gegen den unterklassigen Verein Gartenstadt gewinnen.

Alle Sicherheitsfanatiker haben eh schon Pipi auf der Stirn wegen diesem in Aussicht stehenden Viertelfinale. Es ist noch nicht terminiert wird aber ein Feiertag für alle Pyromanen und Groundhopper – so viel kann man glaube ich vorhersagen ohne ein Prophet zu sein.

Ick freu mir auf ein Derby beim Waldhof!!!

MaD

Karlsruher SC – Preußen Münster 2:1 (27.10.2012)

Trotzig ist genau das richtige Wort um die Atmosphäre im Wildparkstadion an diesem Samstag zu beschreiben. Die wenigen hartgesottenen Fans die gekommen waren, ich schätze mal 7.000, trotzten dem plötzlichen Wintereinbruch und diesem Schneeregen bei eiskalten Temperaturen. Sie trotzten aber auch den ganzen sportlichen Widrigkeiten rund um ihren Verein und standen wie ein Mann hinter der Mannschaft des KSC. Ob auf der Gegengeraden, im A4 und A1 oder auf der nur zu einem guten Drittel gefüllten Haupttribüne, alle standen oder saßen sie wie zum Trotz immer noch oder schon wieder da um ihren KSC siegen zu sehen.

Auf den Rängen war es wie das letzte Aufgebot nach einem langen Kampf. Diesen langen Kampf hat der Verein und das Publikum irgendwie auch hinter sich. „Der Nebel lichtet sich und aus dem Hartwald schreiten trotzig die Fans und rufen mit einer Stimme: Immer wieder KSC, von der Elbe bis zur Isar, immer wieder KSC“! Es hatte was von „Braveheart-Atmo“!

Die Mannschaft schien zu spüren, dass bei diesem Wetter und dem Rückhalt der unerschrockenen Anhänger auf den Rängen etwas gehen muss. Sie nahm den Kampf endlich an und stellte sich einer Mannschaft aus Münster, die meines Erachtens die bisher beste Drittligaelf war, die sich im Wildpark vorstellte.

Mit der ersten Chance erzielte Rouwen Hennings gleich das 1:0 und dann hielt man einer spielerisch mindestens ebenbürtigen Mannschaft aus Münster stand. Natürlich wurde es wieder spannend. Ausgleich durch Taylor zu Beginn der zweiten Hälfte und dann die rote Karte für unseren Abwehrmann Gordon.

Just in dieser Minute aber zeigte unsere Mannschaft Charakter und ließ die Preussen nicht ins Spiel kommen. Sie kämpfte und suchte ihrerseits die Entscheidung. Als Hakan sich den Ball zum 2.Freistoß binnen einer Minute kurz vor dem Münsteraner 16er zurechtlegte war jedem klar, dass dies die Szene des Tages sein könnte und sie wurde es. Hakan hämmerte humorlos den Ball unter gütiger Mithilfe eines Münsteraner Abwehrbeins ins Netz und rutschte jubelnd auf den Knien gen Tribüne.

Selten habe ich so einen lauten Torjubel im Wildpark gehört, wenn man bedenkt wie wenig Leute da waren. Der Jubel über den Siegtreffer war laut und trotzig!

Wir werden immer da sein, egal wohin der Weg unseren KSC führt!

Noch ein Wort zu Münster. Ein sehr gut mit Bannern geschmückter Auswärtsblock und sie brachten auch viele Leute mit. Ab und an konnte man sie sogar hören, vor allem natürlich nach dem Ausgleich. Aber was eine Scheiße geht denn da ab? Ich weiß nicht warum und wieso, aber da stehen doch tatsächlich zwei getrennte Lager im selben Block und supporten die gleichen Farben. Puh, ist das mühsam und zum kotzen. Es ist einfach nur lächerlich und dumm und irgendwie auch schade. Vielleicht könnt ihr ja die T-Shirts der Fandemo mit verändertem Spruch anziehen: „Vereint in den Farben, getrennt in der Sache!“

Forza KSC!

MaD

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Die Null steht beim KSC

Darauf ist in den meisten Spielen Verlass. Die Null steht bei uns leider häufig an der falschen Stelle. So auch Samstag im Heimspiel gegen Unterhaching. Schießt du keine Tore, gewinnst du nicht. Gewinnst du nicht, steigst du nicht auf! 10 Euro ins Phrasenschwein bitte – danke!

Den Blick zurück auf das Spielgeschehen gibt es auf der Supporters Seite:

http://www.supporters-karlsruhe.de/lesenswert/berichterstattung/saison-20122013/13-spieltag-karlsruher-sc-spvgg-unterhaching-am-6-oktober-2012/spielbericht.html

Danke Matthias für diese Zeilen!

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Aus dem größten Treppenwitz der letzten Tage – siehe Foto unten – wurde eine der besten Aktionen der Karlsruher Szene der letzten Jahre. Der Ausflug „Wasen 2012“ hat den Sicherheitsirsinn ad absurdum geführt und dies auf witzige Art und Weise. P1050342(1) Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachvollziehen:

http://ultra1894.de/wir-lassen-uns-unsere-liebe-nicht-nehmen-nicht-von-den-bullen-und-nicht-vom-dfb/

http://ultra1894.de/amateuer-spiel-abgesagt/

http://ultra1894.de/jetzt-erst-recht-alle-zum-wasen/

http://ultra1894.de/wasen-2012/

Eine gute, kurze und treffende Stellungnahme zum Wahnsinn der sich momentan rund um die Karlsruher Szene ereignet findet ihr hier:

http://ultra1894.de/wie-man-ein-kunstliches-horror-szenario-heraufbeschwort/

Bleibt durch!

OnkelMad

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